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(v.l.) Stadtrat Ernst Pechlaner, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Stadtrat Mag. Gerhard Fritz, Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer mit Daniel Schennach (Obmann SchülerInnenbeirat), Eva Werlberger (MyInnsbruck Jugendbeirat),  Marie Grunicke (MyInnsbruck Jugendbeirat) und Susanne Meier (Kinder- und Jugendbüro Innsbruck).
(v.l.) Stadtrat Ernst Pechlaner, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Stadtrat Mag. Gerhard Fritz, Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer mit Daniel Schennach (Obmann SchülerInnenbeirat), Eva Werlberger (MyInnsbruck Jugendbeirat), Marie Grunicke (MyInnsbruck Jugendbeirat) und Susanne Meier (Kinder- und Jugendbüro Innsbruck).

Kinderfreundliches Innsbruck

Angebotspalette für Kinder und Jugendliche in Innsbruck breit gefächert

Innsbruck ist eine kinder- und familienfreundliche Stadt. Dies stellt das große Portfolio an Service und Angeboten unter Beweis, das dieser Generation im gesamten Stadtgebiet zur Verfügung steht. Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Stadtrat Mag. Gerhard Fritz und Stadtrat Ernst Pechlaner nahmen den bevorstehenden internationalen Tag der Kinderrechte (20. November), die MyInnsbruck Movie Night (21. November) und die Eröffnung des Hauses der Jugend (22. November) zum Anlass, um die städtischen Initiativen für Kinder und Jugendlichen gesammelt vor den Vorhang zu holen.

 

„Bereits in meiner Funktion als Kinder- und Jugendstadträtin habe ich mich mit Freude dafür eingesetzt, Innsbruck als kinder- und jugendfreundlichste Stadt Österreichs zu positionieren. Ein Besuch im Jahr 2006 in Stuttgart, das als Deutschlands kinder- und familienfreundlichste Stadt gilt, zeigte damals schon auf, dass in Innsbruck ganz ohne eigenes Konzept einiges vorhanden ist. In den letzten Jahren wurde vieles weiterentwickelt und verbessert, um noch mehr auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen im urbanen Raum einzugehen“, beschreibt Bürgermeisterin Oppitz-Plörer das breite Angebot und streicht die positiven Rahmenbedingungen in Innsbruck hervor.

„Jugendzentren und gezielte Initiativen zur Mitgestaltung und Mitbestimmung wie der ‚MyInnsbruck –Jugendrat‘, unterstützen vor allem Jugendliche, sich als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft wahrzunehmen“, streicht Vizebürgermeister Kaufmann den partizipativen Gedanken hervor.

„Im Rahmen der Kinder- und Jugendbetreuung wird der individuellen Entwicklung jedes einzelnen Kindes besonders viel Raum gegeben. Die Pädagoginnen und Pädagogen in den Kindergärten und Schülerhorten nehmen sich Zeit, um die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen und darauf zu reagieren“, so Stadtrat Pechlaner.

„Räume für Kinder und Jugendliche sind wichtig. Vor allem im öffentlichen Raum braucht es Plätze, die Möglichkeiten zur freien Gestaltung der Freizeit bieten und zulassen“, meint Stadtrat Fritz und nimmt Bezug auf den Planungsprozess zum Spielplatz Sieglanger.

 

Familien mit Kindern werden wertgeschätzt

Seit dem Jahr 2004 ist Innsbruck, als einzige österreichische Stadt, Mitglied im Vergleichsring „Familienfreundliche Stadt“, der einen interkommunalen Leistungsvergleich mit Städten ähnlicher Größe ermöglicht. Vergleiche im Jahr 2007 und 2011 haben der Tiroler Landeshauptstadt ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt. Dennoch versteht die Innsbrucker Stadtregierung dieses Ergebnis auch als Auftrag, das positive Klima und die Rahmenbedingungen für Familien noch weiter zu fördern.

