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Würdevoller Abschied ohne soziale Unterschiede

Grabstätten der Einsamen
Am Pradler Friedhof und am Westfriedhof existieren seit mehreren Jahren „Grabstätten der Einsamen“: Diese im Auftrag der Stadt Innsbruck angelegten Plätze dienen als letzte Ruhestätte für die Urnen von Verstorbenen, deren Gräber entweder aufgelassen wurden oder die aus sozialen Gründen keine eigenen besitzen.
Am 5. Oktober wurden im Rahmen einer feierlichen Zeremonie am Pradler Friedhof und in Anwesenheit von Grünraumstadtrat Mag. Gerhard Fritz, Stadtrat Ernst Pechlaner und Gemeinderätin Gerda Springer mehrere Urnen im Grab der Einsamen beigesetzt.

„Viele der heute hier beigesetzten Innsbrucker Bürgerinnen und Bürger führten ein Leben jenseits des Wohlstandes“, so der für das Friedhofswesen zuständige Stadtrat Fritz. „In der Ewigkeit gibt es aber keine Unterschiede zwischen Arm und Reich, daher sollen auch sie mit einer würdevollen Feier bestattet werden.“

An der Feier, die in der Einsegnungshalle des Pradler Friedhofs stattfand, und an der anschließenden Beisetzung der Urnen im „Grab der Einsamen“ nahmen zahlreiche BürgerInnen und Friedhof-Referent Mag. Alexander Legniti teil.

Zunehmende Bedeutung der Feuerbestattung
Der Verein „Die Flamme“, vertreten durch Ehrenobmann Ing. Egon Obermayr und Obmann Richard Nedl, organisiert diese Bestattungsfeiern zweimal im Jahr – jeweils am ersten Donnerstag im März am Westfriedhof und am ersten Donnerstag im Oktober am Pradler Friedhof. Neben trostreichen Worten verwies Obmann Nedl in seiner Ansprache auch auf die zunehmende Bedeutung der Feuerbestattung. Als eine der ältesten menschlichen Bestattungsformen war diese einst vom Kirchenbann belegt. Seit 1963 sei die von der Zugehörigkeit von Religions- und Glaubensgemeinschaften unabhängige Kremierung auch aus christlicher Sicht erlaubt.

Innsbruck verfügt seit 1999 über ein von den Innsbrucker Kommunalbetrieben geführtes Krematorium im Süden des neuen Pradler Friedhofs.
04. Oktober 2012