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Starkes Team für ein ereignisreiches Baustellenjahr

Einblick in das Baustellenprogramm 2016

Als lebendige Stadt entwickelt sich die Tiroler Landeshauptstadt ständig weiter. Zahlreiche Großprojekte sind im Entstehen und auch im Bereich des Tiefbaus stehen einige Adaptierungen, Realisierungen und Optimierungen auf dem Programm. Um die Behinderungen durch die notwendigen Baustellen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten, ist eine gemeinsame Koordination, Abstimmung und Planung aller beteiligten Betriebe und Unternehmen unumgänglich. Dies ist der Stadt Innsbruck, der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB), den Innsbrucker Verkehrsbetrieben (IVB) und der TIGAS bewusst. Wöchentliche Abstimmung sowie ein konkreter Jahresplan, der bereits im Vorjahr abgestimmt wurde, stellen die Pfeiler der Zusammenarbeit dar.

Baustellenkoordination: gemeinsam statt einsam

„Baustellen sind im persönlichen Alltag oft mit Einschränkungen verbunden. Doch keine Baustelle ist umsonst. Schlussendlich sorgen die Ergebnisse in der Regel für eine Erleichterung, Verbesserung und oft auch für eine Verschönerung des Ist-Zustandes. Hin und wieder sind Arbeiten speziell im Bereich des Tiefbaus natürlich auch notwendig, um die Sicherheit der Bevölkerung sowie eine funktionierende Infrastruktur künftig gewährleisten zu können“, erläutert Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider. „Durch die Zusammenarbeit von IVB, IKB, TIGAS und der Stadt Innsbruck fließen verschiedene Kompetenzen, Ansatzpunkte und Ideen zusammen, die für eine möglichst reibungslose, unkomplizierte und schnelle Durchführung der Bauarbeiten sorgen.“

Auch IKB-Vorstandsvorsitzender DI Harald Schneider sieht die Notwendigkeit kontinuierlicher Arbeiten: „Die IKB stellt sicher, dass die Innsbruckerinnen und Innsbrucker rund um die Uhr verlässlich mit Wasser und Strom versorgt werden und dass die Abwasserentsorgung über die Kanalisation jederzeit funktioniert. Damit die hohe Versorgungssicherheit auch in Zukunft bestehen bleibt, müssen wir immer wieder an den Leitungssystemen arbeiten. Diese Bautätigkeiten haben mitunter auch Beeinträchtigungen für Anrainer, Passanten und den Verkehr zur Folge. Das Gute daran: Nach der Baustelle ist die Standortqualität höher und auch das Straßenbild meist schöner“.

Für die IVB steht auch das neue Jahr ganz im Zeichen der Straßen-/Regionalbahn: „Es ist schön zu sehen, wie ein Projekt Stück für Stück wächst. Die Unterstützung der Finanzierungsgeberinnen und -geber und politisch Verantwortlichen bei Stadt und Land macht dies überhaupt erst möglich. Ein entscheidendes Kriterium für den Erfolg eines Großprojektes“, erklärt IVB-Geschäftsführer DI Martin Baltes: „2015 konnten wieder große Bauabschnitte der Straßen-/Regionalbahn umgesetzt werden. Wir hoffen, das Projekt, gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern, in den nächsten fünf Jahren erfolgreich abschließen zu können. 2016 wird der Ausbau weiter intensiviert, und eine weitere Teilstrecke bis Technik West mit Ende 2017 in Betrieb genommen. Durch optimale Planungsschritte wie z.B. in der Viktor-Franz-Hess-Straße können Arbeiten vorgezogen werden und somit die Baustellenbeeinträchtigung der Anrainerinnen und Anrainer wesentlich verringert werden. Die Planungen im Osten der Stadt laufen ebenfalls schon an. Mit Ende 2018 soll die erste Tram ins O-Dorf fahren.“

Was steht 2016 an?

Ein beispielhafter Überblick über die bevorstehenden Bautätigkeiten macht die Notwendigkeit der optimalen Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten noch deutlicher.

