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Tiflis-Brücke offiziell freigegeben

Neue Brücke verbindet Reichenau und Saggen.
(RMS) Im Rahmen des Gesamtprojektes für den Hochwasserschutz an Sill und Inn wurde an der neu gestalteten Silleinmündung eine moderne Rad- und Fußwegbrücke errichtet, die die Lücken im Wegenetz entlang der Flusspromenaden schließt. Am 15. Juli wurde in Anwesenheit von Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, Stadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter und Ing. Gerhard Dendl (Projektmanagement) die Tiflis-Brücke offiziell für den Verkehr freigegeben.
Bei der Eröffnung ebenfalls anwesend waren neben Dr. Paul Kummer, ehemaliger Stadtrat von Innsbruck und Ehrenbürger der Stadt Tiflis, auch mehrere StudentInnen aus Tiflis, die gerade im Rahmen eines Austauschprogrammes an der Universität Innsbruck studieren, gemeinsam mit ihrer Begleitprofessorin Dalila Sikharulidze.

Ein Symbol der guten Partnerschaft
„Es ist schön, dass wir die Brücke nun für den Verkehr freigeben können“, so Bürgermeisterin Oppitz-Plörer. „Die Brücke ist sehr gelungen, sie ist modern und urban und für diesen Stadtteil ein bauliches Highlight. Besonders freut es mich, dass heute auch Studentinnen und Studenten aus Tiflis hier anwesend sind und wir diese Eröffnung gemeinsam feiern können.“

„Diese Brücke verbindet nicht nur die Reichenau und Saggen, sondern ist auch ein Zeichen für die Verbundenheit zu unserer Partnerstadt Tiflis“, betonte Stadträtin Pokorny-Reitter. „Unser Ziel war es immer, eine gestalterisch wertvolle und schöne Brücke für diesen Stadtteil zu konzipieren und dieses Vorhaben ist uns gelungen.“

„Wir wissen zu schätzen, was Innsbruck in den vergangenen Jahrzehnten für Tiflis geleistet hat“, bedankte sich Dalila Sikharulidze. „Ich darf mich im Namen meiner Studentinnen und Studenten und auch im Namen meiner Heimatstadt herzlich für dieses Symbol unserer guten partnerschaftlichen Beziehungen bedanken.“

Tradition wird fortgesetzt
Per Beschluss des Gemeinderates vom 14. Juli 2011 wurde die neue Brücke nach der Partnerstadt Tiflis (Tbilisi) benannt. Die Hauptstadt Georgiens ist mit Innsbruck seit 1982 partnerschaftlich verbunden. Damit wird eine langjährige Tradition fortgesetzt, nach der Brücken im Innsbrucker Stadtgebiet die Namen von Partnerstädten tragen. So gibt es bereits eine Freiburger, eine Grenobler oder eine New Orleans Brücke.

Durchgehende Verbindung der Rad- und Fußwege
Im Süden schließt die neue Brücke an die bestehende Sillpromenade an und bildet die direkte Verbindung zu den Promenadenabschnitten entlang des Inns. Westlich wird so eine Verbindung zur Ing.-Etzel-Straße und entlang des linken Sillufers ein Anschluss zur Matthias-Schmid-Straße hergestellt. Die Brücke ist damit Teil der durchgehenden Inn-Promenade mit Geh- und Radwegen.

Brücke in vier Teilen angeliefert
Die Gesamtkosten der Brücke belaufen sich auf 950.000 Euro. Die Form der Tiflis-Brücke ist von einem Kajak inspiriert. Der bootsförmige Querschnitt wurde im Werk der Firma Stahlbau Raffl GmbH in Steinach am Brenner als Stahlhohlkörper ausgeführt. Die pfeilerlose Brücke hat eine Stützweite von 42 Metern. Die Gesamtbreite beträgt in Feldmitte 7,40 Meter. Die Nutzbreite für den Fuß- und Radverkehr beträgt 5,50 Meter, aufgeteilt auf einen 3 Meter breiten Gehweg und einen 2,5 Meter breiten Radweg.
Das Tragwerk wurde in vier Teilen angeliefert, über der Sill zusammengeschweißt und dabei an beiden Ufern drehbar auf Elastomere-Lagern aufgesetzt. Die außen liegenden Stahlbauteile wurden zum Korrosionsschutz mehrlagig beschichtet und die Außenhaut der Brücke nach der Einhebung noch mit der RAL-Farbe „Weißaluminium“ eingefärbt.
18. Juli 2011