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Wohlfühl-Atmosphäre in der Seniorenwohnanlage O3

Gemeinsam statt einsam
59 BewohnerInnen leben zur Zeit in den 53 Wohnungen in der „Seniorenwohnanlage O3“ in der General-Eccher-Straße, die 2012 fertig gestellt wurde. Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer machte sich kürzlich selbst ein Bild von der Einrichtung.

Die mobile Sozialarbeit ist im Haus, die Bushaltestelle direkt vor der Tür, ein Nahversorger in der Nähe und im eigenen Gebäude ist auch die „Polizeiinspektion Reichenau“ untergebracht. Geleitet wird die Anlage von Beate Winkler, die sozusagen als „Pionierin“ die überhaupt erste Seniorenwohnanlage der Innsbrucker Sozialen Dienste“(ISD) vor über zehn Jahren leitete und entsprechende Erfahrung hat. Sie hob beim Besuch der Bürgermeisterin die sehr gute Zusammenarbeit innerhalb der ISD und das Miteinander hervor.

Bei den Gesprächen mit den SeniorInnen konnte sich die Bürgermeisterin vom guten Klima untereinander, der sehr guten Betreuung und von der Vitalität der BewohnerInnen überzeugen. Auch über das Stadtgeschehen zeigten sich die SeniorInnen bestens informiert: So konnte die Stadtchefin beispielsweise in der Diskussion über die Patscherkofel-Bahn erfahren, dass einige der GesprächsteilnehmerInnen dort das Schifahren gelernt haben.

Gemeinsam statt einsam und gut betreut
Die Geschichte der ISD-Seniorenwohnungen begann 1999 mit 20 Wohnungen in der Wohnanlage Reichenau. Mittlerweile betreiben die ISD an acht Standorten 210 Seniorenwohnungen.

Der Leiter des ISD Sozialservice, Robert Senn, betonte im Rahmen des Besuchs der Bürgermeisterin, dass sich die Motivation, in eine Seniorenwohnung zu ziehen, in den letzten Jahren wesentlich geändert habe. Zum Zeitpunkt der Entstehung der ersten Wohnungen vor über zehn Jahren seien noch für 80 Prozent der SeniorInnen eine schlechte Wohnsituation ohne Heizung oder Lift ausschlaggebend gewesen – heute sei der Beweggrund für 75 Prozent die drohende Vereinsamung.

„Solange wie möglich in den eigenen vier Wänden“
Erst kürzlich beschloss der Stadtsenat, auf Initiative der Bürgermeisterin, gemeinsam mit der ISD ein sozial gestaffeltes Fördermodell für die SeniorInnen-Wohnpauschale. „Diese sozial gestaffelte und ausgewogene Regelung federt die finanzielle Belastung für Mindest-Pensionistinnen und -Pensionisten sowie Ausgleichszulagen-Bezieherinnen und -Bezieher deutlich ab“, erläuterte die Bürgermeisterin: „Das erleichtert den Lebensalltag für viele Seniorinnen und Senioren deutlich. Mir ist es ein großes Anliegen, dass unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger möglichst lange in den eigenen vier Wänden ihren Lebensabend verbringen können. Bezieherinnen und Bezieher geringerer Einkommen oder Pension dürfen nicht aus wirtschaftlichen Gründen frühzeitig in ein Wohn- und Pflegeheim umziehen müssen.“

Die SeniorInnen-Wohnpauschale deckt Zusatzangebote wie Notruf zum Roten Kreuz, Gemeinschaftsräume und Veranstaltungen ab. Diese beträgt 100,10 Euro monatlich. Mindest-PensionistInnen bzw. Ausgleichszulagen-BezieherInnen verbleiben so allerdings, nach Abzug der Wohnungskosten, zum Teil nur mehr etwa 400 Euro für den Lebensunterhalt. Beim neuen Fördermodell trägt die Stadt Innsbruck bis zu 70 Euro der Wohnpauschale, je nach Einkommen. Die Stadt Innsbruck wendet für diese Unterstützung pro Jahr 100.000 Euro auf.
17. Jänner 2014