Generalsanierung der Riedgasse

Die Riedgasse wird generalsaniert, nicht nur an der Oberfläche, sondern auch in Bezug auf das unterirdische Leitungsnetz, das die Versorgungssicherheit für die Stadtteile Hötting und Hungerburg für die nächsten Jahrzehnte sicherstellt. Dabei arbeiten die Stadt Innsbruck und die IKB eng zusammen. Ab März 2016 erneuert die IKB den Abwasserkanal und saniert das Stromnetz. Nach Abschluss der unterirdischen Arbeiten wird oberirdisch seitens der Stadt die Straße teilweise neu gestaltet und der Straßenaufbau erneuert.

Die Erneuerung der Riedgasse wird seit längerem in Kooperation aller Leitungsbetreiber mit der Stadt Innsbruck vorbereitet. Terminlich sind die Arbeiten mit den sonstigen Bauarbeiten in der Innenstadt abgestimmt. Die Bauzeit wird rund drei Jahre betragen. Während der Bauphasen wird die Riedgasse für den Durchzugsverkehr und den öffentlichen Verkehr gesperrt. In den Wintermonaten wird eine Baupause eingelegt. Während dieses Zeitraumes erfolgt die Verkehrsführung so wie sie heute besteht. Die AnrainerInnen werden laufend über die Arbeiten informiert.

Großprojekt Straßen-/Regionalbahn im Fokus

Bis 2018 sollen die innerstädtischen Arbeiten des Großprojektes Straßen-/Regionalbahn beendet sein. Um dieses Ziel zu erreichen, werden an unterschiedlichen Bereichen im Stadtgebiet Bautätigkeiten umgesetzt.

So werden etwa die Gleis- und Straßenbauarbeiten auf der alten Kranebitter Allee bis zur Technikerstraße fortgeführt. Im Bereich des Vögelebichl wird bis Ende Oktober die Fuß- und Radwegunterführung fertiggestellt. Voraussichtlich ab Februar beginnen Leitungsbauarbeiten in der Technikerstraße ab der Viktor-Franz-Hess-Straße bis zum SeniorInnenwohnheim Lohbach. Das Ende dieser Tätigkeiten ist mit Anfang September festgesetzt. In der Viktor-Franz-Hess-Straße werden zurzeit die Leitungsumlegungen durch die IKB fortgesetzt, im Juli 2016 startet schließlich die IVB mit dem Gleis- und Straßenbau. Ebenfalls Arbeiten für den Gleis- und Straßenbau finden von März bis Ende des Jahres in der Lang- und Pembaurstraße sowie von April bis Ende Oktober in der Peerhofstraße statt. Im Frühjahr starten darüber hinaus Leitungsbauarbeiten in der Reichenauer Straße zwischen Pembaurstraße und Radetzkystraße. Mit Jahresende sollen auch diese Arbeiten beendet sein.

Umfangreiche Arbeiten für den „Sammler West“

Ab 18. Jänner bis Juli 2016 verlegt die IKB von der Kreuzung Innbrücke bis über den Marktplatz neue Ver- und Entsorgungsleitungen für Kanal, Wasser und Strom. Im Zuge dieser umfangreichen, technisch herausfordernden Arbeiten verlegt die TIGAS neue Gasleitungen und stellt die Fernwärme-Verbindung (siehe nachfolgenden Punkt) her. In beiden Fahrtrichtungen bleibt am Innrain wie bisher in jede Richtung eine Fahrspur für den Verkehr frei. Auch die Zufahrten zu den Tiefgaragen und zur Markthalle bleiben bestehen. Stadtauswärts in Richtung Congress ist das Links-Abbiegen über die Innbrücke nicht möglich. Stadteinwärts vom Congress kommend kann weder rechts auf die Innbrücke noch links in die Altstadt abgebogen werden.

Im Kreuzungsbereich Rechengasse/Innrain wird ein Verbindungsbauwerk für die Kanalisation errichtet. Stadtauswärts läuft der Verkehr ungehindert, stadteinwärts gibt es eine Umleitung über die Schöpfstraße und die Innerkoflerstraße. Zudem entsteht als aktive Maßnahme zum Hochwasserschutz an der nordwestlichen Ecke des Marktplatzes ein neues Hochwasserpumpwerk. Der Tiefbau wird ab April 2016, der Hochbau im Jahr 2017 errichtet. Die Arbeiten sind ein weiteres Teilstück des Abwasserkanals „Sammler West“, der die Abwässer in Richtung Kläranlage leitet. Er entlastet die Kanalisation der Altstadt und trägt zum Gewässerschutz bei.

