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Vollen Einsatz für eine saubere Stadt zeigen die MitarbeiterInnen des Amtes für Straßenbetrieb.
Vollen Einsatz für eine saubere Stadt zeigen die MitarbeiterInnen des Amtes für Straßenbetrieb.

Fünf Mal um die Welt im Dienst der Sauberkeit

Zahlreiche Hände sind nötig, um BewohnerInnen wie TouristInnen Tag für Tag eine saubere, attraktive Stadt zu präsentieren. Die MitarbeiterInnen des Amtes für Straßenbetrieb sind dafür das ganze Jahr über im Einsatz und kümmern sich – meist im Hintergrund – um die unterschiedlichen Aufgaben.

Bereits in den frühen Morgenstunden, ab 04:00 Uhr, sind die ersten Maschinen des Amtes für Straßenbetrieb unterwegs und geben den tagsüber belebten Einkaufsstraßen der Innenstadt den Feinschliff. Allein im vergangenen Jahr rückten die MitarbeiterInnen zu 270 Abend- und Nachteinsätzen nach Veranstaltungen und anlässlich angeordneter Sonderreinigungen aus. Insgesamt 2.400 Tonnen Müll und Kehricht kamen durch händische und maschinelle Reinigung zusammen. Das Team war rund 7.730 Stunden mit Groß- und Kleinkehrmaschinen im Einsatz. Im Durchschnitt wird in Innsbruck jeder Papierkorb ca. 300-mal pro Jahr ausgeleert, einige davon bis zu viermal pro Tag. Mit all seinen Fahrzeugen legte das Straßenbetriebsamt im Vorjahr rund 201.000 gefahrene Kilometer zurück. Somit hätten sie vergleichsweise fünf Mal die Erde umrundet.

Auch Straßen gehören gehegt und gepflegt

Wie der Name schon verrät, ist das Amt vor allem für die Innsbrucker Straßen verantwortlich. Dazu gehören neben der Instandhaltung von Gehsteigen und Fahrbahnen im Allgemeinen auch die Sanierungen von Fahrbahnbelägen, Straßenpflasterungen sowie die Umsetzung von Blindenleitsystemen am Boden und die Betreuung von Leitplanken. Als Beispiel für die Leistung können die 1.500 Arbeitsstunden angeführt werden, welche die MitarbeiterInnen 2015 mit der Sanierung von Pflasterflächen verbracht haben. Umgerechnet hätte eine einzige in Vollzeit beschäftigte Person für die gleiche Arbeit mehr als 37 Wochen gebraucht. Neben den Straßen kümmern sich die MitarbeiterInnen auch um all jene Einrichtungen, die dafür sorgen, dass der fließende Verkehr geordnet und sicher abläuft. Sie sind für rund 20.000 Verkehrszeichen, Hinweisschilder und Wegweiser im Stadtgebiet verantwortlich. Allein im vergangenen Jahr wurden rund 850 Verkehrszeichen montiert und entfernt, 1.340 wurden repariert bzw. umgehängt und 1.120 Ampellampen ausgetauscht. Innsbrucks Straßentafeln werden seit 2009 vom Team gegen neue, rotbraune Schilder ersetzt. 400 Stück wechselte es im vergangen Jahr. Die alten Tafeln können direkt im Amt für Straßenbetrieb zum Fixpreis von je 50 Euro erworben werden. Das Büro befindet sich im Zimmer 1.001 in der Roßaugasse 4b und ist Montag bis Freitag, von 09:00 bis 12:00 Uhr, geöffnet.

„Sauberkeit kennt in Innsbruck keine Pause. Ganzjährig und wenn nötig auch rund um die Uhr sind die Angestellten des Amtes für Straßenbetrieb für eine strahlende und sichere Stadt sowie unsere Lebensqualität unterwegs. Ein großes Dankeschön hierfür!“

Vizebürgermeister Christoph Kaufmann

Vizebürgermeister Christoph Kaufmann

Mit dem Schnee startet der Hochbetrieb

Die ersten Schneeflocken verwandeln Straßen, Plätze und Parks in weiße Winterlandschaften, von denen eine beruhigende Atmosphäre ausgeht. Von dieser ist im Amt für Straßenbetrieb wenig zu spüren. Ganz im Gegenteil: Bei Schneefall läuft das Amt auf Hochbetrieb, gilt es doch für geräumte und sichere Wege zu sorgen. Mehr als 550 Kilometer Fahrstreifen, 130 Kilometer Gehsteige und Gehwege sowie 630 Schutzwege fallen in die Zuständigkeit des Amtes. Beim Winterdienst ist im Bedarfsfall auch die amtseigene Werkstatt nachts und an Wochenenden in Betrieb. Ganzjährig sorgt sie dafür, dass die 280 städtischen Fahrzeuge und Geräte jederzeit verfügbar sind und nur möglichst kurze Ausfallzeiten haben. 

Auf den Winter folgt der Frühjahrsputz

Durch Staub, Reifenabrieb und Streusplitt ist die Straßenverschmutzung im Winter besonders hoch. Aus diesem Grund steht für das Team von Amtsvorstand DI Josef Mühlmann, das besonders eng mit dem Team des Amtes für Grünanlagen zusammenarbeitet, im Frühjahr eine besonders arbeitsintensive Zeit an. Jahr für Jahr werden im Zuge des Frühjahrsputzes sukzessive rund 340 Straßenkilometer und 380.000 Quadratmeter Gehsteigfläche gereinigt. Dabei unterstützt eine ganze Flotte an Maschinen die städtischen MitarbeiterInnen: Ob große und kleine Kehrmaschinen, Wasch- und Kanalsaugwägen, Geräteträger sowie ein sogenanntes Schrubbdeck-Fahrzeug – sie alle rücken im Dienste der Sauberkeit aus. Das Reinigen der Gehsteige und Fahrbahnen von Streusplitt, das Waschen der Fahrbahnen sowie das Aussaugen der Sinkkästen gehört ebenso zum Frühjahrsputz wie das Reinigen der Papierkörbe und das Entfernen von widerrechtlich angebrachten Plakaten, Plakatständern oder Werbematerial auf Laternen, Ampeln und Verkehrszeichen. Auch desolate Fahrräder, die sich speziell im Innenstadtbereich ansammeln, werden im Frühjahr und Herbst eingesammelt. 2015 kamen rund 600 schrottreife Räder zusammen. (AA)