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Wertvolle Arbeit in der ambulanten Suchtprävention

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer besuchte das Team der ASP, das Einblicke in die Therapietätigkeit und die verschiedensten Suchterkrankungen gab.
Suchterkrankungen sind verschiedenartig – sie reichen von der Alkohol-, der Medikamentensucht, über illegale Drogen, Essstörungen, der Internetsucht bis hin zur Glücksspielsucht. Die Auswirkungen der Sucht können Menschen nicht nur physisch ruinieren, sondern auch zu einer sozialen Isolation und zum Verlust des sozialen Umfeldes führen. Sehr oft führen auch Depressionen und andere psychische Störungen Menschen in die Sucht.

Seit 1995 bieten die MitarbeiterInnen der „Stelle für Ambulanten Suchtprävention (ASP)“ unter Leitung von Mag.a Maria Seiwald ein Therapie- und Betreuungsangebot für alle Formen von Suchterkrankungen. Die ASP ist eine Einrichtung der Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD). Das Team aus Psychotherapeuten und einem Facharzt für Neurologie und Psychiatrie hilft den suchterkrankten Menschen bei der diagnostischen Einordnung des Krankheitsbildes und bietet neben dem Therapie- und Beratungsprogramm auch eine medikamentöse Unterstützung an. Die ASP stellt auch nach § 15 des Suchtmittelgesetzes eine anerkannte Einrichtung dar – straffällig gewordene Suchtkranke können hier auf richterliche Zuweisung eine „Therapie statt Strafe“ in Anspruch nehmen, gegenwärtig 26 Personen.

Zur Zeit werden 184 Klienten therapiert und betreut, wobei hier die Mehrheit alkoholkranke Menschen (80) und Abhängige von illegalen Drogen (Opiate, Kokain, THC usw.) (73) darstellen. Sind Depressionen und andere psychische Störungen Schuld an der Suchterkrankung, wird eine Kombinationstherapie angewandt – diese besteht aus einer medikamentösen und begleitenden Psychotherapie.
In der ASP werden die Therapie- und Betreuungsleistungen kostenfrei angeboten (sofern ein Versicherungsverhältnis vorliegt), weil es Unterstützung von der öffentlichen Hand und der TGKK gibt. Die Bindung der Klienten zum Therapeuten ist auch entscheidend für einen guten Therapieverlauf. Diese Bindung ist bei der ASP mit mehreren PsychotherapeutInnen einfacher, weil mehr Auswahl besteht. Es wird versucht das Klientel nach einer telefonischen Anmeldung so schnell wie möglich abzuklären und mit der Therapie zu beginnen. Wichtig ist für die MitarbeiterInnen die „Supervision“, um sich gegenseitig auszutauschen und über Therapieerfolge und
–misserfolge zu sprechen, denn es gibt natürlich auch Rückfälle.

Menschen mit einer Suchterkrankung haben auch einen sozialen Abstieg hinter sich. Die „Stelle für Ambulante Suchtprävention“ ist für diese Menschen eine außerordentlich wichtige Einrichtung mit sehr kompetenten und engagierten MitarbeiterInnen. „Ich bedanke mich für Ihre Arbeit und Ihr Engagement und wünsche Ihnen jetzt schon zum 20-Jahr-Jubiläum im nächsten Jahr alles Gute. Die Stadt Innsbruck schätzt es sehr, dass die ISD hier solch eine Einrichtung anbieten kann, die diesen erkrankten Menschen hilft“, bedankte sich Bürgermeisterin Oppitz-Plörer bei den MitarbeiterInnen der ASP.
06. Oktober 2014