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Zweisprachige Info-Tafeln am Spielplatz Kranebitten

Einhaltung der Grillordnung soll stärker überwacht werden.
(RMS) Der öffentliche Spielplatz am Rande des Stadtteils Kranebitten hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelt. Grund dafür ist die Möglichkeit, am weitläufigen Gelände zu grillen. Auch Familien mit Migrationshintergrund machen von diesem Angebot gerne Gebrauch.

Um die geltenden Verhaltensregeln für alle verständlich zu kommunizieren, hat die Stadt Innsbruck nun zweisprachige Hinweistafeln – in deutscher und türkischer Sprache – angebracht. Vizebürgermeister Franz X. Gruber informierte am 8. Juli gemeinsam mit der städtischen Integrationsbeauftragten Notburga Troger und Amtsvorstand Ing. Thomas Klingler (Grünanlagen) über die neuen Maßnahmen.

„Durch die Übersetzung leisten wir unseren Beitrag zu einem besseren Verständnis und damit zu einem besseren, respektvollen Umgang miteinander“, so Gruber. „Neben der fixen Grillstelle, die vor einiger Zeit hier installiert wurde, haben wir nun die Grillzone deutlich vergrößert, in der jeder auch mit dem eigenen Grillgerät bestens zu Werke gehen kann. Im Sinne der Anrainerinnen und Anrainer ist es aber unerlässlich, dass die geltenden Regeln der Park- und Grillordnung von allen Besucherinnen und Besuchern eingehalten werden. Es kann nicht sein, dass zum Beispiel mit dem Holz aus dem nahen Wald gegrillt wird oder die Spielflächen für die Kinder als Feuerstelle verwendet werden, wobei klar festgehalten werden muss, dass hier nicht nur Familien mit Migrationshintergrund die Schuld tragen.“

Strengere Überwachung vor Ort
Mehrere zweisprachige Hinweistafeln informieren nun am Spielplatz Kranebitten über die geltende Spielplatz- und Grillordnung, zusätzlich wurde türkischen Vereinen diese Verordnung auf Türkisch zur Verfügung gestellt. Diese haben die Initiative sehr gut aufgenommen.

Damit einhergehend soll die Einhaltung des Regelwerkes noch strenger überwacht werden. Sollten auch in Zukunft grobe Verstöße festgestellt werden, steht als letzte Konsequenz die Schließung der Grillflächen im Raum.

„Einzugsgebiet“ Tirol
„Die Gäste des Spielplatzes kommen nicht nur aus Innsbruck und Umgebung, sondern aus ganz Tirol – von Reutte bis Kitzbühel“, weist Integrationsbeauftragte Notburga Troger auf eines der Hauptprobleme vor Ort hin. „Es gibt in zu wenigen Tiroler Gemeinden entsprechende Grillflächen, daher ist Innsbruck ein beliebter Treffpunkt.“

Teilweise halten sich am Spielplatz Kranebitten bis zu 600 Menschen auf und grillen. Permanenter Grillgeruch und teilweise starke Rauchbildung, die speziell durch das unsachgemäße Verbrennen von Holz aus dem Wald entsteht, sind für die AnrainerInnen der nahen Wohnhäuser vor allem am Wochenende eine Belastung.

„Wir hoffen natürlich, dass die Maßnahmen Wirkung zeigen und Bestand haben“, freuen sich Hildegard Auer und Hansjörg Schiestl von der Initiative Lebensraum Kranebitten. „Es ist sicher nicht unser Ziel, die Mitbürgerinnen und Mitbürger zu vertreiben, aber die Landespolitik ist gefordert, mehr solche Flächen zu schaffen, denn die Nachfrage ist offensichtlich da.“
08. Juli 2011