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Um die geplanten Maßnahmen umsetzen zu können, muss mit schwerem Gerät angerückt werden (v.l.): Projektleiter Albuin Neuner (Forstamt) mit Baggerführer Georg und Vizebürgermeister Christoph Kaufmann.
Um die geplanten Maßnahmen umsetzen zu können, muss mit schwerem Gerät angerückt werden (v.l.): Projektleiter Albuin Neuner (Forstamt) mit Baggerführer Georg und Vizebürgermeister Christoph Kaufmann.

Erhebliche Bereicherung des größten städtischen Naherholungsgebietes

Ausbau, Erweiterung und Wiedereröffnung der Hungerburg-Wanderwege

Das größte und meist genutzte Naherholungsgebiet der InnsbruckerInnen sind die Wanderwege und Waldgebiete im Bereich des sogenannten Mühlauer Stadtwaldes. Ein geologisches Gutachten schränkte den Freiraum der Erholungssuchenden vor knapp zwei Jahren erheblich ein. Aufgrund akuter Steinschlaggefahr mussten Teile der Wanderwege gesperrt werden.

Durch das Aktivwerden der Stadt Innsbruck konnte ein umfassendes und nachhaltiges Maßnahmenpaket ausgearbeitet werden, das weitreichende Verbesserungen für Innsbrucks Bevölkerung bringt.

„Ein wesentlicher Bestandteil des alpin-urbanen Charakters unserer Landeshauptstadt ist das Naherholungsgebiet rund um die Hungerburg. Um die vollständige aber auch sichere Nutzung der Wander- und Waldwege gewährleisten zu können, sind umfangreiche Maßnahmen notwendig, die in den nächsten Monaten verwirklicht werden“, so der zuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann: „Ein weiteres Anliegen war uns die Realisierung einer Radwegverbindung zwischen der Hungerburg und dem Zentrum. Diese wäre aber mit den bestehenden Wegen nicht möglich gewesen.“

Bei der Begehung der Baustelle zur Neuerrichtung des Waldweges Erlerweg (v.l.): Baggerführer Georg, Projektleiter des städtischen Forstamtes Albuin Neuner und Vizebürgermeister Christoph Kaufmann.
Bei der Begehung der Baustelle zur Neuerrichtung des Waldweges Erlerweg (v.l.): Baggerführer Georg, Projektleiter des städtischen Forstamtes Albuin Neuner und Vizebürgermeister Christoph Kaufmann.

Naturnahe Steinschlagsicherung

Der Wilhelm-Greil-Weg zählt zu den am meisten genutzten Wanderwegen des Gebietes. Die gefährdeten Teile des Weges werden mittels Steinschlagschutzdämmen gesichert. Die Errichtung der Sicherungsmaßnahmen ist jedoch nur möglich, wenn mit schwerem Gerät zugefahren wird. Aufgrund dessen ist es notwendig, den Waldweg/Erlerweg teilweise zu verlegen und neu zu errichten. Gleichzeitig bringt dies die dringend notwendige Entlastung des Schillerweges mit sich.

„Die geologische Beschaffenheit und die Steilheit des Mühlauer Waldes stellt uns vor eine große Herausforderung“, erklärt Forstamtsleiter DI Andreas Wildauer: „Absolute Priorität hat einerseits die Sicherheit der Freizeitaktiven, andererseits der Erhalt des Landschaftsbildes sowie der passenden Einbettung der technischen Sicherungen, aber auch die forstwirtschaftliche Pflege des Mühlauer Schutzwaldes.“ 

Neuregelung der Verantwortlichkeiten

Die Stadt Innsbruck übernimmt den Erhalt der neu zu errichtenden Weganlagen vom Innsbrucker Verschönerungsverein, weil sowohl die Kosten der technischen Sicherungsmaßnahmen, die Übernahme der Wegehalterhaftung, als auch der laufende Wartungsaufwand die Ressourcen des Verschönerungsvereins überschritten hätten. Der Innsbrucker Verschönerungsverein hat 1916 den Wilhelm-Greil-Weg errichtet und wird sich auch weiterhin in bewährter Art und Weise um die Verschönerung der Wanderwege, beispielsweise durch das Aufstellen von Ruhebänken kümmern.