Insgesamt kommen in einem Jahr ca. 2.500 Kinder in Innsbruck zur Welt. Rund 40 % davon sind mit Innsbruck als Wohnsitz vermerkt. So wurden im Jahr 2013 983 Innsbrucker Kinder geboren: 480 Mädchen und 503 Buben. Seit Juni 2014 überreichen die MitarbeiterInnen in Standesamt und Meldeamt allen Innsbrucker Eltern, die ihr Neugeborenes anmelden, eine Dokumentenmappe im kindgerechten Design als Neugeborenen-Geschenk.

Initiative Peterle hilft – Ein Netzwerk für die Kinder unserer Stadt

Vor neun Jahren wurde von der Stadt die Initiative „Peterle hilft“ ins Leben gerufen, die ein deutliches Zeichen für die Kinderfreundlichkeit in Innsbruck setzt. Rund 280 Wirtschaftstreibende und Geschäftsleute unterstützen dieses Projekt und signalisieren mit dem „Peterle hilft“-Aufkleber, Kindern bei ihren kleinen und größeren Problemen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

 

Innsbrucker Familienkalender Im Rahmen der Innsbrucker Familienbefragung 2009 äußerten über 80% der teilnehmenden Familien den Wunsch nach übersichtlichen Informationen zu Familienveranstaltungen. Diese Anregung wurde im Rahmen des Innsbrucker Familienkalenders aufgegriffen. Er bietet seit 2010 eine Übersicht über Veranstaltungen für diese Altersgruppe, erscheint vier Mal jährlich und wird an alle Innsbrucker Kinder zwischen vier und zehn Jahren versandt.

Kinder- und Jugendinitiativen in Innsbruck

Unter diesen Bereich fallen der Innsbrucker Ferienzug, der TeenXpress, das OJA-Netzwerk, die MyInnsbruck Movie Night, MyInnsbruck Jugendrat und das „Haus der Jugend“ in der ehemaligen Hungerburgtalstation.

Innsbrucker Ferienzug

Der Innsbrucker Ferienzug wird seit 1988 vom Referat Kinder- und Jugendförderung in Zusammenarbeit mit privaten Organisationen und Vereinen organisiert und durchgeführt. Der Ferienzug bietet Kindern- und Jugendlichen im Alter von vier bis 14 Jahren in den Semesterferien, Osterferien sowie in den Sommerferien die Möglichkeit, Neues auszuprobieren und kennen zu lernen.

 

Innsbrucker TeenXpress

Mit dem Innsbrucker TeenXpress hat das Referat im Jahr 2010 mit einem erweiterten Programmangebot für 10 bis 13-Jährige auf die gestiegene Nachfrage der Heranwachsenden reagiert.

 

OJA Innsbruck

Die OJA – Offene Jugendarbeit Innsbruck ist ein Netzwerk mit dem Ziel eine bessere Kooperation zwischen den Innsbrucker Jugendzentren herzustellen und dient als Diskussionsplattform des gegenseitigen Informations- und Erfahrungsaustausches. Dadurch können gemeinsame Projekte effizienter koordiniert werden. Sie wurde 2011 ins Leben gerufen und tritt regelmäßig, vier Mal pro Jahr, zusammen. Einmal jährlich findet eine gemeinschaftliche Jugendaktion statt.

 

MyInnsbruck Movie Night

Die Movie Night ist die neue Jungbürgerfeier für Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren – eine jährliche Veranstaltung um gemeinsam den Weg ins Erwachsenenleben, in gemütlicher Atmosphäre zu feiern. Die diesjährige Movie Night 2014 findet am 21. November im Metropol Kino statt. Auf dem Programm steht der letzten Teil der erfolgreichen „Tribute von Panem“-Filme.

 

MyInnsbruck Jugendrat

MyInnsbruck steht für Mitbestimmung und Jugendbeteiligung für Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren. Damit soll Jugendlichen Grundlegendes zu ihrem Leben in Innsbruck vermittelt und eine zeitgemäße Möglichkeit zur engagierten Auseinandersetzung mit kommunalen Themen angeboten werden.

