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Wasserrohrbruch im Stadtzentrum

IKB: Wasserohrbruch zwischen Hotel Schwarzer Adler und der SOWI-Universität.
Einsatzkräfte der Innsbrucker Feuerwehr und Mitarbeiter der Innsbrucker Kommunalbetriebe arbeiten intensiv an der Behebung der Schäden nach einem großen Wasserrohrbruch im Stadtzentrum von Innsbruck. Offenkundig aufgrund der anhaltenden extremen Kälte brach in der Kaiserjägerstraße, zwischen Hotel Schwarzer Adler und der SOWI-Universität, gegen 4:00 Uhr früh eine Hauptwasserleitung.

Die Tiefgarage im SOWI-Gebäude sowie Kellerräumlichkeiten des Hotels waren von einem Wassereintritt bis zu einer Höhe von 10 cm betroffen.
Der auf einer Länge von fünf Metern geborstene Leitungsteil wird von IKB-Mitarbeitern im Laufe des heutigen Tages ausgewechselt. Damit wird auch die Wasserversorgung von fünf Gebäuden im betroffenen Gebiet wieder gewährleistet sein.
Die Sanierung der Fahrbahn- und Gehwegdecke, die auf einer Fläche von rund 300 m² unterspült wurde, soll bis Ende der Woche abgeschlossen sein. Die Kaiserjägerstraße zwischen Universitätsstraße und Kapuzinergasse ist solange in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Die Busse der Innsbrucker Verkehrsbetriebe müssen vorerst über den Rennweg umgeleitet werden.

Während die Reparatur der Hauptwasserleitung in der Kaiserjäger Straße also schon bald beendet sein wird, macht der Dauerfrost die Sanierung der Fahrbahn und des Gehsteiges schwieriger. In Absprache mit dem Tiefbauamt muss die Fahrbahn nach der Leitungsreparatur aufgefüllt und mit Beton abgedeckt werden, weil aufgrund der Kälte kein Asphalt verwendet werden kann. Aber auch dieser Beton braucht wegen der tiefen Temperaturen einige Tage, bis er ausgehärtet ist und die Fahrbahn wieder benutzbar wird.
Beinahe zeitgleich trat auch ein Rohrbruch im Bereich Stadlweg / Bernhard-Höfel-Straße auf. Auch hier sind die Reparaturarbeiten voll im Laufen.

Zusammenhang zwischen Kälte und Rohrbrüchen
Teile der Wasserversorgung, die zwischen 1900 und 1970 verlegt worden waren, bestehen aus Grauguss. Diese Rohre weisen zwar eine hohe Festigkeit und gute Korrosionsbeständigkeit auf, reagieren aber empfindlich auf Spannungen. Ungewöhnlich niedrige Temperaturen können Spannungen im Boden verursachen, die zu Rissen der Fahrbahn und zu Schäden an den im Erdreich vergrabenen Graugussrohren führen können.
Seite Mitte der 70er Jahre werden nur mehr Rohre aus Sphäroguss (andere Kohlenstoffzusammensetzung) oder Polyethylen verwendet.
07. Februar 2012