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Steirischer Besuch am Walderkammweg

Projekte „Griffbereit“ und „Rucksack“ im Fokus
Hoher Besuch hatte sich am 25. Juni im städtischen Kindergarten Walderkammweg im Olympischen Dorf angesagt: Der steirische Landesrat für Bildung, Familie und Jugend, Mag. Michael Schickhofer, stattete den Kindern einen Besuch ab. Der Landesrat wurde von Gemeinderätin Angela Eberl, Mag.a Brigitte Berchtold (Amtsleiterin Kinder- und Jugendbetreuung) und der Kindergarten-Leiterin Doris Wiestner empfangen.

Landesrat Michael Schickhofer machte sich vor Ort persönlich ein Bild von den Projekten „Griffbereit“ und „Rucksack“. Beide Programme wurden von den „Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien“ in Nordrhein-Westfalen entwickelt und werden seit Sommer 2012 bzw. Frühjahr 2013 im Kindergarten Walderkammweg in Innsbruck erfolgreich durchgeführt.

Details zu den Projekten
Sprachliche Bildung beginnt in der Familie und wird in Kindergärten ergänzt und fortgeführt. Die Mehrsprachigkeit wird in beiden Projekten als Potenzial der Kinder aufgegriffen.

Das Projekt „Rucksack KiTa“ unterstützt Kinder zwischen vier und sechs Jahren, Eltern mit Zuwanderungsgeschichte sowie Kindergärten in diesem Bildungsprozess. Die Kinder werden von den Eltern in der Herkunftssprache und von den PädagogInnen in der deutschen Sprache gefördert. Die Eltern werden als ExpertInnen für die Erziehung ihrer Kinder sowie für das Erlernen der Herkunftssprache angesprochen. Sie treffen sich für die Dauer von neun Monaten wöchentlich und werden durch speziell ausgebildete ElternbegleiterInnen angeleitet. Aktuell nehmen 71 Eltern und deren Kinder teil. Das Projekt wird derzeit in den Sprachen Deutsch, Serbisch, Kroatisch, Bosnisch, Türkisch, Englisch und Russisch durchgeführt.

Das Programm „Griffbereit“ richtet sich an Eltern mit und ohne Migrationshintergrund und ihre Kinder im Alter zwischen ein und drei Jahren. „Griffbereit“ fördert die frühkindliche Entwicklung durch konkrete kleinkindgerechte Aktivitäten und schafft eine wichtige Grundlage zum Erwerb von Sprachkompetenz. In der Gruppe werden immer mehrere Sprachen gesprochen: Deutsch und die Sprache des Herkunftslandes der Eltern. Die Akteure sind dabei die Eltern selbst. Sie sind die ersten Sprachvorbilder und haben den engsten Bezug zu ihren Kindern im Alltag. Durch „Griffbereit“ kommen Kleinkinder aus Familien mit Zuwanderungsgeschichte schon sehr früh mit der deutschen Sprache und deutschsprachige Kinder mit einer Fremdsprache in Kontakt. Insgesamt nehmen derzeit rund 20 Eltern und Kinder am Projekt teil.

Mit der Förderung der Dreijährigen nimmt die Stadt Innsbruck eine Vorreiterrolle ein, da diese derzeit von Seiten des Bundes nicht berücksichtigt wird.
25. Juni 2013