Logo Innsbruck informiert
1379647753_0.jpg

Teddy-Klinik löst spielend Ängste vor Spital

Bereits zum 18. Mal findet die Initiative Teddybärklinik statt
Was tun, wenn der Teddybär oder die Lieblingspuppe unter Halsweh, Bauchschmerzen oder gar einer offenen Wunde leidet? Man lässt das geliebte Stofftier von den „TeddyärztInnen“ behandeln, die in Innsbruck seit 2001 jährlich an der Kinderklinik ordinieren. Ernst gemeinter Hintergrund des „Innsbrucker Teddybären-Krankenhauses“ ist, kleinen Kindern zwischen drei und sechs Jahren auf spielerische Art die Angst vor Krankenhäusern und ÄrztInnen zu nehmen.
Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer besuchte am 13. März die Teddybärklinik und überzeugte sich vom großen Engagement der studentischen TeddyärztInnen.

„Diese Initiative nimmt den Kindern die Angst vor dem Krankenhausbesuch und bringt die Abläufe auf spielerische Art näher“, so Bürgermeisterin Oppitz-Plörer. „Gemeinsam mit den Kindergärten und den Volksschulen wird so auf das Thema Krankheiten und deren Behandlung früh genug aufmerksam gemacht. Die Kinder lernen anhand ihrer Lieblingsstofftiere, dass sie vor dem ‚Onkel Doktor‘ keine Angst haben müssen. Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen für ihr großes Engagement, diese wertvolle Veranstaltung so abwechslungsreich und unterhaltsam zu organisieren.“

Realitätsnahe Abläufe werden spielerisch vermittelt
Im Vorfeld des Besuches der Teddybärklinik setzen sich die beteiligten Kindergärten und Volksschulen gemeinsam mit den Kindern mit den Themen Krankheit und Arztbesuch auseinander. Dem jeweiligen Lieblingsstofftier wird dabei eine Krankheit zugewiesen, die dann von den TeddyärztInnen so realitätsnah wie möglich behandelt wird: Zu Beginn müssen die Kinder als „Eltern“ ihre Lieblinge anmelden und im Wartezimmer Platz nehmen, bis die eigentliche Behandlung unter Begleitung eines/einer eigenen Teddyarztes bzw. -Ärztin beginnt.
Die Behandlung umfasst Abhören, Abtasten, Röntgen, Verbände anlegen und Blutdruck messen bis hin zu Operationen durch ein ChirurgInnenteam. Abschließend geht es je nach Krankheit in die Apotheke, wo gegen Rezept sogenannte „Gesundmacher“ geholt werden können. Die Besichtigung eines echten Krankenwagens sowie eine gesunde Jause runden den für die Kinder aufregenden Besuch ab.

Ehrenamtliches Projekt
Das Teddybären-Krankenhaus ist ein Projekt, das von ehrenamtlichen OrganisatorInnen (MedizinstudentInnen) unter Schirmherrschaft der Austrian Medical Students‘ Association (AMSA) veranstaltet wird. Dabei handelt es sich um einen Verein von und für MedizinstudentInnen an den Universitäten Wien, Graz und Innsbruck. Zum mittlerweile 18. Mal findet dieses Jahr das Teddybären-Krankenhaus in Innsbruck statt.
Insgesamt 250 StudentInnen nehmen in Innsbruck ehrenamtlich teil und spielen nach einer pädagogischen Einschulung die TeddyärztInnen, die an insgesamt vier Tagen (bis zum 14. März) rund 1.500 Kinder, unter anderem der städtischen Volksschulen und Kindergärten, betreuen.
14. März 2014