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Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle im Fokus

Jahresstatistiken zweier Referate präsentiert
Dem Thema Wohnen kommt im Großraum Innsbruck eine immer größere Bedeutung zu: Steigende Mietpreise am privaten Markt sowie ein knappes Angebot an nutzbaren Bauflächen sind dabei einige Kernpunkte mit denen sich Politik, Verwaltung sowie die Wohnbauträger auseinandersetzen müssen. Der Druck auf die Stadt Innsbruck, leistbares Wohnen für die BürgerInnen zu ermöglichen, steigt. Gemeinsam mit Amtsvorstand Ing. Ronald Depaoli (Wohnungsservice) und Referentin Daniela Immitzer (Schlichtungs- und Parifizierungsstelle) informierte der ressortzuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann am 19. Dezember über die Jahresstatistiken der Referate Wohnbauförderung sowie Schlichtungs- und Parifizierungsstelle.

„Vom nachträglichen Lifteinbau über SeniorInnengerechte Nasszellen, der Mietzins- und Annuitätenbeihilfe bis hin zur Wohnhaussanierungsförderung sowie den von der Schlichtungsstelle eingeleiteten Verfahren – die Referate Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle bewältigen im Sinne der Innsbrucker Bürgerinnen und Bürger ein umfangreiches Aufgabenfeld“, lobte Vizebürgermeister Kaufmann die Arbeit der zuständigen MitarbeiterInnen: „Mit ihrem umfangreichen Beratungsangebot agieren die Referate darüber hinaus bürgernah und haben ein offenes Ohr für die Anliegen aus der Bevölkerung.“

Das Jahr der Wohnbauförderung im Überblick
„Für das vergangene Jahr kann das Referat Wohnbauförderung eine Steigerung der Wohnhaussanierung gegenüber dem Vorjahr um rund 30 Prozent verbuchen“, berichtete Amtsvorstand Depaoli. Ihn freut vor allem die nunmehr attraktivere Nasszellenförderung: „Vor fünf Jahren wurde die Nasszellenförderung ins Leben gerufen, heuer wurde sie unbefristet verlängert und auch die Förderung beträgt mittlerweile 45 statt 40 Prozent.“ Im Jahr 2013 verzeichnet die Nasszellenförderung einen Zuwachs von rund 43 Prozent.

Nach eher schwachen Jahren 2011 und 2012 wurde auch die Lifteinbauaktion von den Gemeinnützigen Bauträgern mit 26 neuen Projekten 2013 ebenfalls wieder stark beansprucht. Bei der Mietzins- und Annuitätenbeihilfe steigerten sich die Anträge heuer um etwa 15 Prozent. Laut einer Hochrechnung wird auch die Ausschüttung bezüglich der Mietzinsbeihilfe um 16 Prozent steigen.

Die mit 1. Jänner 2013 gestartete Aktion „ Innsbruck fördert: Energetische Sanierung“(IFES) wurde anfangs vor allem für den Fensteraustausch in den eigenen vier Wänden beansprucht. Im vierten Quartal zeichnet sich nun auch die verstärkte Beanspruchung der Subvention für Gebäude-Gesamtsanierungen ab.

Wohnbauförderung: Zahlen, Daten, Fakten
Der Jahresbericht vom 1. November 2012 bis 31. Oktober 2013 gibt einen Überblick über die vielfältigen Tätigkeits- und Wirkungsbereiche des Referates Wohnbauförderung: Insgesamt wurden 1.061 Anträge zur Wohnhaussanierungsförderung eingebracht. Davon ergingen 17.679.000 Euro an förderbaren Baukosten, 3.105.000 Euro an Einmalzuschüssen, 112.000 Euro an jährlichen Annuitätenzuschüssen und 225.000 Euro an Ökobonuszuschüssen.

150 Anträge wurden im Rahmen von IFES bearbeitet sowie 120 Anträge für seniorInnengerechte Nasszellen. Rund 4.800 Beratungen führten die MitarbeiterInnen des Referates Wohnbauförderung durch. 26 Lifte, deren Gesamtbaukosten sich auf 3.924.000 Euro belaufen, wurden nachträglich in Wohngebäude eingebaut. Für Mietzins- und Annuitätenbeihilfen wurden insgesamt 8.759 Anträge eingebracht, die Beihilfensumme beläuft sich auch 16.882.000 Euro, wovon sich der Anteil der Stadt auf 30 Prozent, also auf 5.065.000 Euro beläuft.

Ausblick der Wohnbauförderung für das Jahr 2014
Eine weitere Steigerung wird im kommenden Jahr in den Bereichen der Wohnhaussanierung und der parallel laufenden städtischen Förderung IFES
erwartet. Ansteigen werden auch, wie in den letzten Jahren, die Ansuchen um Mietzinsbeihilfen.

Schlichtungsstelle: Ein Blick zurück
Im Jahr 2013 hat die Schlichtungsstelle einen leichten Rückgang bei den Anträgen zu verzeichnen, allerdings kommt es – was die verfahrenseinleitenden Begehren und die wohnrechtlichen Beratungen betrifft – zu einem vermehrten Arbeitsaufwand.

„Die kostenlose Informationsmöglichkeit, die die Schlichtungsstelle den Rechtsuchenden anbietet, wird in einem immer stärkeren Ausmaß genutzt“, wusste Referentin Daniela Immitzer zu berichten: „Durch diese Vorgespräche und Beratungen können bereits im Vorfeld Anträge vermieden werden.“

Die steigende Inanspruchnahme der Beratungstätigkeit liegt unter anderem an der komplizierten Materie der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes (OGH) sowie der Verweise anderer Institutionen wie etwa der Arbeiterkammer, der Wirtschaftskammer oder den Hausverwaltungen. Durch das Beratungsangebot steigt der zeitliche Aufwand des Referates.
19. Dezember 2013