Logo Innsbruck informiert
Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider und IVB-Geschäftsführer Martin Baltes präsentieren das neue Innsbruck-Ticket.
Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider und IVB-Geschäftsführer Martin Baltes präsentieren das neue Innsbruck-Ticket.

IVB Tarifreform steht kurz bevor

Im Februar 2015 wird es eine Reform bei den Tarifen der öffentlichen Verkehrsmittel in der Landeshauptstadt Innsbruck geben. Damit werden alle Personen zwischen Jugendlichen und SeniorInnen, die eine Jahreskarte benötigen, stark entlastet werden. Der Stadtsenat hat sich einstimmig für die Reform ausgesprochen. Die Details wurden heute im Zuge einer Pressekonferenz von Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider und IVB-Geschäftsführere DI Martin Baltes präsentiert.

Jahres-Ticket wesentlich günstiger

Kernpunkt der neuen Tarife wird das neue Jahres-Ticket– das Innsbruck-Ticket – sein. Während ein Ticket, welches das ganze Jahr über gültig ist, derzeit 462 Euro kostet, wird es nach der Einführung der neuen Preise um knapp 30 Prozent günstiger werden. Das ganzjährig gültige Ticket kostet dann nur noch 330 Euro. Diese Entlastung sieht die für Mobilität zuständige Vizebürgermeisterin Pitscheider als einen großen Schritt in die richtige Richtung: „Besonders die Entlastung der Vielfahrerinnen und Vielfahrer ist wichtig. Bis jetzt ist Innsbruck im Vergleich mit anderen Bundesländern besonders bei den Jahres-Tickets stark hinterhergehinkt. Durch das neue Jahres-Ticket sind wir wieder ganz vorne mit dabei.“ In Wien kostet das Jahresticket derzeit beispielsweise 365 Euro, in Graz 388 Euro.

Personenbezogenes Ticket

Das Jahres-Ticket Neu ist personenbezogen. Das bedeutet, dass eine Weitergabe an eine andere Person nicht mehr möglich ist. Der Vorteil liegt auf der Hand. Bei Verlust des Tickets ist eine erneute Ausstellung problemlos möglich und das Jahres-Ticket, wenn sie gefunden wird, kann einfach an die Besitzerin oder den Besitzer zurückgegeben werden.

Mehr Fahrgäste, niedrigere Preise

Durch die neuen Tarife rechnen die Stadt Innsbruck und die Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) mit einem Anstieg der Fahrten auf fast 50 Millionen pro Jahr. Durch das Befördern von mehr Personen ist es möglich, die Preise zu senken. Mit dem geplanten 5-Fahrten-Ticket steht auch den vielen sporadischen NutzerInnen des Öffentlichen Verkehrs eine günstige Variante zur Verfügung. Mit dem neuen 5-Fahrten-Ticket im Vorverkauf fährt man um 1,60 Euro. Neu ist auch, dass dieses Ticket auch direkt im Bus erhältlich ist; dann kostet es 10 Euro.

Mehr Klarheit, weniger Tickets

Zukünftig gibt es kein Halbjahres-Ticket mehr. Damit hat sich die Stadt an das Kartenangebot des Verkehrsverbundes Tirol (VVT) angepasst und schafft mehr Klarheit im Tarif-Dschungel. Dafür gilt das neue, lediglich 100 Euro teurere Ticket das ganze Jahr. Durch die Reduktion der Anzahl der verschieden Tarife soll der Ticketentscheid- bzw. -kauf für die Fahrgäste der IVB einfacher werden.

Einstimmige Entscheidung

Der Innsbrucker Stadtsenat hat die Entscheidung, in eine Tarifreform zu investieren, einstimmig getroffen. „Die komplette Stadtregierung ist sich einig, dass Investitionen in den Öffentlichen Verkehr gleichzeitig Investitionen in die Lebensqualität einer Stadt sind. Deshalb liegt es auf der Hand, diese stetig zu verbessern,“ erklärt Vizebürgermeisterin Pitscheider. Bei der Stadtsenatssitzung im Juli wurde der Antrag, der von Pitscheider eingebracht wurde, deshalb ohne Gegenstimme angenommen. (DH)