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Veterinäramt: Manchmal wird’s exotisch!

Jahresbericht des Amtes für Veterinärwesen zeigt facettenreiches Tätigkeitsfeld auf

Tierschutzerhebungen, Tierimpfungen, Seuchenbekämpfung, Kontrollen von Betrieben, Beseitigung von Kadavern oder die Kontrolle von tierischen Lebensmitteln – all diese Aufgaben gehören zum breiten Tätigkeitsfeld des städtischen Veterinäramts. „Kaum jemand weiß, wie umfangreich die Aufgaben des Amts für Veterinärwesen sind. Insgesamt wurden im Jahr 2014 beispielsweise 155 Tierkadaver entsorgt, die Überwachung von 1.826 Schlachttiere durchgeführt bzw. deren Fleisch kontrolliert“, erläutert der ressortzuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann das breite Aufgabenfeld des Veterinäramts.

Exotische Landeshauptstadt

Möwen vermutet man eigentlich in der Nähe von Meer und Strand. Aber auch in der Tiroler Landeshauptstadt gibt es diese Tiere. Insgesamt zweimal mussten Kadaver der Meeresvögel im Innsbrucker Stadtgebiet entsorgt werden. „Wird der Fund eines toten Tieres in Innsbruck gemeldet, rücken die Wasenmeister aus und sammeln es ein. Nicht korrekt entfernte Kadaver können zur Gefahr für die menschliche Gesundheit werden“, erklärt die städtische Amtstierärztin Mag.a med. vet. Martina Reitmayr.

Auch lebende Tiere werden immer öfter in Verwahrung genommen. Darunter befanden sich 2014 beispielsweise eine Vogelspinne, ein Skorpion und fünf Schlangen. „Oftmals werden Auflagen nicht erfüllt und Tiere deshalb auch behördlich abgenommen. Wenn sich die Gegebenheiten beim Tierhalter ausreichend bessern, werden die Tiere unter Umständen wieder zurückgegeben“, so Reitmayr. Insgesamt wurden 182 Tiere im Jahr 2014 in Verwahrung genommen. Für die Versorgung von herrenlosen Tieren wurde eine Rund-um-die-Uhr-Rufbereitschaft der Wasenmeistereingerichtet.

Gesundheit von Mensch und Tier

Das oberste Anliegen des städtischen Veterinäramts ist die Gesundheit der Tiere, aber auch der Menschen. Deshalb stehen neben den ständigen Tierschutzerhebungen sowohl in der privaten Haltung als auch in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung, fortlaufende Kontrollen, beispielsweise der lebensmittelerzeugenden Tierbetriebe auf der Tagesordnung. Die MitarbeiterInnen des Amts für Veterinärwesen nehmen Proben und beauftragen die Untersuchen (AGES), Schutzimpfungen werden verabreicht und auch periodische Untersuchungen vorgenommen. Außerdem ist die genaue Prüfung von Schlachtungen sowie Hygienekontrollen in den Schlachtbetrieben ebenfalls Teil der Aufgabenpallette des Veterinäramts.

Weitere Infos und Kontakt:

Amt für Veterinärwesen

Maria-Theresien-Straße 18

Tel.: +43 512 5360 1035 bzw. +43 512 5630 7455 (Städtische Wasenmeisterei)

post.veterinaerwesen@innsbruck.gv.at