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Themen des Stadtsenats vom 20. Dezember 2017

• Bildungs- und Schulzentrum in Wilten nimmt Gestalt an • Neue PächterInnen für die Bodenstein Alm • Neuer Badesteg am Achensee • Mietzins für Sportplatz-Kantinen verringert • Unterstützung für „ARANEA“ • Neues Löschfahrzeug für die FF Hötting • Mitbenützung der Schneeladerampe gestattet • Vorbereitung für Neugestaltung Mariahilfplatz/Mariahilfstraße
 

Bildungs- und Schulzentrum in Wilten nimmt Gestalt an

Bildung ist ein Thema, das der Innsbrucker Stadtregierung am Herzen liegt. Deshalb wird dem Leuchtturmprojekt „Bildungs- und Schulzentrum Wilten“ besonders hohe Bedeutung beigemessen. „Derzeit gibt es im Stadtteil verteilt unterschiedliche Schulstandorte von Volksschule und Neuen Mittelschulen. Diese sollen möglichst zentral zusammengefasst werden. Ein besonderer Vorteil des Projekts ist die Tatsache, dass das Lehrpersonal aktiv in die Mitgestaltung einbezogen wird“, erklärt Bildungsstadtrat Ernst Pechlaner. Im Vordergrund des Projekts stehen verschränkte und innovative Unterrichtsformen sowie eine hochwertige Freizeitgestaltung. Zudem wird die Möglichkeit des nahtlosen Überganges von der Volksschule in die Neue Mittelschule an einem Standort forciert.

Geplant ist, die derzeitigen Schulstandorte Neue Mittelschule (NMS) Dr. Fritz-Prior und die NMS Wilten an einem Standort in der Leopoldstraße zusammenzuführen. Diese neue NMS wird den Schwerpunkt „Dienstleistung und Tourismus“ haben. Die Volksschule Altwilten bleibt im selben Gebäude bestehen. In das ehemalige Gebäude der NMS Wilten in der Michael-Geismair-Straße übersiedelt die NMS Müllerstraße, mit dem Schwerpunkt „Kreativität“. Der Schülerhort in der Michael-Geismair-Straße wird aufgelassen und die Räumlichkeiten für das Bildungs- und Schulzentrum Wilten adaptiert. Ein gemeinsamer Speisesaal sowie eine Verbindung zwischen den beiden Gebäuden werden errichtet.

Der Stadtsenat nahm den vorliegenden Bericht zur Kenntnis.

 

Neue PächterInnen für die Bodenstein Alm

Mit Abschluss der vergangenen Almensaison trat Edith Felderer nach mehr als zwei Jahrzehnten als Wirtin der Bodensteinalm ihren Ruhestand an. Die Pacht der Alm wurde daraufhin öffentlich ausgeschrieben. Insgesamt haben sich fünf Personen darum beworben. In einem Hearing, besetzt mit Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, Stadtrat Franz X. Gruber und Forstamtsleiter DI Andreas Wildauer, konnte das Ehepaar Lukasser überzeugen. „Die Pächter sind ein Glücksgriff. Sie haben sich durch ihre jahrelange Erfahrung auf der Bettelwurfhütte ausgezeichnet. Sie können die Bodenstein Alm in der bisherigen Tradition, garniert mit neuen Akzenten, in die Zukunft führen. Ein nahtloser Übergang der Qualität von Edith Felderer ist damit garantiert“, erklärt Stadtrat Franz X. Gruber. Der Stadtsenat sprach sich einstimmig für einen Pachtvertrag auf die Dauer von fünf Jahren aus. Die Pacht beginnt nach Abschluss der notwendigen Umbauarbeiten im Mai 2018.

 

Neuer Badesteg am Achensee

Die Stadt Innsbruck ist die grundbücherliche Eigentümerin des Achensees. Deshalb liegt es auch in ihrem Aufgabengebiet, etwaige Bewilligungen zu erteilen. Die Betreiberin des Seehotels „Einwaller“ in Eben bekommt für die Errichtung einer Bade- und Liegesteganlage eine vorläufige Bewilligung auf die Dauer von fünf Jahren. „Der Achensee ist für viele Innsbruckerinnen und Innsbrucker ein beliebtes Naherholungsgebiet. Diese Aufwertung stellt eine Win-Win-Situation für Einheimische wie Gäste dar“, erklärt Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer. Der Holzsteg wird für ca. 45 Haus- und Tagesgäste einen Zugang zum See bieten und gänzlich – das Grundgerüst ausgenommen – aus Holzbaustoffen errichtet. Der Stadtsenat hat keine Einwände gegen die Bewilligung. Für eine langfristige Absicherung wird zudem ein Baurecht eingeräumt.