 

Der MyInnsbruck Jugendrat tritt seit 2014 unter der Leitung von Susi Meier (Kinderbüro) regelmäßig zusammen und präsentierte im Mai seine ersten Ergebnisse. Ein erstes Ergebnis der Arbeit: Stellungnahme des Jugendrates im Gemeinderat zum Thema rauchfreie Spielplätze.

 

„Haus der Jugend“

Ein weiterer Beweis dafür, dass Jugendlichen in Innsbruck einiges an Gestaltungsfreiraum zugestanden wird, ist das „Haus der Jugend“. Am Areal der Hungerburg Talstation wurde als Zwischennutzung der ehemaligen Hungerburgbahn Talstation ein Begegnungs- und Veranstaltungsort für Jugendliche geschaffen. Dessen Verwaltung und Verantwortung liegt zentral beim 2011 gegründeten Innsbrucker SchülerInnenbeirat.

 

Über die Sommermonate wurde das Gebäude der Hungerburg Talstation von der Innsbrucker Immobiliengesellschaft baulich adaptiert und die Jugendlichen legten selbst Hand bei der Ausgestaltung an. Am 22. November findet nun die offizielle Eröffnung statt.

 

Breites Betreuungsangebot im gesamten Stadtgebiet

Insgesamt werden in städtischen Kindergärten und Schülerhorten rund 2.500 Kinder betreut. In allen 37 Betrieben wird ein Mittagstisch angeboten, der von 1.250 Kindern und Jugendlichen angenommen wird (pro Essen 3,50 Euro). In Innsbruck wird zudem eine ganzjährige Ferienbetreuung (2 Schließwochen) geboten. Im Sommer sind 13 Betriebe geöffnet.

In den 27 Kindergärten werden aktuell 1975 Kinder betreut. Es werden 13 alterserweiterte Gruppen geführt und es existieren drei Integrationsgruppen. Eine Besonderheit stellen Kindergärten mit erweiterten Öffnungszeiten dar: Derzeit werden drei Standorte von 06.30 Uhr bis 18:00 Uhr angeboten. Darüber hinaus werden zwei Kindergartenversuche „Führung einer Kindergartengruppe mit unter Dreijährigen…“ durchgeführt.

Im Rahmen der sprachlichen Förderung werden 117 Gruppen mit insgesamt 540 Kindern in Kooperation mit der VHS Innsbruck von zehn SprachförderpädagogInnen

begleitet. Zusätzlich werden die Projekte „Griffbereit“ und „Rucksack“ realisiert.

Sie richten sich an Eltern und Kinder mit und ohne Migrationshintergrund unter direkter Einbeziehung der Eltern. Eine muttersprachliche ElternbegleiterIn wohnt dabei den kontinuierlich stattfindenden Elterntreffen bei.

 

Kosten für Kindergärten und Schülerhorte

Die Betreuung von Zwei bis -Vierjährigen bis 14:00 Uhr beläuft sich auf 34 Euro pro Monat und ganztags 59 Euro pro Monat; Vier- bis Sechsjährige bis 14:00 Uhr werden kostenlosbetreut, ganztags entfallen 29 Euro pro Monat .

An den zehn Schülerhortstandorten werden rund 600 Kinder betreut. Die Kosten

belaufen sich für bis zu zwei Tage die Woche auf 40,60 Euro pro Monat. Für drei bis fünf Tage sind 60 Euro im Monat zu bezahlen.

Ab dem Kindergartenjahr 2015/2016 geht die Stadt Innsbruck hier noch einen Schritt weiter: Für alle Innsbrucker Kinder ab dem zweiten Lebensjahr wird der halbtägige Besuch eines städtischen Kindergartens betragsfrei.

