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Wertvoller Erfahrungsaustausch für Olympische Vision in der Zentralschweiz

Von den Erfahrungen anderer profitieren – und diese auf die eigene Arbeit adaptieren.
Mit diesem Ziel traf sich die Spitze des Initiativkomitees einer Luzerner Kandidatur für Youth Olympic Games am Wochenende mit einer Delegation aus Innsbruck. Der Knowhow- und Erfahrungstransfer erwies sich dabei als äußerst wertvoll.

In der der Tiroler Landeshauptstadt und Umgebung fanden im Januar 2012 die ersten Youth Olympic Games im Winter statt. Mit einem Besuch in Innsbruck während dieser Weltpremiere hatten die Initianten des Luzerner Projekts für eine Kandidatur den Kontakt zu den Veranstaltern aufgenommen. Jetzt weilten Schlüsselpersonen aus dem Organisationskomitees sowie Vizebürgermeister Christoph Kaufmann zu einem Erfahrungsaustausch in Luzern.

Zusammen mit dem Schlussbericht brachten sie äußerst wertvolle Erfahrungen mit zur Durchführung dieses Projektes. In Workshops und Referaten gingen die Gäste aus Österreich auf einen umfassenden Fragenkatalog der Luzerner YOG-Promotoren ein. Offen und transparent gewährten die Innsbrucker YOG-Macher Einblick ihre Planungsarbeit. Umfassend thematisiert wurde vor allem auch der große Erfahrungsschatz, den sich das Team von Innsbruck erarbeiten konnte.

So hatte sich ins Innsbruck gezeigt, dass das YOG-Projekt in der Bevölkerung auf sehr hohe Akzeptanz stieß, weil es neben dem Leistungsgedanken im Sport auch ganz bewusst einen Schwerpunkt im Bereich Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen setzt. Das Internationale Olympische Comité schreibt die Durchführung eines Kultur- und Bildungsprogramms als fixer Bestandteil von YOG vor und setzt damit bewusst einen Kontrapunkt zu den fast ausschließlich auf Sport fokussierten Olympischen Spiele. „Dieses Bildungsprogramm war in Innsbruck der Schlüssel zum Erfolg, weil die ganze Gastgeberregion und insbesondere auch die Schuljugend aktiv mit eingebunden werden konnte“, sagte etwa Peter Bayer, der CEO der Spiele von Innsbruck im Rahmen des Workshops.

Dazu hätten die Spiele von Innsbruck auch gezeigt, dass sie durchaus nachhaltig wirkten. So habe sich die Durchführung der Spiele in Innsbruck mit 70.000 zusätzlichen Hotelübernachtungen oder markant gestiegenen Umsätzen der Ladengeschäfte auch wirtschaftlich sehr positiv bemerkbar gemacht. „Die YOG können darüber hinaus auch als Katalysatoren für Infrastrukturprojekte wirken“, sagte Innsbrucks Vizebürgermeister Christoph Kaufmann im Rahmen des Workshops. Weil die Dimensionen der YOG aber im Vergleich zu großen Spielen deutlich kleiner seien, könnten Anlagen so dimensioniert werden, dass eine spätere Auslastung kein Problem darstelle.

Das Initiativkomitee „Lucerne2020“ wird jetzt die Erkenntnisse aus dem Workshop detailliert auswerten und in die weitere Vorbereitung einer Zentralschweizer Kandidatur für die Youth Olympic Games 2020 einfließen lassen. Diesen Auftrag hat die Zentralschweizer Regierungsdirektorenkonferenz (ZRK) den Initianten erteilt. Das Erarbeiten eines Kandidaturdossiers wird von den fünf Zentralschweizer Kantonen Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden und Nidwalden sowie der Stadt Luzern als Host City vorangetrieben.

Als erste Erkenntnis hat der Workshop mit den Gästen aus Innsbruck die Zentralschweizer Promotoren in der Überzeugung bestärkt, dass Youth Olympic Games das perfekte Olympische Format für die Zentralschweiz wären. Stadträtin Ursula Stämmer-Horst überbrachte im Workshop die Grüße der Stadt Luzern. Als zukünftige Bildungsdirektorin der Stadt Luzern freute sie sich über die Einblicke ins Kultur- und Bildungsprogramm olympischer Jugendspiele. Sie wertete den hohen Stellenwert dieses Teils der Veranstaltung als Chance für den Bildungsstandort Luzern, der – im Gegensatz zu Innsbruck – bisher über keine Olympische Tradition verfüge.
27. August 2012