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Wasserkraft-Experten aus aller Welt in Innsbruck

Hochkarätiges Gipfeltreffen von Wasserkraft-Experten
Vom 7. bis 9. Oktober 2013 ist die TIWAG – gemeinsam mit der Universität Innsbruck und dem VERBUND – Gastgeberin des jährlich stattfindenden internationalen Kongress HYDRO 2013 in Innsbruck. Dieses Gipfeltreffen hochkarätiger, internationaler Energieexperten aus mehr als 80 Ländern wird vom Journal „Hydropower & Dams“ organisiert und dient dem Austausch und der Diskussion darüber, welche Rolle der Wasserkraft global und lokal in der Energiewirtschaft von morgen zukommen wird. In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto „Wandelbarkeit der Wasserkraft“.

Wasserkraft ist Schlüsselelement für die Energiewende
Experten prognostizieren, dass die Wasserkraft – insbesondere die Pumpspeicherwasserkraft – bis zum Jahr 2050 eine noch wichtigere Rolle im weltweiten Energiesystem spielen wird. Österreich gilt in internationalen Fachkreisen als Pionierland, sowohl für große als auch für kleinere Wasserkraftanlagen. Dipl.-Ing. Johann Herdina, technisches Vorstandsmitglied der TIWAG und Gastgeber des HYDRO-Kongresses 2013: „Die Wasserkraft stellt das Schlüsselelement für die in Europa zu vollziehende Energiewende dar. Mit ihrer Hilfe kann es gelingen, fossile Energieträger wie Kohle und Öl durch erneuerbare Energiequellen zu ersetzen. Wasserkraftwerke übernehmen dabei die Rolle einer `grünen Batterie´, die die witterungsbedingten, starken Erzeugungsschwankungen aus Wind- und Photovoltaikanlagen ausgleichen können.“ Die TIWAG sehe es als ihre wichtigste Aufgabe, auch in Zukunft eine sichere Stromversorgung für die Tiroler Bevölkerung und den Wirtschaftsstandort Tirol zu gewährleisten, so Herdina.

Globale Herausforderung
Der Blick über den Tellerrand, also über Österreich und Europa hinaus, führt klar vor Augen: Fast zwei Milliarden Menschen weltweit mangelt es an einer zuverlässigen Elektrizitätsversorgung! Nahezu 70 Prozent der globalen Wasserkraft-Ressourcen sind noch ungenutzt, dabei liegt das größte Potenzial in Entwicklungsländern, also jenen Gebieten, in denen Energie am dringendsten benötigt wird.
Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle: „Österreich ist in der privilegierten Position, über große Mengen an Wasser in ausgezeichneter Qualität zu verfügen. Zudem zeichnet sich das Land in vielen wissenschaftlichen Forschungsfeldern, unter anderem auch in der Wasserkraft-Forschung, aus. Diese Tagung ist der Beweis dafür, dass Österreich auch international für seine Forschungsarbeit respektiert und anerkannt wird.“

Die im Congress Innsbruck versammelten internationalen Experten diskutieren während der kommenden drei Tage über mögliche Lösungsansätze und Strategien für die sichere, umweltfreundliche und nachhaltige Energieversorgung aus Wasserkraft. Wichtiger Bestandteil des HYDRO-Kongresses ist zudem eine große, technische Ausstellung, an der ca. 200 Unternehmen aktiv partizipieren und aktuelle Projekte zum Ausbau der Wasserkraft vorstellen.
07. Oktober 2013