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Zukunftsweisende Projekte

Campagnereiter-Areal und Wohnheim O-Dorf
Zwei große Bauprojekte wurden von Seiten der Stadt Innsbruck nun wesentlich vorangetrieben: Beim rund 80.000 m² großen Campagnereiter-Areal in der Reichenau fiel die Grundsatzentscheidung für die Wohn- und Sportanlagenbebauung und für das 118-Betten-Wohn- und Pflegeheim im O-Dorf steht das Siegerprojekt fest.

Reichenau: 300 neue Wohnungen und attraktive Freizeiteinrichtungen
„Ich freue mich, dass nach jahrelangen Vorbereitungen am für Freizeitgestaltung und Wohnbau so wichtigen Entwicklungsareal in der Reichenau nun die Umsetzung vorangetrieben werden kann“, erläutert die für Stadtentwicklung zuständige Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer. Nach langer politischer Willensbildung fällte der städtische Bauausschuss am 1. Dezember mehrheitlich den Grundsatzbeschluss für die Variante 2. Diese bedeutet die Neustrukturierung der gesamten, rund 80.000 m² großen Fläche. Die Sportanlagen sollen komplett neu errichtet und rund 300 Wohnungen gebaut werden. Die Studie wurde vom Institut für Städtebau und Raumplanung der Universität Innsbruck im Auftrag und in enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung und weiteren städtischen Ämtern ausgearbeitet.

Als wesentliche Charakteristika führt Stadtplanerin DA Erika Schmeissner-Schmid folgende Punkte an: „Die Wohnnutzung ist abseits der stark befahrenen Straßen an der Radetzkystraße angesiedelt, die Sportanlagen werden entlang der Reichenauerstraße und dem Langen Weg konzentriert und das Volkshaus wird als Stadtteilzentrum im Bereich Reichenauerstraße neu errichtet.“ Ruhiges Wohnen, neue Sport-, Grünanlagen-, Freizeit- und Bildungsinfrastruktur sowie eine Anbindung an die geplante Trasse der neuen Regionalbahn werten das Areal auf. „Davon profitiert die Bevölkerung des gesamten Stadtteils“, so Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer. In die weitere Entwicklung soll die Bevölkerung miteinbezogen werden. Zudem können jetzt anhand des vorliegenden Grundsatzbeschlusses konkrete Gespräche mit den Sportvereinen geführt werden.

O-Dorf: 118 Betten für SeniorInnen und neue Gestaltung der Promenade
Die Anforderungen eines 118-Betten-Hauses und der Gestaltung eines attraktiven öffentlichen Raums vereint der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbes für das Seniorenwohnheim im Olympischen Dorf. Die spezielle Herausforderung war, das Wohnheim in der An-der-Lan-Straße an die Innpromenade zu platzieren. „Wir haben uns die Standortwahl nicht leicht gemacht“, so Stadtplanerin DA Erika Schmeissner-Schmid. Die jahrelange Suche nach alternativen Standorten blieb ergebnislos. „Das Wohnheim sollte unbedingt im Stadtteil Olympisches Dorf errichtet werden, um der älter werdenden Bevölkerung einen Lebensabend in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen“, so Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer.

Um den vorhandenen Raum effizient zu gestalten, wurden an das Projekt spezielle Anforderungen gestellt: wenig Beeinträchtigungen der Grünanlage und Nutzung der naturnahen Lage mit Aussicht auf Grün und Wasser. 21 Architektenbüros nahmen am Wettbewerb teil. Das Siegerprojekt von ARTEC Architekten, Bettina Götz und Richard Manhal, spiegelt die Standortspezifika wider: Der Bau im Parkbereich ist großteils auf fünf bis acht Meter hohe Pfeiler aufgestelzt, sodass darunter ein durchgängiger Bereich mit öffentlich zugänglichem Heimcafé entsteht. Durch die geringe Baukörpertiefe entsteht im Durchgang ein attraktives, lichtdurchflutetes Ambiente. Die Grünfläche rundum wird aufgewertet und die Promenade näher ans Wasser geführt. Die 118 Zimmer des Wohn- und Pflegeheims sind mit schöner Aussicht zum Inn hin ausgerichtet, der Verwaltungsbereich Richtung An-der-Lan-Straße. Der Baubeginn ist für Winter 2012/13 geplant.

Nach der Präsentation des Siegerprojekts konnte sich die Bevölkerung im O-Dorf 3 über den Architektenwettbewerb informieren. Für Mitte Jänner hat die Stadtplanung gemeinsam mit den Architekten eine öffentliche Informationsveranstaltung für die Bevölkerung im Olympischen Dorf angekündigt.
05. Dezember 2011