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Olympische Winterspiele 2026: Das Angebot liegt vor

Am 15. Oktober stimmt die Tiroler Bevölkerung über eine mögliche Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2026 ab. Ein zehn Punkte umfassendes Angebot wurde kürzlich präsentiert.

Bei einer Volksbefragung wird die Tiroler Bevölkerung am 15. Oktober über folgende Frage abstimmen: „Soll das Land Tirol ein selbstbewusstes Angebot für nachhaltige, regional angepasste sowie wirtschaftlich und ökologisch vertretbare Olympische und Paralympische Winterspiele Innsbruck/Tirol 2026 legen?“ Das Zehn-Punkte-Programm des Innsbruck/Tirol-Angebots erläutert die selbstbewusste Haltung: Die Erfüllung regionaler Bedürfnisse und die vorhandenen Sportstätten mit ihren Kapazitäten und Infrastrukturen sind Grundlage und Voraussetzung für Olympische Winterspiele im neuen Format. Die im vergangenen Juni präsentierte Machbarkeitsstudie bewies in diesem Zusammenhang die Eignung der Region: Der ExpertInnencheck zeigte, dass keine Infrastruktur geschaffen werden muss, um die Spiele auf Basis nachhaltiger und redimensionierter Anforderungen durchführen zu können. Das vorliegende Innsbruck/Tirol-Angebot richtet sich nun in erster Linie an die heimische Bevölkerung und macht deutlich, dass Olympische Spiele neuen Formats einerseits die „Fitness“ und die Position im internationalen Wettbewerb der Lebensund Wirtschaftsregionen sowie als führende Sportregion der Alpen stärken werden, andererseits aber auch ganz konkrete und spürbare Nutzen für die TirolerInnen stiften.

Positive Effekte

Viele Vorhaben, die mit einer möglichen Durchführung von Olympischen Spielen neuen Zuschnitts einhergehen, decken sich mit den Entwicklungsstrategien des Landes Tirol sowie der Stadt Innsbruck und werden deren Umsetzung beschleunigen. So werden beispielsweise Impulse für leistbares Wohnen gesetzt. Durch die Spiele werden rund 400 gemeinnützige Wohnungen in Innsbruck entstehen und nachhaltig der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Außerdem werden allein im Rahmen der Organisation rund um die Olympischen Spiele bis zu 1.000 Personen über Jahre Beschäftigung finden. Damit haben die Olympischen Spiele einen positiven Einfluss auf den heimischen Arbeitsmarkt. Auch der regionale Wirtschaftsraum wird gestärkt: Konkret hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) Sach- und Geldleistungen in der Höhe von mehr als 790 Millionen Euro in Aussicht gestellt. „Das ist ein Investmentschub, der Österreich, insbesondere Tirol, zugutekommen würde. Olympia ist eine Win-Win-Situation für den Tiroler Sport, für die Tiroler Vereine“, erklärt ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel. Zudem erhöht sich die Wertschöpfung zusätzlich durch mindestens 50 sportliche Test-Events im Vorfeld der Spiele und viele Trainingswochen für potentielle TeilnehmerInnen in den regionalen Trainingszentren.

Modernisierung, Mobilität & Tourismus

Obwohl keine Neubauten und Infrastrukturmaßnahmen notwendig sind, ist die kontinuierliche Modernisierung von Sportstätten bzw. Infrastruktur etwa im Bereich zukunftsfähiger Mobilitätslösungen gesichert. Das sind Investitionen in den regionalen Lebensraum, von denen die heimische Bevölkerung konkret profitiert. Außerdem hat Tirol als erfolgreichstes Tourismusland der Alpen seine Kapazitätsgrenzen erreicht. Als die weltweit führende Olympia-Region kann Innsbruck/Tirol ihren Wert dennoch weiter steigern und damit mehr an Qualität und Wertschöpfung erreichen – in klassischen Hotelbetrieben ebenso wie im Bereich der Privatzimmervermietung.

Einmalige Chance

„Mit dem Land Tirol wird es nur nachhaltige, regional angepasste sowie wirtschaftlich und ökologisch vertretbare Olympische Spiele geben. Das Innsbruck/Tirol- Angebot bedeutet: Unsere Spiele, nach unseren Regeln. Kein Gigantismus, keine neuen Sportstätten, sondern ein echter Mehrwert für das ganze Land. Und angesichts der Voraussetzungen muss klar sein: Wir haben hier eine einmalige Chance“, erklärt Tirols Landeshauptmann Günther Platter. Dieses Angebot werde nun mit gutem Gewissen an die Bevölkerung übergeben: Die TirolerInnen sind am Wort.

YOG mit finanziellem Überschuss

„Mit der Machbarkeitsstudie sowie dem Angebot liegt eine technische und fachliche Entscheidungsgrundlage vor, die von der Tiroler Bevölkerung beurteilt werden wird“, erläutert Innsbrucks Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer. „Jeder Einzelne wird zu sportlichen Großveranstaltungen persönlich einen anderen Bewertungsmaßstab an den Tag legen. Bei den Youth Olympic Games 2012 wurde eine Trendwende eingeleitet, finanziell ein Überschuss erwirtschaftet und beispielsweise durch den Wohnungsbau nachhaltig ein Mehrwert für die Bevölkerung geschaffen. Olympische Spiele sind ein Motor – ein Jahrzehnt würde unter dem Zeichen der Entwicklung stehen – generationenübergreifend, nationenübergreifend, nachhaltig spürbar. Es sind Spiele für die nächste Generation. Es sind die jetzigen Jugendlichen, die bei Olympischen Spielen 2026 am Ende mitfiebern, mitarbeiten, mitgestalten und vielleicht sogar mitspielen. Bei Olympischen Spielen zählt das Dabeisein – auch der letzte, der mit größtem persönlichen Einsatz durchs Ziel kommt, wird gefeiert. Sport verbindet die Welt“, führt die Bürgermeisterin aus.

Information in allen Bezirken

Um die Bevölkerung umfangreich zu informieren, wird in den nächsten Wochen eine Olympia-„Roadshow“ durch alle Bezirke einschließlich Innsbruck veranstaltet. Die Termine sind aktuell unter www.olympia2026.at zu finden.