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Wir halten die Stadt sauber

Projekt „Ökobag-Sammlung“ der Lebenshilfe Tirol
Seit 2009 entsorgt die Lebenshilfe in Innsbruck alte Getränkeverpackungen. Bis zu sechs Menschen mit Behinderung sind mit dem Projekt beschäftigt. Sie helfen die Müllmenge zu reduzieren und leisten mit der Wertstoffsammlung einen wichtigen Beitrag für die Stadt. Der Auftraggeber ÖkoBox ist zufrieden mit der Kooperation, schließlich nimmt die Sammelmenge jährlich zu.
Am 12. März machten sich Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider und DI Stefan Siegele (Referent Umwelttechnik und Abfallwirtschaft) ein Bild von der wertvollen Arbeit.

„Wenn Ökologie und Soziales sich treffen, ist das für die Stadt eine Win-Win-Situation“, war Vizebürgermeisterin Pitscheider von der gelungenen Kooperation begeistert.

„Die Bevölkerung schätzt unsere Arbeit“, freute sich auch Stefan Schwaiger, der Projektleiter bei der Lebenshilfe. Persönliche Gespräche bei den Sammeltouren, der Umweltpreis der Stadt Innsbruck und die jährliche Steigerung gesammelter Ökobags bestätigen dies. „Menschen mit Behinderungen leisten hier einen Beitrag zur Nachhaltigkeit“, stimmte auch Mag. Georg Willeit, einer der Geschäftsführer der Lebenshilfe Tirol, ein: „Die Ökobags sind ein Zeichen der gelebten sozialen Verantwortung der Lebenshilfe.“

Sammlung der Getränkepackungen (Tetrapaks)
Es sind zwei Sammelteams mit jeweils einem Fahrer, einem Begleiter, der einen geschützten Arbeitsplatz hat, und bis zu zwei zusätzlichen SammlerInnen aus den Werkstätten und aus dem Geschäft work+shop der Lebenshilfe in Innsbruck im gesamten Innsbrucker Stadtgebiet im Einsatz. Im zweiwöchigen Rhythmus finden neun Touren (jeweils Dienstag und Freitag) statt. Zusätzlich werden wöchentlich Hotels, Gasthäuser, Cafés und Schulen angefahren, da dort in größeren Mengen mit Säcken gesammelt wird. „Wir sammeln alle Getränkepackungen für Milch, Säfte und sonstige Lebensmittel, da aus diesem Material wieder Karton gewonnen wird“, teilt Stefan Schwaiger mit.

Die gesammelten Getränkepackungen werden in einen Großcontainer umgeladen und zur Firma Höpperger transportiert. Dort werden sie gepresst und mit der Bahn zur Papierfabrik Mayr-Melnhof nach Frohnleiten in der Steiermark gebracht. Ein Förderband transportiert das Sammelgut zum Recycling in den „Pulper" (Mischmaschine). Dort wird die Zellulose im Wasserbad durch ständiges Rühren vom Polyethylen und Aluminium getrennt. Die Zellulose wird aus dem Wasserbad herausgelöst und zu neuem Verpackungs-Karton recycelt, das Aluminium wird in der Bauindustrie eingesetzt.

100 Prozent Erfolg
Bei den Testbagaktionen werden von einem unabhängigen Institut am Vorabend der Sammeltage im Sammelgebiet leere Bags mit einem Aufkleber „Testbag“ aufgestellt. Im Jahr 2012 fand das Ökoboxteam der Lebenshilfe Tirol 100 Prozent der ausgestellten Testbags, was die Qualität der Ökoboxsammlung in Innsbruck unterstreicht. „Trotzdem kann es vorkommen, dass ab und zu Bags übersehen werden. Wir bitten die Innsbrucker und Innsbruckerinnen daher, das immer gleich unter den Telefonnummern 0676/88509 408 oder 050/434 1055 mitzuteilen, da wir bemüht sind, die Sammeltätigkeit bestmöglich zu verbessern“, appellierte Schweiger abschließend.
13. März 2013