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„Writer in Residence“ geht in die neunte Runde

Tsitsi Dangarembga nach Innsbruck eingeladen
Im Rahmen des Projektes „Writer in Residence“ des Institutes für Romanistik der Universität Innsbruck ist die Autorin Tsitsi Dangaremba noch bis 16. April zu Gast in Innsbruck. Das Projekt stellt eine Kooperation zwischen Stadt Innsbruck und Universität Innsbruck dar. Die Obfrau des gemeinderätlichen Kulturausschusses der Stadt Innsbruck, Gemeinderätin Dr.in Patrizia Moser, begrüßte die Autorin am 8. März im Rahmen einer Auftaktveranstaltung im Leokino.

„Mit diesem Schwerpunkt leistet die philologisch-kulturwissenschaftliche Fakultät einen wertvollen Beitrag zum kulturellen Leben der Landeshauptstadt Innsbruck“, so Gemeinderätin Moser.

„Writer in Residence“
Das Format „Writer in Residence“ wurde 2006 auf Initiative des Instituts für Romanistik als erstes seiner Art an einer österreichischen Universität ins Leben gerufen. Jeweils im Sommersemester wird eine Autorin oder ein Autor einen Monat lang nach Innsbruck eingeladen und bereichert sowohl die universitäre Vielfalt als auch das kulturelle Leben Innsbrucks.

Die Kosten für die Unterbringung der jeweiligen Autorin bzw. des jeweiligen Autors werden von der Stadt Innsbruck getragen. Im Rahmen der Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät werden für den Lehrauftrag 3.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Tsitsi Dangaremba
Die international renommierte Romanautorin, Dramatikerin und Filmemacherin wurde 1959 in Mutoko, Simbabwe (dem damaligen Rhodesien) geboren. Sie verbrachte einen Teil ihrer Kindheit in Großbritannien. Ihre Schulausbildung beendete Dangarembga in Afrika, bevor sie ein Studium in Cambridge begann, dieses jedoch 1980 für ein Psychologiestudium an der Universität von Harare aufgab. In den Jahren nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat sammelte sie erste schriftstellerische Erfahrungen, schrieb unter anderem die Dramen „The Lost of the Soil“ (1983) und „She No Longer Weeps“ (1984) und war an Produktionen einer Reihe von Theaterstücken beteiligt.

Ihren internationalen Durchbruch als Romanautorin feierte Tsitsi Dangarembga 1988 mit ihrem Erstlingswerk „Nervous Conditions“, das 1989 mit dem „Commonwealth Writers Prize“ ausgezeichnet wurde und als eines der wichtigsten Werke der afrikanischen Literatur gilt. Dangarembgas zweiter Roman „The Book of Not“ erschien 2006 und schließt inhaltlich an „Nervous Conditions“ an. Die Fortsetzung wird demnächst unter dem Titel „Chronicle of an Indomitable Daughter“ erscheinen.

Tsitsi Dangarembga hat sich aber auch als wegweisende sozialpolitisch engagierte Regisseurin und Filmproduzentin mit Werken wie „Everyone’s Child“ (1995), einem Film über Aids-Waisen, einen Namen gemacht. Nach ihrem Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin gründete sie das International Images Film Festival for Women (IIFF) in Harare und das Institute of Creative Arts for Progress in Africa Trust. Derzeit lebt sie in Harare und leitet die Produktionsfirma Nyerai Films. Auch Dangarembgas cineastisches Schaffen wurde mit einer Vielzahl international renommierter Preise und Auszeichnungen gewürdigt.
10. März 2014