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Die SchülerInnen und Vizebürgermeister Christoph Kaufmann nahmen auf einer Bank Platz. Darla zeigte Barbara Tschann einen freien Sitzplatz dazwischen.
Die SchülerInnen und Vizebürgermeister Christoph Kaufmann nahmen auf einer Bank Platz. Darla zeigte Barbara Tschann einen freien Sitzplatz dazwischen.

Blindenhund Darla sensibilisiert SchülerInnen

Barbara Tschann besuchte mit Hündin Darla die VS Neu Arzl.

Die SchülerInnen der Volksschule Neu Arzl erlebten vor Kurzem einen besonderen Schultag. Sie bekamen Besuch von Mag.a Barbara Tschann und ihrem Hündin Darla von Flashway. Die blinde Juristin veranschaulichte den Kindern im Turnsaal der Schule, wie sie ihr Leben meistert. Hündin Darla ist ihre treue Begleiterin und assistiert im Alltag.

Vizebürgermeister Christoph Kaufmann kam als Zuschauer ebenfalls in den Turnsaal und zeigte sich fasziniert von der Leichtigkeit, mit der Barbara Tschann durchs Leben geht: „Frau Tschann gebührt wirklich Respekt, sie ist eine sehr starke und selbstbewusste Frau. Für die Schülerinnen und Schüler sind Barbara Tschann und Darla wirkliche Vorbilder. Ihr Besuch ist eine wertvolle Erfahrung.“

Hilfe des ÖRD

Unterstützt wird die blinde Juristin von der Organisation „Österreichische Rettungsdienst Bundesorganisation für Rettungshunde und Therapiehunde“ (ÖRD). Sie half bei der Vermittlung und Finanzierung von Darla. Der Labrador-Retriever wurde von Karlheinz Ferstl im Burgenland trainiert und ausgebildet. Tschann und Darla besuchen immer wieder gemeinsam mit Michael Föger vom ÖRD Schulen, um Kinder zu sensibilisieren. „Es ist wichtig, dass man einen Blindenhund auf der Straße nicht einfach zu sich ruft oder die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Der Hund arbeitet und muss aufpassen“, erzählt Tschann. Eine weitere Besonderheit von Darla ist es, dass sie auf Tschanns Sohn gut aufpasst, „das kann ein Blindenstock nicht“, betont die junge Frau.

Die 42 SchülerInnen der 2c- und 3b-Klassen sowie ihre LehrerInnen und Vizebürgermeister Kaufmann verfolgten die Erzählungen und Vorführungen von Barbara Tschann und Darla mit größter Aufmerksamkeit. Sie wurden auch in die Übungen eingebunden und bekamen so ein Bild von der täglichen Arbeit des Duos aus Scharnitz.

Soziales Projekt

Die ÖRD Bundesorganisation für Rettungs- und Therapiehunde spornt die Menschen, denen von so vielen Einzelpersonen und Einrichtungen geholfen wurde, an, etwas an die Gesellschaft wieder zurück zu geben. Sodass die Bemühungen und Energien um eine einzelne Person, in diesem Fall einen einzelnen Blindenführhund, nicht wie in einer Sackgasse enden. Dies ist etwa mit einem Dominostein zu vergleichen, der eine Kettenreaktion auslösen soll oder mit einem Stein der ins Wasser fällt und viele positive Kreise zieht, wovon viele Menschen profitieren dürfen.

So schlug der ÖRD vor, im Rahmen eines sozialen Projektes, gemeinsam ihren Blindenführhund und seine Wichtigkeit der Öffentlichkeit bewusst zu machen. Begonnen werden sollte hier bei den Kleinsten, den Kindern. Da Barbara selbst alleinerziehende Mutter ist und Kinder über alles liebt, war sie sofort mit Begeisterung dabei.

Jeder Besuch ist etwas Besonderes

"Aufgrund Barbaras freundlichem Wesen und ihrer Spontanität und der Erfahrung des ÖRD, der auf etliche Besuche und Vorführungen der Rettungshunde in Heimen und Schulen zurückblicken kann, kam diese Vortragsreihe zustande", erklärt Michael Föger, der die Schulbesuche organisiert. Er schwärmte von Frau Tschanns kindgerechten Erklärungen und ihrem liebevollen Umgang mit den SchülerInnen. "Jeder Besuch ist etwas ganz Besonderes." (SAKU)

Details zum Projekt „BO Assistenzhunde“:

Österreichische Rettungsdienst Bundesorganisation für Rettungshunde und Therapiehunde

Tel.: +43 650 3055155

Email: anfragen@oerd.at

Vizebürgermeister Christoph Kaufmann (Bildmitte) war beim Besuch von Barbara Tschann und Hündin Darla in der Volksschule Neu Arzl dabei.
Vizebürgermeister Christoph Kaufmann (Bildmitte) war beim Besuch von Barbara Tschann und Hündin Darla in der Volksschule Neu Arzl dabei.