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Wir bekämpfen Aids, nicht an Aids Erkrankte

Welt-Aids-Tag am 1. Dezember.
Diesen Leitsatz nimmt sich die Stadt Innsbruck zu Herzen und nimmt auch heuer wieder am 1. Dezember, dem Welt-Aids-Tag, eine Vorreiterrolle ein. Neben Wien war sie die zweite österreichische Stadt, die das „Red-Ribbon“ am Rathaus anbringt.

Die symbolträchtige rote Schleife wurde am 30. November am Balkon zur Maria-Theresien-Straße im Beisein von Gesundheitsstadträtin Univ.-Prof. Dr. Patrizia Moser und Gemeinderätin Sigrid Marinell (Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Gesundheit) aufgehängt. Zum 8. Mal setzt die Stadt Innsbruck so ein Zeichen der Solidarität zu HIV-Infizierten und Aids-Erkrankten.

„Am Welt-Aids-Tag geht es vor allem um Bewusstseinsbildung und das ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je“, erklärte Stadträtin Moser: „Durch bessere Therapien wird Aids immer mehr zu einer ‚unsichtbaren’ Krankheit und der Trugschluss entsteht, dass Aids rückläufig ist. Genau das Gegenteil ist der Fall und darauf weisen wir hin.“

Die Aktion wurde von Gemeinderätin Sigrid Marinell initiiert, die 15 Jahre im Vorstand der Aidshilfe Tirol tätig war. „Leider werden noch immer viele Aids-Kranke und HIV-Infizierte diskriminiert und stigmatisiert “, so Marinell: „Wir machen also auf das brisante Thema aufmerksam und nehmen so die Berührungsängste.“

Der Welt-Aids-Tag
Im Jahr 1988 wurde der Welt-Aids-Tag von der WHO ausgerufen und wird seit 1996 von der UNAIDS, der Aids-Organisation der Vereinten Nationen, organisiert. Er soll Solidarität zu den Erkrankten bzw. Infizierten und ihren Angehörigen ausdrücken und darüber hinaus daran erinnern, dass für HIV-Infizierte Menschen jeder Tag ein Aids-Tag ist.

30. November 2011