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Die stolzen PreisträgerInnen des Umweltpreises 2014 mit Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider (Mitte) und Uschi Schwarzl (7.v.r.).
Die stolzen PreisträgerInnen des Umweltpreises 2014 mit Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider (Mitte) und Uschi Schwarzl (7.v.r.).

Umweltpreis 2014 belohnt schulisches Engagement

Umweltpreis der Tiroler Landeshauptstadt ergeht an Neue Mittelschule Wilten und Volksschule Angergasse, Reithmanngymnasium erhält Anerkennungspreis

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind Themen, die von der Innsbrucker Stadtregierung verstärkt gefördert werden. Unter diesem Aspekt steht auch der Umweltpreis der Stadt Innsbruck, welcher seit 1989 an herausragende Projekte und Konzepte auf dem Gebiet des Umweltschutzes vergeben wird. Für den Umweltpreis 2014 wurden insgesamt acht Projekte eingereicht, von welchen sich drei besonders hervorgetan haben. Der Hauptpreis ergeht in diesem Jahr somit gleich an zwei Preisträger: Sowohl die Neue Mittelschule (NMS) Wilten, Gründerin der Ersten Radfahrschule Österreichs, als auch die Klasse 3d der Volksschule Angergasse mit ihrem Projekt „Tauschen statt Neukaufen“ dürfen sich über die begehrte Auszeichnung freuen. Ein Anerkennungspreis ergeht zudem an die Klassen 7b/7s des Reithmanngymnasiums für ihr Projekt zum Thema „Waterfootprint“.

Preisverleihung in der NMS Wilten

In der Neuen Mittelschule Wilten verlieh Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider heute im Beisein von Klubobfrau Mag.a Uschi Schwarzl (Vorsitzende Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität) den Umweltpreis 2014. Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer ist sich sicher: „Die Schülerinnen und Schüler haben mit ihren Beiträgen großen Einsatz und Verantwortungsgefühl bewiesen. So viel Engagement im Zeichen der Umwelt gehört belohnt. Ich bin stolz auf unsere Jugend, die sich diesen Themen mit so viel Leidenschaft widmet.“  

Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider freut sich über die kreativen Einreichungen: „Mit dem Umweltpreis werden in der Landeshauptstadt herausragende Projekte ausgezeichnet, die dem Schutz der Umwelt dienen und zu einer nachhaltigen Lebensweise beitragen. Dass sich gerade die jungen Innsbruckerinnen und Innsbrucker so viele Gedanken zum Thema Umweltschutz machen, ist beeindruckend.“

Unter den Ehrengästen der Preisverleihung befanden sich auch Stadtrat Ernst Pechlaner, Stadtrat Mag. Gerhard Fritz und Mag.a Birgit Neu (Abteilungsleiterin Gesellschaft, Kultur, Gesundheit und Sport).

NMS Wilten: Erste Radfahrschule Österreichs

Im Schuljahr 2013/14 setzte die NMS den Schwerpunkt „Klima“. Im Rahmen von Geschicklichkeitsparcours wurde festgestellt, dass es bei sehr vielen Kindern an nötigem Radfahrkönnen mangelt. So wurde die Idee geboren, die SchülerInnen von Grund auf in den erforderlichen Fertigkeiten im Sportunterricht zu unterweisen – teilweise in Kooperation mit dem ÖAMTC und der Einrichtung „Früh übt sich“. Im Vordergrund steht neben der Freude an der Bewegung auch, die Fertigkeit des Radfahrens zu verbessern, „verkehrsfit“ im Straßenverkehr zu sein und einfache Reparaturen am Fahrrad selbst durchführen zu können. Das Projekt soll in den kommenden Jahren weitergeführt werden: Um eine möglichst breite Basis zu schaffen, nehmen alle Kinder der Schule daran teil.

Klasse 3d der VS Angergasse: „Tauschen statt Neukaufen“

Die Klasse 3d der VS Angergasse befasste sich mit den Fragen „Wo und wie kann ich einkaufen und dabei so wenig wie möglich Müll produzieren? Gibt es Möglichkeiten in Innsbruck verpackungsfrei einzukaufen?“ Die Kinder sollen damit ein kritisches Konsumverhalten entwickeln. Durch das Projekt „Tauschen statt Neukaufen„ wird ein ressourcenschonender Umgang mit der Natur sowie ein Bewusstsein, dass nicht immer alle Wünsche erfüllt werden können, vermittelt. Daraus ergeben sich für die SchülerInnen Auseinandersetzungen mit den Themen Abfall sowie dessen Vermeidung und der Müllentsorgung an sich. Der Frage „ Wohin mit Kleidung und Spielsachen, die ich nicht mehr anziehe bzw. verwende?“ wird nachgegangen, Alternativen zum klassischen „Wegwerfen“ werden im Raum Innsbruck besprochen und diskutiert. Ein Tauschmarkt und ein Lehrausgang zum sozialökologischen Betrieb Wams sollen den Kindern einen differenzierten Umgang mit „nicht mehr gebrauchten Dingen“ näherbringen.

Anerkennungspreis für Reithmanngymnasium

In dem Projekt „Waterfootprint“ der Klassen 7b/7s des Reithmanngymnasiums steht das urbane Wassermanagement im Vordergrund. Dabei kommt der sogenannte Wasserfußabdruck zum Einsatz, um das Wassermanagement und den Wasserverbrauch zu optimieren. Im Rahmen des Projektes erheben die SchülerInnen über vier Wochen ihren persönlichen Wasserverbrauch (direkt und indirekt) und berechnen auf dieser Basis ihren eigenen Wasserfußabdruck, welcher anschließend mit dem Klassendurchschnitt verglichen wird.

Ab 2016: Umweltpreis Neu

Der Umweltpreis für das Jahr 2015 wurde noch nach den allseits bekannten Richtlinien abgewickelt, danach werden die Vergaberichtlinien erneuert. Ein Vergleich mit den Umweltpreisen anderer Hauptstädte, die Behandlung im Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität sowie eingelangte Stellungnahmen der Gemeinderatsklubs bildeten die Basis für das neue Konzept. Dieses sieht vor, den Umweltpreis künftig alle zwei Jahre zu vergeben. Die Verleihung soll in den drei Kategorien „SchülerInnen und Jugend“, „Privatpersonen und Vereine“ sowie „Unternehmen und Institutionen“ erfolgen. (KS)