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„Unser Anpruggen“

Stadtteil-Konferenz erhebt die Wünsche der Bevölkerung
Niemand kennt seinen Stadtteil besser als der, der ihn nutzt – nach diesem Motto ermöglicht die Stadt Innsbruck in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing Innsbruck einen Bürgerbeteiligungsprozess für die Stadtteile Mariahilf und St. Nikolaus. Ziel ist es, die dortigen Wünsche aufzubereiten und damit die zukünftige Entwicklung der traditionsreichen Viertel nördlich des Inns gemeinsam zu gestalten.
Heute, am 4. April, findet ab 19:00 Uhr im Turnsaal des Schülerhortes Kaysergarten die erste Stadtteilkonferenz „Unser Anpruggen“ statt, bei der alle Interessierten aktiv an der Stadtteilentwicklung mitwirken können.

„Diese Form der BürgerInnen-Beteiligung ist eine neue Art der Kommunikation, denn wir bewegen uns damit hin zur Bürgerin und zum Bürger, begegnen ihnen auf Augenhöhe und binden sie in die Ideenfindung frühzeitig mit ein. Auch wenn unter den Stadtteilbewohnerinnen und -bewohnern Einigkeit darüber herrscht, dass etwas passieren soll, so braucht es hier doch ganz bestimmt Überzeugungsarbeit – egal in welche Richtung uns der Prozess schließlich führen wird“, ist Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer überzeugt. „Der Prozess der Stadtteilentwicklung ist für die Politik und die Verwaltung von großer Bedeutung“, fügt sie noch hinzu.

Konkrete Entwicklung durch Projektgruppen
Im Rahmen der Stadtteilkonferenz werden Inhalte und der Ablauf des Projekts zur Stadtteilentwicklung genauer definiert sowie bisherige Ergebnisse und zentrale Themen festgehalten. In Kleingruppen, in denen die TeilnehmerInnen Ideen, Verbesserungsvorschläge sowie Entwicklungsvorstellungen einbringen können, werden anschließend die wichtigsten Themenfelder vertieft. Eine Präsentation fasst die Ergebnisse der Konferenz zusammen. Schließlich werden Projektgruppen für die weitere Bearbeitung der Kernthemen gebildet und die weiteren Schritte festgelegt. Das Ende der Veranstaltung ist um 22:00 Uhr vorgesehen.

Begleitet und moderiert wird die Stadtteilkonferenz von Dr. Peter Haimayer (Haimayer Projektbegleitung) und Georg Mahnke (co:retis – Projektpartner für nachhaltige Entwicklung), die in den Bürgerbeteiligungsprozess zu Anpruggen als externe Partner unmittelbar eingebunden sind.

Gelebte Bürgerbeteiligung für einen lebendigen Stadtteil
Kernziele des Prozesses Anpruggen sind die Stärkung der Identifikation mit dem Stadtteil, die Förderung des Zusammenlebens sowie der Aufbau von sozialen und kulturellen Netzwerken. Erreicht werden soll damit eine kulturelle und wirtschaftliche Belebung der Straßen- und Parkräume. Mit Hilfe eines Öffentlichkeits- und Informationssystems sollen strukturelle und bauliche Veränderungspotenziale herausgearbeitet werden.

Der Bürgerbeteiligungsprozess Anpruggen ist in drei Phasen unterteilt. In der ersten Projektphase führte die Künstlerin Mag.a Katharina Cibulka eine umfassende Bestandsaufnahme durch und trug Ideen und Wünsche der BürgerInnen zusammen. Damit wurden wertvolle Arbeitsgrundlagen für die nun laufende zweite Projektphase geschaffen, die bis Oktober 2014 angesetzt ist. Diese knüpft nahtlos an die geleisteten Vorarbeiten an, vertieft und erweitert die bereits eingebrachten Ideen, nimmt neue Anregungen auf und formt daraus konkrete, realisierbare Maßnahmen und Projekte. Neben den Stadtteilkonferenzen, Beobachtungen und informellen Gesprächen werden zum Beispiel im Sommer speziell Kinder und Jugendliche einbezogen. Projektgruppen geben darüber hinaus ihre Ergebnisse regelmäßig der Stadtführung bekannt.

Zusammenwirken von Rathaus und BürgerInnen
Vier Handlungsfelder bilden die inhaltlichen Schwerpunkte der zweiten Phase: soziales und kulturelles Leben und Integration, wirtschaftliche und touristische Belebung, städtebauliche Gestaltung sowie fließender und ruhender Verkehr. Die Bearbeitung erfolgt im engen Zusammenwirken mit interessierten BürgerInnen und in laufender Abstimmung mit den zuständigen Stellen der Stadtverwaltung.

Ziel der zweiten Projektphase ist es, in Hinblick auf die vier Handlungsfelder einen breiten Konsens über die künftige Entwicklungsrichtung von Anpruggen zu erreichen, realistische Maßnahmen und Projekte zu formulieren und den Boden für die nachfolgende Umsetzung optimal aufzubereiten. Bis Ende Oktober sollen bereits erste kleine Ergebnisse umgesetzt werden. In der anschließenden dritten Phase folgen dann die größeren Projekte.
09. April 2014