Lückenschluss im Bereich Markplatz/Herzog-Otto-Ufer/Karl-Kapferer-Straße

Ein weiteres Projekt sorgt 2016 für den Lückenschluss der Fernwärmetransportschiene von Wattens bis zu der Tirol Kliniken GmbH. Während der erforderlichen Arbeiten entlang des Rad- und Gehweges am Herzog-Otto-Ufer werden RadfahrerInnen über den kürzlich für den Fahrradverkehr geöffneten Emile-Béthouart-Steg umgeleitet. In der Karl-Kapferer-Straße stehen für die Dauer der Bauarbeiten etwas weniger Parkplätze als bisher zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern errichtet die TIGAS dort eine regionale Fernwärmetransportschiene, um Wärme aus unterschiedlichen Wärmequellen verfügbar zu machen. Im Endausbau versorgt die Transportschiene mehr als 10.000 Haushalte zuverlässig mit kostengünstiger und umweltschonender Wärme.

Neue Wasserleitungen im Olympischen Dorf

Voraussichtlich ab Ende März verlegt die IKB neue Wasserleitungen in der An-der-Lan-Straße zwischen Schützenstraße und Kugelfangweg. Das Projekt ist Teil der Grauguss-Offensive der IKB: Dabei werden alte Graugussleitungen, die am Ende ihrer technischen Lebensdauer sind, gegen moderne Leitungen ausgetauscht. Die Planungsarbeiten sind derzeit am Laufen.

Griesauweg: Adaptierung vom Grabenweg bis Archenweg

Der Griesauweg in der Roßau ist derzeit weder zeitgemäß noch nutzungsgerecht. Außerdem ist sein bautechnischer Zustand altersbedingt und aufgrund der hohen Verkehrsfrequenz sanierungsbedürftig. Um eine entsprechende Erschließung des Gewerbegebietes Roßau zu ermöglichen wird der Griesauweg auf einer Länge von ca. 400m inklusive der Kreuzungen mit der Valiergasse, der Trientlgasse und dem Archenweg ausgebaut. Dabei entstehen unter anderem zwei Kreisverkehre und beidseitig werden Gehsteige angelegt. Baubeginn ist im Frühjahr, im Herbst 2016 soll das Projekt abgeschlossen werden.

Ausbau des nordseitigen Innrains zwischen Rechengasse und CCB

Auch im nördlichen Abschnitt des Innrains zwischen Rechengasse und dem Centrum für Chemie und Biomedizin (CCB) stehen 2016 Veränderungen an. Durch einen Ausbau des dortigen Bereichs entsteht stadteinwärts ein Busstreifen, der eine erhebliche Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs zur Folge hat. Der dort teilweise fehlende Gehsteig wird mit einem Grünsteifen und Bäumen ergänzt. Ein Fahrradstreifen, ein nordseitiger Parkstreifen sowie eine verbesserte Ampelanlage am Knoten Innrain/Schöpfstraße vervollständigen die Pläne. Nach Abschluss der Bautätigkeiten ist die Ausfahrt aus der Rechengasse in den Innrain nur mehr nach rechts (stadtauswärts) möglich. AA

Kontakt

Stadt Innsbruck

Anna Köll (Tiefbau – Planung)

Telefon: +43 512 5360 3180

Anna.Koell@magibk.at

 

Baustellenkoordinator Dr. Herbert Köfler

Telefon: +43 512 5360 3101

Herbert.Koefler@magibk.at

 

Innsbrucker Kommunalbetriebe AG

Ing. Mag. Eckart Pichler (Zentrale Technische Planung)

Telefon: +43 512 502 7440

eckart.pichler@ikb.at

Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH

Christa Pertl (Marketing)

Telefon: +43 512 5307 167 oder +43 699 15307 167

c.pertl@ivb.at

 

TIGAS-Erdgas Tirol GmbH

MMag. Paul Salchner (Marketing & Öffentlichkeitsarbeit)

Telefon: +43 512 58 10 84-25025

paul.salchner@tigas.at