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Leinenzwang für Hunde als aktiver Beitrag zum Tierschutz

Die Wälder rund um die Tiroler Landeshauptstadt sind zum einen Lebensraum für zahlreiche Wildtiere und zum anderen Erholungsraum für die Menschen. „Gerade für Hundehalterinnen und -halter mit ihren vierbeinigen Begleitern bieten die Wald- und Wanderwege unverzichtbaren Raum für Bewegung“, weiß der ressortzustände Stadtrat Franz X. Gruber: „Damit allerdings das Nebeneinander von Hunden und Wildtieren konfliktfrei funktioniert, sind Hundehalterinnen und -halter gefragt.“ Speziell im Frühjahr gilt es, verstärkt Rücksicht zu nehmen, werden doch im Mai und Juni die Rehkitze geboren. Diese verstecken sich häufig wenige Meter von Wanderwegen entfernt im Unterholz, hohen Gras oder in Heckenzügen. Oft nur aus Neugierde und einem instinktiven Jagdtrieb stöbern freilaufende Hunde die jungen Tiere auf. Ein solches Aufeinandertreffen bedeutet für das Jungtier nicht nur enormen Stress, sondern kann mitunter auch tödlich sein. „Der Gehorsam des eigenen Hundes darf in solchen Situationen nicht überschätzt werden“, weiß Bezirksjägermeisterin Mag.a Fiona Arnold: „Hunde reagieren instinktiv, unabhängig von Erziehung und Vorgeschichte.“

Appell für verantwortungsvolles Verhalten

Doch nicht nur für Wild- sondern auch für Nutztiere kann vom treuesten Freund des Menschen unter Umständen eine Gefahr ausgehen. Hundekot stellt ein hygienisches Problem bei der Nahrungsmittelproduktion und Bewirtschaftung der Landschaft dar. Gelangt der Hundekot, beispielsweise über das Heu oder die Grassilage, in die Futtermittel, können schwere Erkrankungen der Kühe die Folge sein. Damit verbunden ist ein massiver wirtschaftlicher Schaden für die LandwirtInnen. Sowohl die Jägerschaft, LandwirtInnen, als auch die MitarbeiterInnen des städtischen Amtes für Land- und Forstwirtschaft appellieren an die Vernunft und Verantwortung der HundebesitzerInnen, die Hunde im Freibereich an die Leine zu nehmen. Für den Freilauf der Vierbeiner stehen sieben Hundewiesen im Stadtgebiet zur Verfügung. Eine weitere wird demnächst im Osten Innsbrucks, im Bereich der Kläranlage, hinzukommen.