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Bei der Abschlussveranstaltung zum Begleitprozess vernetzten sich die MühlauerInnen.
Bei der Abschlussveranstaltung zum Begleitprozess vernetzten sich die MühlauerInnen.

MühlauerInnen engagieren sich für eigenen Lebensraum

Fünf Projektgruppen entstanden während der Begleitphase im Bürgerbeteiligungsprozess Mühlau.

Mit dem Ende der Begleitphase im Bürgerbeteiligungsprozess Mühlau sind die Weichen für die Detailarbeit gestellt. Fünf Projektgruppen mit jeweils vier bis fünf AnsprechpartnerInnen haben sich gegründet. Die ressortführenden StadträtInnen nehmen sich nun der Anliegen an, nachdem der Abschlussbericht dem Stadtsenat vorgelegt und einhellig zur Kenntnis genommen wurde. „Es ist wichtig, dass sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Stadtentwicklung beteiligen. Die Stadt braucht Ansprechpersonen, damit die Ideen vor Ort gemeinsam umgesetzt werden können. Ich freue mich, dass der Prozess in Mühlau so erfolgreich ist und dass sich so viele engagierte Partnerinnen und Partner gefunden haben“, betont Innsbrucks Stadtoberhaupt, Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Arbeitsplattform Mühlau als Schnittstelle

Mesut Onay, der Vorsitzende des Ausschusses für Bürgerbeteiligung, die Ausschussmitglieder Mag.a Uschi Schwarzl und Lorenz Jahn waren bei der Abschlussveranstaltung zum Begleitprozess dabei. Onay betonte, dass nach Ende der Begleitphase der Weg in der Stadtteilentwicklung „ab jetzt gemeinsam weitergeht. Zusammenleben ist kein Konsumgut, es ist uns ein Anliegen, dass die Stadt mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammenarbeitet“. Der Startschuss in Mühlau fiel im vergangenen Jahr mit einem sehr gut besuchten BürgerInnenrat. Seither ist viel passiert, wie die Prozessbegleiterin Ulrike Amann und ihr Kollege Georg Mahnke resümierten: „Bis heute haben sich große Themen, die gesammelt wurden, immer mehr verdichtet und wir haben konkrete Vorschläge für Projekte. Der Beteiligungsprozess ist wirklich ein großer Erfolg“, sind sich die beiden einig.

Die fünf Projektgruppen – „bauliche Infrastruktur“, „Grüner Lebensraum“, „Begegnung und Projekte“, „Verkehr und Raumordnung“ und „Kommunikation“ haben bei der Abschlussveranstaltung vergangene Woche Ziele gesetzt und die jeweiligen AnsprechpartnerInnen ernannt. Zudem sind die Gruppen in der Interessensgemeinschaft Mühlau vertreten. „Die Idee ist, dass wir uns zwei Mal im Jahr treffen, um uns über den Fortschritt in den Projektgruppen auszutauschen. Auch die Vereine sind in die Interessensgemeinschaft Mühlau eingebunden – so hat der Stadtmagistrat ein großes Gremium, das als Schnittstelle fungiert“, betonte Mag. Raimund Eberharter in Vertretung des erkrankten Obmanns der DorfWerkStatt Manfred Liebentritt.

Umsetzung benötigt Zeit, erste Erfolge sichtbar

Die knapp vierzig anwesenden MühlauerInnen waren sich einig, dass man durch den Prozess bei der Stadt mit den Anliegen aus dem Stadtteil Gehör gefunden habe. Wichtig sei es nun, dran zu bleiben. Im bisherigen Bürgerbegleitprozess konnten die MühlauerInnen auch bereits Ergebnisse erzielen: In der Anton-Rauch-Straße steht eine Geschwindigkeitskontrolle und an der Bushaltestelle gibt es mittlerweile einen Fahrscheinautomaten. Schritt für Schritt wird ihr Stadtteil attraktiver und so wollen sich zahlreiche BürgerInnen auch nach dem Ende der Begleitphase engagieren. Die Umsetzung mancher Ideen und Themen wird in die kommenden Jahre hineinreichen.

MühlauerInnen, die keine Zeit hatten an der Veranstaltung teilzunehmen, bekommen über die Homepage muehlau.gemeinde21.org aktuelle Informationen. Außerdem wird in den kommenden Wochen eine Projektzeitung an alle Mühlauer Haushalte verschickt.

Vorzeigebeispiel der Bürgerbeteiligung

Die Bürgerbeteiligung ist eine Vereinbarung der Innsbrucker Stadtregierung im Regierungsübereinkommen 2012 bis 2018. Auch in anderen Stadtteilen, wie Vill, Anpruggen und Hötting West redeten BürgerInnen bereits aktiv an der Entwicklung mit. In Anpruggen (Stadtteile St. Nikolaus und Mariahilf) beispielsweise sind knapp zwei Jahre nach Abschluss des Begleitprozesses Ergebnisse sichtbar. Lorenz Jahn betonte beim Prozess in Mühlau: „Es braucht ein bisschen Geduld bis Ideen umgesetzt werden, so sehen wir nun beim Anpruggen-Prozess nach über einem Jahr erste Schritte. Umsetzung und Planung benötigt eben seine Zeit.“ (SAKU)