Logo Innsbruck informiert
645971600_0.jpg

Transkulturelle Jugendarbeit im Aranea-Girlspoint

Besuch des Jugendzentrums am internationalen Frauentag.
Selbst bestimmen, wohin der eigene Weg gehen soll – dies ist eines der wichtigsten Ziele, das Mädchen und jungen Frauen im Jugendzentrum Aranea-Girlspoint vermittelt wird.
Am 8. März, dem internationalen Frauentag, besuchten Mitarbeiterinnen des ausschließlich für Mädchen zugänglichen Jugendzentrums Kinder- und Jugendreferent Vizebürgermeister Christoph Kaufmann und Frauenstadträtin Dr. Patrizia Moser, um auf die große Bedeutung geschlechterspezifischer Jugendarbeit hinzuweisen.

„Es ist uns eine große Freude, dass diese ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen seit vielen Jahren Mädchen und junge Frauen darin bestärken, abseits von Rollen- oder Geschlechterklischees ihren eigenen Weg zu gehen“, betonten Stadträtin Moser und Vizebürgermeister Kaufmann. „Diese Arbeit ist von sehr hohem Wert und es ist uns wichtig, den Aranea-Girlspoint auf diesem Weg zu begleiten und zu unterstützen.“

Ehrenamtliches Engagement
Aranea-Girlspoint wurde 2007 gegründet und wird derzeit von neun ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen betrieben. Aufgrund der Tatsache, dass in den meisten Jugendzentren rund 80 Prozent der BesucherInnen männlich sind und Mädchen dadurch häufig eigener, geschützter Raum zur Entfaltung fehlt, wurde dieses Jugendzentrum als rein weiblicher Treffpunkt gegründet.

Erklärtes Ziel ist es, Mädchen auf ihrem Weg zur „Frau“ zu bestärken und zu unterstützen. Diese geschlechterspezifische Jugendarbeit geschieht einerseits über die Treffpunkträumlichkeiten, die eine freie Begegnung ohne Konsumzwang ermöglichen; andererseits werden häufig in Zusammenarbeit mit anderen Frauen- und Jugendinstitutionen Workshops und Veranstaltungen organisiert. Dabei sollen die Mädchen unterschiedliche Lebenskonzepte und vermeintlich untypische Berufsbilder kennenlernen. Die Workshops selbst werden nur von Frauen geleitet und sind kostenlos.
Zusätzlich gibt es im Rahmen der sogenannten Multiplikatorinnen-Workshops Ausbildungen für Erwachsene zur geschlechterspezifischen Jugendarbeit.

Breit gefächertes Publikum
Aranea-Girlspoint ist regional, national als auch international mit entsprechenden Organisationen eng vernetzt. Pro Woche besuchen etwa zehn Mädchen den Girlspoint, der in der Liebeneggstraße 15 in Innsbruck angesiedelt ist. Die Besucherinnen stammen dabei aus allen sozialen Schichten – einige kommen aus Flüchtlingsheimen oder haben einen Migrationshintergrund, was die Bedeutung des Zentrums als transkulturellen Treffpunkt unterstreicht.
08. März 2012