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Natur trifft auf "alpin-urban": Bunt blühende Inseln wie diese werden schon bald im gesamten Stadtgebiet zu finden sein.
Natur trifft auf "alpin-urban": Bunt blühende Inseln wie diese werden schon bald im gesamten Stadtgebiet zu finden sein.

„Biodiver©ity“ schafft grüne Oasen im Stadtgebiet

Der Aufgabe, urbane Strukturen mit natürlichen, blühenden Lebensräumen zu vernetzen, hat sich das Schulprojekt „Biodiver©ity“ verschrieben. SchülerInnen der Tiroler Fachberufsschulen schaffen wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen und tragen gleichzeitig zur Verschönerung des Stadtbildes bei. Das Projekt, welches im Herbst 2014 gestartet wurde, soll die Natur zurück in die Stadt holen und auf lokaler Ebene ein Zeichen setzen – für Artenvielfalt und gegen den weltweiten Verlust der Biodiversität.

Stadtrat Mag. Gerhard Fritz weiß: „Dieses einzigartige Projekt nimmt in unserer Landeshauptstadt eine Vorreiterrolle ein. Es dient nicht nur dem Umweltschutz und der Artenvielfalt, sondern unterstützt gleichzeitig die Lehrlinge in ihrer Ausbildung, rückt den hohen Ausbildungsstand und den Wert der Facharbeit ins öffentliche Bewusstsein und attraktiviert den Lebensraum der Innsbruckerinnen und Innsbrucker.“

 

An dem Projekt beteiligen sich die TFBS (Tiroler Fachberufsschule) für Garten, Raum und Mode, die TFBS für Bautechnik und Malerei sowie die TFBS St. Nikolaus. Unterstützt werden die SchülerInnen von der Stadt Innsbruck und der Tiroler Landesumweltanwaltschaft.

 

Innerstädtische Biotope

Öffentliche Flächen werden von den Lehrlingen unter ökologischen Gesichtspunkten bepflanzt und bieten so einer Reihe an Tieren und Pflanzen einen Lebensraum. Die trittsteinartig miteinander vernetzten Kleinlebensräume bieten Insekten ideale Rückzugsmöglichkeiten und fördern den biologischen Austausch im betreffenden Stadtgebiet. Doch nicht nur bereits bestehende städtische Grünflächen werden neu gestaltet: An verschiedenen Plätzen der Landeshauptstadt (Landesmuseum, Landestheater, Franziskanerplatz) ist die Errichtung weiterer künstlicher Lebensräume vorgesehen. Die „grünen Inseln“ werden mit Informationstafeln versehen und bieten Interessierten wichtige Einblicke in die Projektinhalte und -ziele.

 

Gemeinsam für ein grünes Stadtbild

Die geplanten Inseln wurden von SchülerInnen der TFBS für Bautechnik und Malerei angefertigt, Unterstützung erhielten sie dabei von der Firma AFS, welche die angefertigten Pflanzgefäße liefert. Um die Pflege der Grünflächen kümmern sich die angehenden LandschaftsgärtnerInnen der TFBS für Garten, Raum und Mode mit Unterstützung des Vereins N.E.u.E. Dessen BiologInnen werden die laufende Pflege übernehmen und der Öffentlichkeit mehrmals pro Saison Rede und Antwort zum Thema „urbane Vielfalt“ stehen. Darüber hinaus dokumentieren und evaluieren StudentInnen der Leopold-Franzens-Universität die gesetzten Maßnahmen im Rahmen von Diplomarbeiten. 

 

Termine rund um’s Grüne

All jene, denen Natur und Vielfalt in der Stadt ein Anliegen sind, sollten sich den 15. April im Kalender rot markieren: Mit VertreterInnen der Politik, geladenen Ehrengästen und weiteren Schulen werden die Flächen im Rahmen einer kleinen Eröffnungsveranstaltung am Platz vor dem Landestheater um 11:00 Uhr der Öffentlichkeit übergeben. Um 20:00 Uhr wird in der Bäckerei – Kulturbackstube eine Gesprächsrunde mit ExpertInnen aus Forschung, Bildung und Verwaltung stattfinden. KS