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Wohnungsübergabe im O-Dorf III

Neue Heimat übergibt erste 65 Olympia-Wohnungen
Die 13 Gebäude für die 1. Olympischen Jugendwinterspiele in der Innsbrucker General-Eccher-Straße mit 444 Wohnungen werden nun Zug um Zug den wohnungssuchenden Innsbruckerinnen und Innsbruckern übergeben. Zur feierlichen Schlüsselübergabe der ersten Tranche mit 65 Eigentumswohnungen hatten die Geschäftsführer der Neuen Heimat Tirol, Dir. DI (FH) Alois Leiter und Prof. Dr. Klaus Lugger, neben den künftigen BewohnerInnen auch Innsbrucks Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer und Wohnbau- und Sportreferent, LHStv. Hannes Gschwentner eingeladen.

BM Oppitz-Plörer beglückwünschte die neuen „O-3erler“ zu ihrer attraktiven neuen Heimat: „Sie leben in zeitgemäßer Architektur, die gleichzeitig überaus wohnlich und energiesparend ist. Das 3. O-Dorf setzt den mit dem Lodenareal begonnen städtebaulichen Akzent in hervorragender Weise fort.“

LHStv. Gschwentner betonte auch als Wohnbauförderungsreferent, dass die WBF-Mittel hier besonders effizient eingesetzt wurden. Er strich nochmals die internationale Anerkennung des O-Dorfes hervor: „Die 1000 Sportler und das Internationale Olympische Comite waren höchst zufrieden. Dieses O-Dorf gilt mit seinem Passiv-Haus-Standard als Vorbild für weitere olympische Dörfer in aller Welt.“ Auch für die Wohnungssituation in Innsbruck stellt das O-3 eine immense Bereicherung dar: „Mit diesem Wohnkomplex entsteht in Innsbruck ein Stadtteil, der ungefähr gleich viele Einwohner wie der Ort Ried im Oberinntal beheimaten wird“, freut sich Gschwentner.

Lugger bestätigte dieses internationale Aufsehen: „Bis heute haben über 100 Delegationen aus aller Welt dieses größte Passivhaus-Geviert Europas besucht.“ Diese besondere Qualität findet ihre Fortsetzung auch in den Wohnungskosten. Lugger rechnet vor: „Eine 50 qm² große Mietwohnung kostet 360 € inklusive aller Nebenkosten, Heizung, Warmwasser und Tiefgarage.“

Leiter ist überzeugt, „dass die jungen Olympioniken unsere Energiesparbemühungen auch in ihre Heimatländer tragen werden. Die Gebäude haben laut Energieausweis einen Energiebedarf von 8 kWh je Nutzquadratmeter. Erfreulich ist,dass die jungen Sportler fast keine Schäden in den Wohnungen zurück gelassen haben.“

Lugger erinnerte daran, dass diese Liegenschaft ursprünglich ein Teil der Eugenkaserne war. „Nur durch den Zuschlag der Olympischen Spiele konnte dieses 26.302 qm² große Areal an die Stadt Innsbruck verkauft werden. Im Rahmen eines Bauträger-Wettbewerbes erwarb die NHT das gesamte Gelände. Die Architektenbüros Reitter/Eck&Reiter und dina4 gewannen den Architekten-Wettbewerb. Lugger: „Es gelang ihnen, dem ganzen Stadtteil einen olympischen Spirit einzuhauchen.“

Sportlich werden es auch die künftigen Bewohner nehmen können. Leiter: „Allein die Abstellräume für 900 Fahrräder und die unmittelbare Nähe des Fahrradweges an der Sill sowie die ausgezeichnete Anbindung an das Bus-Netz animieren dazu, die Autos stehen zu lassen.“

Nach der Rückgabe wurden alle Wohnungen neu ausgemalt und eventuelle Schäden behoben. Ebenso ziehen nun in vier weiteren Etappen die neuen BewohnerInnen ein.

Laut Leiter und Lugger ganz maßgeblich beteiligt am raschen Gelingen des O-Dorfes waren der Gemeinderat, der Stadtsenat, die Stadtplanung, die Baubehörde und die Wasserrechtsbehörde. Vor allem gelte dies auch der Wohnbauförderung des Landes.

Das enorme Bauvolumen von € 61,7 Mio. tat insbesondere auch der von der Wirtschaftskrise gebeutelten Bauwirtschaft gut. Der Ankaufspreis der Liegenschaft betrug 14,1 Mio. €. Bis Mitte April werden alle 444 Wohnungen übergeben (260 Mietwohnungen, 53 betreute Wohnungen der ISD, 62 Mietkaufwohnungen). Die neue Polzeiinspektion Reichenau wurde bereits im Dezember 2011 feierlich übergeben.
10. Februar 2012