Logo Innsbruck informiert
765656525_0.jpg

Weichen für die Zukunft der Festwochen gestellt

Generalversammlung des Landestheaters
Land Tirol und Stadt Innsbruck haben in der heutigen Generalversammlung die Weichen für die Zukunft der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik gestellt. Die beiden Gesellschafter erklärten sich bereit, den zu erwartenden Verlust im Verhältnis der Gesellschaftsanteile abzudecken.
„Die Festwochen befinden sich in einer schwierigen Phase. Bei aller Notwendigkeit der wirtschaftlichen Sichtweise darf die große kulturpolitische Bedeutung nicht vergessen werden, die dieses historisch gewachsene Festival für die Stadt und das Land hat“, betonen Kulturlandesrätin Beate Palfrader und Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer.

Um den Bedenken des Betriebsrates Rechnung zu tragen, wurde zudem beschlossen, dass die bisherige Regelung, wonach das Personal des Tiroler Landestheaters während des Sommers aufgrund vertraglicher Vereinbarungen bei den Festwochen arbeiten kann, unter Berücksichtigung aller arbeitsrechtlichen Bestimmungen und einer Sicherstellung eines effektiven und effizienten Personaleinsatzes für das Jahr 2014 angewandt wird. Die Geschäftsführung wurde beauftragt, einen entsprechenden Zusammenarbeitsvertrag zwischen den beiden Gesellschaften auszuarbeiten.

Arbeitsgruppe prüft Zusammenführung
Im Rahmen der Generalversammlung wurde auch über eine mögliche Zusammenführung der Festwochen und der Tiroler Landestheater- und Orchester GmbH (TLT) gesprochen. Aus Sicht des Justiziariats wäre aufgrund der Betriebsgröße des TLT eine verstärkte Nutzung der Strukturen dieser Gesellschaft durch die Festwochen vorteilhaft.

Dieser rechtlichen Einschätzung soll nun eine fundierte inhaltliche und wirtschaftliche Prüfung folgen. Eine Arbeitsgruppe, der unter anderem die Geschäftsführungen beider Gesellschaften angehören, wird die erforderlichen organisatorischen und personellen Rahmenbedingungen abklären. Darüber hinaus soll eine externe Expertise eingeholt werden.

Beide Gesellschafter-Vertreterinnen erkennen an, dass der Umfang an Produktionen am Tiroler Landestheater bereits jetzt zu einer maximalen Auslastung des Personals geführt hat. Dieser Entwicklung ist bei künftigen Planungen jedenfalls Rechnung zu tragen.

Künstlerische Qualität hat oberste Priorität
„Im Zentrum aller Überlegungen stehen selbstverständlich die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beider Gesellschaften sowie die Wahrung der hohen künstlerischen Qualität und des eigenständigen Profils der Festwochen“, betonen Landesrätin Palfrader und Bürgermeisterin Oppitz-Plörer und stellen abschließend klar: „Sollte es tatsächlich zu einer Zusammenführung kommen, wird jedenfalls dafür Sorge getragen, dass ausreichend personelle Ressourcen zur Verfügung stehen.“
27. März 2014