Logo Innsbruck informiert
1020949752_0.jpg

Willkommenspaket für neue BürgerInnen

Innsbruck heißt neue BürgerInnen mit Stadt-Spaziergängen willkommen
Monatlich melden sich ca. 1.000 neue BürgerInnen (Haupt- und Nebenwohnsitz) in der Tiroler Landeshauptstadt an. Sie alle sind ab dem Frühjahr 2013 dazu eingeladen, ihren neuen Wohnort gleich zu Beginn mittels „Willkommensspaziergängen“ – unter Leitung kundiger StadtführerInnen – kennen zu lernen.

Gemeinsam mit Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und der Integrationsbeauftragten der Stadt Innsbruck Mag.a Nicola Köfler präsentierte der zuständige Stadtrat Mag. Gerhard Fritz am 10. Jänner die neue Initiative: „Innsbruck ist eine wachsende, weltoffene, vielfältige und internationale Stadt. Wir möchten unsere neuen BürgerInnen willkommen heißen und sie auf die Vielfältigkeit in den Stadtteilen aufmerksam machen“, so Stadtrat Fritz.

Das Angebot richtet sich an alle, die einen Haupt- oder Nebenwohnsitz in Innsbruck anmelden – unabhängig davon, ob sie aus einer anderen Tiroler Gemeinde oder aus dem Ausland nach Innsbruck zuziehen. „Sich örtlich zu verändern und in einen neues Lebensumfeld hinein zu wachsen, ist nie einfach. Mit diesem Angebot möchten wir erreichen, dass sich die Leute bei uns in Innsbruck wohl fühlen“, lädt Stadtrat Fritz zur Teilnahme an den Stadtführungen ein.

Vielfalt sichtbar machen
In einem „Willkommenspaket“, bestehend u.a. aus einem Willkommensbrief der Bürgermeisterin und einem Informationsfolder des Bürgerservice, macht eine ansprechende Postkarte auf die Stadtführungen aufmerksam. Das Paket wird an jede/r neuen BürgerIn bei der Anmeldung im Meldeamt vergeben. Die Anmeldung zu den Willkommensspaziergängen erfolgt über die Integrationsstelle. Auf Anfrage werden nach Möglichkeit DolmetscherInnen für die einzelnen Rundgänge organisiert.

Erwachsenen und Kindern soll so vermittelt werden, wie vielfältig Innsbruck ist und was die einzelnen Stadtteile zu bieten haben. Die Führungen für Erwachsene dauern etwa eineinhalb bis zwei Stunden und werden vom Verein „per pedes“ organisiert. Die Rundgänge haben den Anspruch, die Diversität des städtischen Lebens zu zeigen. In diesem Sinne führen die Spaziergänge etwa zur jüdischen Synagoge, in eine Moschee oder eben auch zu lokalen Treffpunkten der Bevölkerung im jeweiligen Stadtteil.

Für die Durchführung der Rundgänge für Kinder (ausgerichtet für Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren) zeichnet die Gruppe KiM verantwortlich. Die „Entdeckungsreisen“ für die jungen NeubürgerInnen dauern ebenfalls eineinhalb bis zwei Stunden und umfassen spielerisch aufgebaute freizeitpädagogische Spaziergänge. Gezeigt werden zum Beispiel Freizeit- und Spielmöglichkeiten, die die Kinder in ihrer unmittelbaren Umgebung haben.

Sich auf Fremdes in der eigenen Stadt einlassen: Interreligiöser Stadtplan
Im Rahmen der Willkommensspaziergänge wird an die TeilnehmerInnen ein „Interreligiöser Stadtplan“, der von der christlich-muslimischen Dialoggruppe erstellt und von der Integrationsstelle der Stadt Innsbruck zum Großteil finanziert wurde.

So soll auf die Vielfalt religiöser Gemeinden in Innsbruck hingewiesen werden und die Begegnung von Menschen verschiedenen Glaubens gefördert werden.

„Das ist ein eindeutiges Signal Innsbrucks dafür, dass wir die vielfältigen Lebensweisen unserer BürgerInnen ernst nehmen und die Diversität in unserer Stadt als Bereicherung ansehen“, so Bürgermeisterin Oppitz-Plörer anlässlich der Präsentation des Stadtplans.

Neben den 30 katholischen Pfarrgemeinden und 13 katholischen Ordensgemeinschaften gibt es in Innsbruck neun muslimische und vier Buddhistische Gemeinden sowie zwei Evangelische, zwei Orthodoxe und eine Jüdische Gemeinde. Anerkannte Religionsgemeinschaften sind zudem die Altkatholische und Anglikanische Gemeinde, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage, die Neuapostolische Kirche und zwei Gemeinden der Zeugen Jehovas.

10. Jänner 2013