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Vergnügt, sicher und gesund zur Schule

Pedibus startet in Pradl
Schulwege für Kinder sicher gestalten, Hol- und Bringwege mit dem Pkw vermeiden und einen Beitrag zur Gesundheit der Kinder leisten – das sind die Ziele der Verkehrsinitiative „Pedibus“. Der „Pedibus Pradl“ startete diese Woche.

Noch in der Dämmerung, bereits um 7.25 Uhr, ist die Gruppe von sieben Pradler Volksschülern zu Fuß und in Begleitung einer Schulwegpolizistin aufgebrochen. Insgesamt 20 Minuten ist der „Pedibus“ von seinem Ausgangspunkt Josef-Thoman-Straße bei der Wohnanlage Tivoli bis zur Volksschule Leitgeb unterwegs. Zwei Haltestellen wurden auf der „Linie Tivoli“ eingerichtet. Dort können Kinder, die mitgehen wollen, auf die Pedibusgruppe warten. Ein Pedibusausweis dient als spielerische Fahrkarte und motiviert die Kinder, oft mit dem Pedibus mitzugehen.

Was in Pradl diese Woche startete, soll es in Zukunft an weiteren Innsbrucker Schulen geben. Innsbrucks Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider: „Wir unterstützen die Eltern bei der Umsetzung des Pedibus. Ich sehe die Initiative als wichtigen Impuls für mehr Sicherheit und weniger Autoverkehr auf den Schulwegen. Als Zuständige für das Ressort Verkehr ist mir die Reduktion des Hol- und Bringverkehrs vor den Innsbrucker Schultoren sehr wichtig.“

Verkehr am Schulweg mindern
Anlass für die Initiative „Pedibus“ ist die ständige Zunahme des Hol- und Bringverkehrs vor den Schulen. So zeigen Schulweganalysen in ganz Österreich, dass durchschnittlich 14 % der Kinder von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht werden. Ein tägliches frühmorgendliches Verkehrschaos im Umfeld der Schule ist die Folge und gefährdet die zu Fuß gehenden Kinder.

Eigenständigkeit und Gesundheit der Kinder fördern
Stadtrat Ernst Pechlaner sieht auch die Förderung der Eigenständigkeit der Kinder als positiven Effekt. Für den Stadtrat liegen die Vorteile für alle Beteiligten auf der Hand: „Der Pedibus bringt Bewegung und Spaß für die Kinder und weniger Stress für die Eltern. Ein zu Fuß zurückgelegter Schulweg ist ein wichtiges Lernfeld und Verkehrssicherheitstraining für die Kinder und gehört zum Schulalltag einfach dazu.“

Drei Pedibus-Chauffeurinnen ernannt
Auf Initiative einer engagierten Mutter haben sich nun vorerst drei Mütter bereit erklärt, als „Chauffeurinnen“ den Pedibus zu begleiten. Gemeinsam mit der Polizei wurde der sicherste Schulweg ausgewählt. Nach Einweisung durch die Polizei und um Haftungsfragen auszuschließen, wurden die Begleitpersonen von der Behörde zu Schulwegpolizisten ernannt und mit Warnweste und Verkehrskelle ausgestattet. Die Direktorinnen der VS Leitgeb 1 und Leitgeb 2, Andrea Hofstädter-Binna und Angelika Rädler hoffen, dass sich noch mehr Pedibus-begeisterte Eltern finden: „Je mehr Eltern sich für die Begleitung finden, desto besser können sich die „ChaufeurInnen“ abwechseln.“

Pedibus ist Teil von „Tirol mobil“
Das Projekt „Pedibus“ ist Teil des Mobilitätsprogramms „Tirol mobil“ und wird vom Klimabündnis Tirol betreut. Geschäftsführerin Anna Schwerzler: „Zig Kilometer werden in Tirol täglich nur für den Hol- und Bringverkehr gefahren. Wenn sich viele Schulen an „Pedibus“ beteiligen, sind wir den Klimaschutzzielen wieder ein Stück näher gekommen.“
27. November 2012