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Wohnbebauung Langblock: So fügt sich das Stöcklgebäude in das Ensemble ein
Wohnbebauung Langblock: So fügt sich das Stöcklgebäude in das Ensemble ein

Wohnbebauung Langblock steht

Nachverdichtung des Innenhofes, MieterInnen in Planung eingebunden

Wohnraum ist in Innsbruck knapp und begrenzt. Aus diesem Grund wurde von der Innsbrucker Immobilien Gesellschaft (IIG) die Nachverdichtung bzw. Bebauung von Innenhöfen untersucht. Bebauungs- bzw. Besonnungsstudien ergaben, dass die Wohnbebauung des südlichen Innenhofs des Langblocks vertretbar ist. Bis Sommer 2017 entstehen hier 19 neue Wohnungen. MieterInnenbeteiligung wurde bei der Planung groß geschrieben: Die BewohnerInnen konnten sich und ihre Vorstellungen einbringen.

 

„Als Mitglied der Jury freut es mich, dass mit der Wohnbebauung Innenhof Langblock ein qualitatives Projekt umgesetzt wird. Hier wird leistbares Wohnen auf hohen Niveau möglich“, beurteilt Vizebürgermeister und Wohnungsreferent Christoph Kaufmann die Bebauung des Innenhofes.

 

„Stadtplanerisch fügt sich das geplante Stöcklgebäude im Innenhof gut in die Blockrandbebauung ein. Unter Einbeziehung der Mieterinnen und Mieter wurde darauf geachtet, dass bereits im Planungsstadium ein höchstmöglicher Konsens mit den bisherigen Bewohnerinnen und Bewohnern hergestellt wurde“, meint Planungsstadtrat Mag. Gerhard Fritz.

 

MieterInnen gefragt

Die MieterInnen wurden bereits vor der Ausführung weiterer Planungsschritte informiert und eine Arbeitsgruppe gegründet. In diesem Zuge konnten Anregungen in die Planungen eingebracht werden. So wurden ein möglichst großzügiger Kinderwagen– und Fahrradraum, die Begrünung des Dachs des Neubaus, ausgebildete Balkone und Hausgärten im Erdgeschoss als Wünsche formuliert. Bezüglich der der Innenhofgestaltung wurden die Bepflanzung mit Obstbäumen und Nutzsträuchern, entsprechende Sitzgelegenheiten und nach Möglichkeit eine Laube oder Pergola urgiert. All das wurde von den IIG in die Ausschreibung des Architekturwettbewerbes mitaufgenommen.

 

Architekturwettbewerb und Projektbeschreibung

Im Zuge des Architekturwettbewerbs wurden insgesamt neun Projekte eingereicht. Unter Vorsitz von IIG-Geschäftsführer Dr. Franz Danler wurde am 23. April der Entwurf des Architekturbüros Architekturhalle (Architekt Mag. Raimund Wulz und Ing. Manfred König) aus Telfs zum Siegerprojekt gekürt. Die Jury überzeugte die hohe städtebauliche und architektonische Qualität im Innen- als auch Außenraum. Der neue Wohnbau wird kompakt als Solitärgebäude im nördlichen Bereich des Innenhofes der bestehenden Blockrandbebauung positioniert und bietet damit hochwertigen Wohnkomfort. So kann ein Großteil der Baumpflanzungen erhalten bleiben. Höhenmäßig positioniert sich der viergeschossige Neubau untergeordnet zu der dominanten Blockrandbebauung und schafft mit seiner Lage ausreichenden Abstand zu den Nachbarbauten.

 

Errichtet werden zwei-, drei- und vier-Zimmerwohnungen und eine Tiefgarage mit 40 Autoabstellplätzen. Die erforderlichen Nebenräume für Fahrräder, Kinderwägen und Müll sind für die Gesamtanlage Langblock im Neubau zusammengefasst. Insgesamt entsteht eine Wohnnutzfläche von rund 1.220 m².

 

Terminplan und Budgetierung

Die Einreichplanung soll im August 2015 und die Ausführungsplanung bis November 2015 erfolgen. Mit dem Baubeginn wird im März 2016 gerechnet. Baufertigstellung ist im Sommer 2017.

 

Die Anlage wird entsprechend den Wohnbauförderungsrichtlinien des Landes Tirol errichtet. Die Gesamtbaukosten für das Projekt betragen rund 3,3 Millionen Euro (netto). Die Wohnanlage wird im Passivhausstandard errichtet. Die Zuteilung der Mietwohnungen erfolgt durch das Wohnungsservice der Stadt Innsbruck.