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Vergabe der Hilde-Zach-Kompositionsstipendien

Daniel Oliver Moser und Manu Delago wurden für ihre herausragenden, kreativen Werke ausgezeichnet.
Seit 2007 haben österreichische KomponistInnen und junge Nachwuchstalente die Möglichkeit, das Hilde-Zach-Kompositionsstipendium vom Kulturamt der Stadt Innsbruck zu erhalten. Die Höhe des Stipendiums beträgt insgesamt 10.000 Euro. Dabei gibt es sowohl ein Kompositionsstipendium über 7.000 Euro zur Förderung von Werken größeren formalen Zusammenhangs etablierter KomponistInnen der heimischen Szene als auch ein Förderstipendium über 3.000 Euro.

Ausgewählt werden die zu fördernden KomponistInnen von einer jährlich wechselnden unabhängigen Jury. 2014 entschieden Stefan Drees, Professor für Musikwissenschaften an der Universität Gießen, Seda Röder, Pianistin aus Salzburg und Erich Urbanner, emeritierter Hochschulprofessor für Musikwissenschaften an der Universität Wien, über die Vergabe.

In der Jurysitzung wurden einstimmig Daniel Oliver Moser für das Hilde-Zach-Kompositionsstipendium (7.000 Euro) sowie Manu Delago für das Förderstipendium (3.000 Euro) ausgezeichnet. „Ich darf euch gratulieren, die Stadt Innsbruck würdigt euer bisheriges Schaffen und freut sich, euch diese Stipendien übergeben zu dürfen“, betont Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer bei der Vergabe am 22. Juli 2014: „Diese Auszeichnungen sind eine Investition in euch und euer Schaffen.“

Die Stipendiaten 2014
Daniel Oliver Moser (Jahrgang 1982) studierte Violine und später Viola am Kärntner Landeskonservatorium mit dem Schwerpunkt Klavier und Komposition. Sein Masterstudium absolvierte er mit Auszeichnung an der Konservatorium Wien Privatuniversität. Daniel Oliver Moser erhielt zahlreiche Kompositions- und Arrangement-Aufträge, darunter das Rotary-Klavierstipendium Wien. Außerdem erhielt er mehrfach Preise bei Kammermusikwettbewerben und nahm an mehreren Meisterkursen teil. Seit Anfang 2013 ist er Dozent für „Musikgeschichte nach 1945“ am Kärntner Landeskonservatorium. Die Jury begeisterte er mit seinem Talent, in seinen Variationen um den Ton den Ton als Phänomen in den Mittelpunkt zu stellen. Insgesamt ist seine Musik harmonisch durchdacht und hat ein lebendiges Innenleben, so die Jurymitglieder.

Nach dem Besuch des Musikgymnasiums Innsbruck absolvierte Manu Delago (Jahrgang 1984) sein Masterstudium für Jazz-Schlagzeug an der Guildhall School of Music und Drama in London und das Kompositionsstudium am Trinity College of Music in London. Sein erstes eigenes Schlagzeug besaß er schon mit zwei Jahren. Er produzierte zahlreiche CDs und wirkte als Gastmusiker an vielen verschiedenen Produktionen mit unterschiedlichen KünstlerInnen mit. Außerdem übernahm er die musikalische Leitung der Projekte „Living Room“ und „Manu Delago Handmade“. Die Jury beschreibt seine Kompositionen als exotisch, harmonisch statisch und kreativ, betont die Wirkung, welche über die Rhythmik erfolgt und lobt seinen Mut zu Neudefinitionen der Konventionen.
25. Juli 2014