 

Mietzins für Sportplatz-Kantinen verringert

In den vergangen Jahren hat sich der Betrieb der Kantinen am Sportplatz Reichenau sowie in der Wiesengasse immer weniger lukrativ gestaltet. Aus diesem Grund sind die BetreiberInnen mit zwei Bitten an die Stadt Innsbruck herangetreten: Einerseits soll der Mietzins verringert, andererseits die Betriebspflicht erlassen werden. Diesen Anträgen kommt der Stadtsenat mit seinem einstimmigen Beschluss nach.

„Die Rahmenbedingungen für die Pächterinnen und Pächter werden immer schwieriger. Wesentlich ist, die Kantinenkultur des Innsbrucker Sports nachhaltig zu sichern“, erklärt Vizebürgermeister Christoph Kaufmann. Der Mietzins wird auf 4,10 Euro pro Quadratmeter verringert und die vorgeschriebenen Öffnungszeiten werden nicht mehr vertraglich geregelt. Während der Trainingszeiten ist also auch ein Angebot zur Selbstbedienung möglich. Diese Neuerungen werden bis 2019 beobachtet und anschließend evaluiert.

 

Unterstützung für „ARANEA“

Der Verein „ARANEA“ hat sich die Arbeit mit Mädchen zur Aufgabe gemacht. Die Stadt Innsbruck subventioniert diesen mit einer jährlichen Förderung von 30.000 Euro. Im Gegenzug wird von den Verantwortlichen verlangt, ein ausführliches Konzept für die dezentrale Mädchenarbeit in Innsbruck zu erarbeiten und umzusetzen – die „Homebase“ des Vereins wird am ehemaligen MoHo-Areal entstehen. „Eine enge Zusammenarbeit mit unseren ISD-Jugendzentren bietet sich für die Arbeit des Vereins an und ist ein Punkt, der in Zukunft intensiviert wird“, erklärt Vizebürgermeister Christoph Kaufmann. Der Stadtsenat sprach sich einstimmig für die Subvention aus.

 

Neues Löschfahrzeug für die FF Hötting

Die Freiwillige Feuerwehr Hötting bekommt ein neues Tanklöschfahrzeug. „Dies stellt eine konsequente Umsetzung des städtischen Fahrzeugkonzeptes dar. Damit ist auch in Zukunft die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet“, erklärt Vizebürgermeister Christoph Kaufmann. Das Fahrzeug ist komplett feuerwehrtechnisch eingerichtet. Der Stadtsenat stimmte ohne Gegenstimme für den Ankauf des Fahrzeugs um rund 385.000 Euro.

 

Mitbenützung der Schneeladerampe gestattet

Die Stadt Innsbruck schließt mit den Tirol Kliniken eine Nutzungsvereinbarung ab und gestattet diesen die Mitnutzung der Abladerampe für die Entsorgung von Räumschnee am Innrain. Dort darf ausschließlich Räumschnee vom Klinikareal abgeladen werden. Für die Mitnutzung zahlen die Tirol Kliniken einen Betrag von 5.000 Euro netto. Der Stadtsenat sprach sich einstimmig für die Vereinbarung aus.

 

Vorbereitung für Neugestaltung Mariahilfplatz/Mariahilfstraße

Jene Trafik, die in Mariahilf auf städtischen Grund steht, wird seit 1994 vermietet. Im Zuge des Projekts „Neugestaltung Mariahilfplatz/Mariahilfstraße“ wurde im vergangenen Juli im Stadtsenat die Kündigung des Mietvertrags beschlossen. Im Zuge eines Lokalaugenscheins stellte sich heraus, dass das Gebäude untervermietet wurde. Der Mieter hat nun bis 15. Jänner 2018 Zeit, die Trafik zu räumen sowie von etwaigen Beklebungen zu befreien. Erfolgt dies fristgerecht, übernimmt die Stadt Innsbruck den Abbruch im Zuge des Neugestaltungsprojekts. Dieser Lösung stimmte der Stadtsenat ohne Gegenstimme zu. (DH)

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