Baubeginn: Mitte Februar

Nun können die geplanten Baumaßnahmen Mitte Februar beginnen und werden innerhalb von etwa drei Monaten umgesetzt. Andreas Wildauer bittet um Verständnis: „Wir versuchen die Maßnahmen so rasch als möglich umzusetzen, um die Einschränkungen und Belastungen für die Innsbruckerinnen und Innsbrucker, vor allem aber für die Anrainerinnen und Anrainer so gering als möglich zu halten. Die nachhaltige Verbesserung dieser stadtnahen Freizeitanlage wird die Erholungssuchenden und Freizeitaktiven aber für alle Unannehmlichkeiten entschädigen“, ist der Verantwortliche überzeugt. (VL)

„Die Sicherheit der freizeitaktiven Innsbruckerinnen und Innsbrucker hat für uns absolute Priorität. Um diese zu sichern, aber auch den Erholungswert und das Angebot auf den Waldwegen rund um die Hungerburg zu steigern, sind nachhaltige und umfangreiche Maßnahmen notwendig.“

Vizebürgermeister Christoph Kaufmann

Vizebürgermeister Christoph Kaufmann

Technische Details der Maßnahmen: 

  • Wilhelm-Greil-Weg

Der Großteil des Wilhelm-Greil-Weges wird mit Schutzdämmen [1] gesichert. Diese Dämme haben den Vorteil, dass sie mit bereits vorhandenem Schütt- und Aushubmaterial errichtet werden können und so eine kostensparende Sicherungsvariante darstellen. Die Verwendung des natürlichen Schüttmaterials hat zur Folge, dass sich die Dämme sehr schnell wieder begrünen und bewalden lassen.
Im nordöstlichen Teil des Wilhelm-Greil-Weges muss aufgrund der Beschaffenheit des Geländes der Weg parallel zum bestehenden nach unten verlegt werden. [2] neuer Verlauf des Wilhelm-Greil-Weges

  • Waldweg/Erlerweg

Für den Bau der Steinschlagschutzmaßnahmen des Wilhelm-Greil-Weges bildet der Erlerweg die einzige Zufahrtsmöglichkeit. Die aktuelle Wegführung und -beschaffenheit [3] lässt die notwendige Nutzung nicht zu. Der nicht adäquate Streckenteil wird der Natur zurückgegeben und ersatzweise eine neue Streckenführung durch den Mühlauer Stadtwald errichtet. [4]
Dadurch ergibt sich eine sinnvolle forstliche Erschließung des Waldgebietes, was die Bewirtschaftung der hochgradigen Schutzwälder direkt oberhalb des Stadtgebietes ermöglicht.
Weiters wird dieser Waldweg die erste direkte Radverbindung zwischen der Hungerburg und dem Stadtgebiet. 

  • Schillerweg

Ein weiterer Grund zur Erweiterung und Verlegung des Erlerweges ist die dringend erforderliche Entlastung des Schillerweges, was auch im Sinne der Naturstrom GmbH liegt, da deren Druckrohrleitung dort verlegt ist. Deswegen wurde eine Kostenteilung des unteren Bauabschnittes zwischen dem Stromversorger und der Stadt Innsbruck vereinbart.
Zukünftig kann der Schillerweg gemeinsam von WandererInnen und RadfahrerInnen genutzt werden, was einem zukunftsorientierten, auf gegenseitigem Respekt aufbauenden Begegnungsraum entspricht. [5]

Kontakt:

Amt für Land- und Forstwirtschaft
Triendlgasse 13
Tel.: +43 512 5360 7181
post.land.forstwirtschaft@innsbruck.gv.at