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Technologische Innovation und ökologische Verantwortung

Die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) und die und Stadt Innsbruck informieren.
Die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) und die und Stadt Innsbruck informieren
• über das Innsbrucker Bürgerbeteiligungsmodell zur Photovoltaik „Innsbrucker Sonnenscheine“
• über eine Befragung von SORA zum Image der IKB sowie
• über eine Studie des Energie-Institutes zu den Tarifen kommunaler Versorgungsunternehmen.

„ISS – Innsbrucker Sonnenscheine“
Die IKB wird in Innsbruck Photovoltaik-Anlagen errichten und betreiben. Alle InnsbruckerInnen erhalten dabei die Möglichkeit, sich daran zu beteiligen. Die KundInnen kaufen einen „Innsbrucker Sonnenschein“ (ISS) als Errichtungsbeitrag zu den Photovoltaik-Anlagen. Damit leisten sie einen Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energie und werden dabei gleichzeitig für 20 Jahre für den „erworbenen“ Anteil unabhängig von der Strompreisentwicklung. Denn sie erhalten jene Sonnenstrommenge, die von „ihrem“ Anteil erzeugt wurde, jeweils auf ihrer jährlichen Stromrechnung zum jeweils gültigen Strompreis gutgeschrieben.

Bürgermeisterin Maga Christine Oppitz-Plörer freut sich, dass die Innsbruckerinnen und Innsbrucker, die über keine eigene Dachfläche verfügen, durch dieses Modell die Vorteile der CO2-freien Stromerzeugung aus einer Photovoltaik-Anlage genießen können. „Damit wird ein Beitrag zur Lebensqualität in Innsbruck geleistet. So können die InnsbruckerInnen durch ihre Beteiligung aktiv zum Umweltschutz beitragen und Teile ihres Stromverbrauches selbst erzeugen.“

Ein Megawatt Sonnenkraftwerkskapazität soll in den nächsten zwei Jahren in Innsbruck errichtet und so jährlich 1 Mio. kWh Sonnenstrom erzeugt werden. Das entspricht dem Strombedarf von 290 Haushalten. Es werden vorerst maximal 4.000 Sonnenscheine à 0,25 kWp ausgegeben. Ein Sonnenschein kostet 480,00 Euro inkl. USt. Diese Form der Bürgerbeteiligung startet im April 2012 und hat eine Laufzeit von 20 Jahren. Pro Jahr und pro ISS (Innsbrucker Sonnenschein) werden 150 kg CO2 eingespart, insgesamt somit jährlich 600 Tonnen. IKB-Direktor DI Helmuth Müller betont auch die Sicherheit dieser Beteiligung, die u.a. eine Leistungsgarantie umfasst: „Stadt Innsbruck und IKB gehen mit den ,Innsbrucker Sonnenscheinen’ neue Wege. Mit Jahresanfang 2012 wird die erste Photovoltaik-Anlage am Gelände des Klärwerks Rossau in Betrieb genommen.“

IKB-Vorstandsvorsitzender DI Harald Schneider weist darauf hin, dass die IKB seit langem mit technologischen Innovationen wirtschaftliche Erfolge erzielt. Weitere Beispiele zukunftsweisender Technologien sind neben der Photovoltaik u.a. das Glasfaser-Internet der IKB, die geplante Wärmerückgewinnung aus Abwasser sowie die Kofermentation von Klärschlamm und Bioabfällen. Schneider: „Diese Aktivitäten wirken sich stark imagebildend aus. So werden die Eigenschaften ,modern und innovativ’ auch von der Innsbrucker Bevölkerung der IKB zugeschrieben, wie eine aktuelle Umfrage bestätigt.“

Befragung von SORA zum Image der IKB
Vom 28. Oktober bis 10. November 2011 wurden 500 EinwohnerInnen von Innsbruck telefonisch über ihre Sicht der IKB und deren Leistungen telefonisch befragt. Mit dieser Aufgabe betraut war das Institut SORA – Institute for Social Research and Consulting. Das Ergebnis ist sehr erfreulich. So ist die IKB bei 94 Prozent der Befragten namentlich bekannt. 21 Prozent haben eine sehr gute und 71 Prozent eine ziemlich gute Meinung von der IKB. Lediglich ein Prozent gab an, keine gute Meinung zu haben. 31 Prozent sind mit den Leistungen der IKB allgemein sehr zufrieden, 65 Prozent ziemlich zufrieden. Gerade ein Prozent ist mit den Leistungen nicht zufrieden. Erstaunlich war das Ergebnis zur Frage, wie die Preise der IKB im Vergleich zu kommunalen Versorgern anderer Landeshauptstädte eingeschätzt werden. Die Befragten meinten nämlich, dass die IKB teilweise teurer sei als die Versorgungsunternehmen anderer Landeshauptstädte. „Wir erbringen eine gute Leistung. Doch gute Leistung muss nicht teuer sein. Die IKB ist günstiger als andere Versorger, und das schon seit Jahren“, so Schneider, der auf eine Tarifstudie des Linzer Energie Institutes verweist.

Studie des Energie-Institutes zu den Tarifen kommunaler Versorgungsunternehmen
Das Energie Institut an der Johannes-Kepler-Universität Linz vergleicht seit 2008 für die IKB die Tarifentwicklung. Quartalsweise werden die Kosten für Strom, Gas, Fernwärme, Wasser, Abwasser und Abfall in den österreichischen Landeshauptstädten sowie den Tiroler Bezirkshauptstädten ermittelt. Dabei wird einerseits von einem Single-, andererseits von einem 4-Personen-Modellhaushalt ausgegangen. Ziel der Untersuchung ist die Vergleichbarkeit und Transparenz in der Preisentwicklung aus Sicht der EndkundInnen. Bei Strom und Abfall ist die IKB am günstigen, beim Abwasser im Mittelfeld, da hier bereits die Kanaloffensive zum Tragen kommt. Die Wasser-Tarife hingegen werden von den Bäderkosten beeinflusst.

Auffallend ist, dass in Innsbruck der Strom die letzten Jahre konstant am billigsten war und immer noch ist. „Wir können deshalb einen günstigen Strompreis anbieten, da wir selber Strom erzeugen. Dies zudem aus 100 Prozent erneuerbarer Energien, nämlich aus Wasserkraft und nun auch mit Photovoltaik.“, kommentiert Vorstandsvorsitzender Schneider das Ergebnis.


06. Dezember 2011