 

Kinderspiel-, Sport- und Skateplätze zur Freizeitgestaltung

In Innsbruck existieren insgesamt 78 Parkanlagen mit Spiel- und Liegemöglichkeiten, die Großteils vom städtischen Amt für Grünanlagen und teilweise vom Forstamt der Stadt Innsbruck verwaltet werden. Davon sind 66 reine Spielplätze unterschiedlicher Größe. Die restlichen 12 sind Spiel- und Liegewiesen, Sport- oder Skateplätze ohne klassischen Spielplatz. (Die vom Sportamt verwalteten Sportplätze nicht mit eingerechnet.) Die klassischen Spielplätze haben zusammen ungefähr eine Fläche von 245.000 m² (wenn man die restlichen zwölf Anlagen hinzurechnet, kommt man grob auf 300.000 m²).

 

Bürgerbeteiligung Spielplatz Sieglanger

Der Spielplatz im Sieglanger wird erweitert. Hier wird ein Pilotprojekt umgesetzt: Der Planungsprozess wird mit dem externen Planungsbüro co:retis und mit einer Bürgerbeteiligung durchgeführt. Start war im Sommer 2014. Die Abwicklung erfolgte auf Grundlage der Methode der Spielleitplanung, die die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt rückt. Der Schwerpunkt liegt einerseits auf den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen, andererseits auf der Erhaltung und Verbesserung des Lebens- und Wohnumfeldes von jungen Menschen. Das Einbeziehen der BürgerInnen und vor allem der Kinder und Jugendlichen stärkt im Allgemeinen die Akzeptanz und verringert die Vandalismusbereitschaft.

In der Spielleitplanung geht es nicht nur um die reine Neugestaltung des Spielplatzes. Für den Sieglanger wird zusätzlich ein Konzept für den ganzen Stadtteil erarbeitet. Im Rahmen eines Spielraumkonzeptes wurde insgesamt die Spiel- und Freiraumsituation im Stadtteil und deren Vernetzung betrachtet. Inhaltlich geht es darum herauszufinden, welche Flächen im öffentlichen Raum sich zukünftig für Spielplätze eignen und fußläufig miteinander verbunden werden können.

 

Allgemeines zur UN-Konvention über die Rechte des Kindes (KRK)

Es gibt die vier Grundprinzipien Gleichbehandlung, Kindeswohl, Existenzsicherung und Mitbestimmung. Dies bedeutet, dass die Kinderrechte allen Kindern und Jugendlichen die gleichen Rechte, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Abstammung, Religion usw. garantieren. Weiters bedeutet es, dass bei allen Maßnahmen, die Kinder und Jugendliche betreffen, deren Wohl berücksichtigt werden muss. Darüber hinaus haben Kinder ein Recht auf Leben, Überleben und Entwicklung bzw. darauf dass sie ihre Meinung bei allen Entscheidungen, die sie betreffen, äußern dürfen und diese Berücksichtigung findet.

Die KRK wurde am 20. November 1989 von der Vollversammlung der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen angenommen. Die KRK sichert jedem Kind bis zum 18. Lebensjahr persönliche, wirtschaftliche und kulturelle Rechte zu. Die Kinderrechtekonvention wurde von allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen mit Ausnahme von Somalia, dem Südsudan und den USA ratifiziert und gilt damit als der erfolgreichste Völkerrechtsvertrag aller Zeiten.

Nach einem Beschluss des österreichischen Nationalrates ist am 5. September 1992 die Kinderrechtekonvention in Österreich formal in Kraft getreten. Der Nationalrat hat am 20. Jänner 2011 sechs zentrale Bestimmungen der Konvention in das Bundesverfassungsgesetz aufgenommen. Im Dezember 2013 wurde das Kinderrechte Monitoring Board als unabhängiges Beratungsgremium eingerichtet. Das Innsbrucker Kinderbüro als Lobby für Menschen bis 14 Jahren ist gemeinsam mit anderen NGOs im Expertengremium vertreten. (KR)