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Start der Veranstaltungsreihe „Fahrradhauptstadt Innsbruck“

Impulsreferat zum Thema „Geschichte und Renaissance des Fahrrades“
In einer Reihe von Workshops soll die künftige Ausrichtung der Fahrradpolitik und Fahrradkultur in Innsbruck ausgearbeitet werden. Am 5. Juni fand im Plenarsaal des Rathauses der erste „Radfahr-Workshop“ statt, im Rahmen dessen der anerkannte deutsche Radverkehrsexperte Prof. Heiner Monheim ein Impulsreferat zum Thema „Geschichte und Renaissance des Fahrrades“ hielt. Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider begrüßte die ZuhörerInnen und nahm selbst am Workshop teil.

Vizebürgermeisterin Pitscheider möchte Innsbruck noch fahrradfreundlicher machen, gleichzeitig solle das Radfahren noch einfacher und sicherer werden. „Mehr Radverkehr und mehr nachhaltige Mobilität bedeuten eine höhere Lebensqualität für alle Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner“, so die Vizebürgermeisterin weiter. Die Ziele für die Zukunft definierte sie folgendermaßen: „Alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sollen sich wohl fühlen, gerne mit dem Rad fahren und einander mit Respekt begegnen“. Dies könne aber nicht von oben herab verordnet werden, es müsse unter Beteiligung der „Interessensgruppen Fahrrad“ erarbeitet werden. Zu dieser Interessensgruppe gehören unter anderem die Polizei, VertreterInnen der Arbeiterkammer sowie der Autofahrerorganisationen ÖAMTC und ARBÖ, die Fahrradorganisationen ARGUS und Bikerei und die IVB.

„Die Straße ist keine Verkehrsmaschine, sondern ein Lebensraum“, erklärte Professor Monheim, der die bemerkenswerte positive Entwicklung Innsbrucks hervorhob. Allerdings seien die Potentiale noch groß und können entwickelt werden. In diesem Zusammenhang verwies er vor allem auf die positive Dynamik bei den Pedelecs und den Leihfahrradsystemen, die riesige Chancen eröffnet.

Innsbruck setzt auf das Fahrrad
Was den Radverkehr angeht steht die Stadt Innsbruck in Österreich an der ersten Stelle. Dieser Status soll ausgebaut werden. Daher will die Stadt gemeinsam mit den „Interessensgruppen Fahrrad“ Schwerpunkte für die Zukunft erarbeiten. Angestrebt werden dabei eine verbesserte Infrastruktur, ein weitgehend zusammenhängendes Radwegnetz und nicht zuletzt eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur.

Innsbruck als Fahrradhauptstadt Österreichs unter der Lupe
Im Anschluss an den Vortrag von Gastreferent Monheim analysierten die Anwesenden Stärken und Schwächen der zukünftigen Fahrradhauptstadt Innsbruck. Moderiert werden die Veranstaltungen von Mag. Patrick Kofler aus Bozen, der in die größten und bekanntesten Fahrradmarketingprojekte des deutschen Sprachraumes involviert ist. „Es ist großartig, dass Innsbruck mit der Bevölkerung spricht und die Schwerpunkte gemeinsam festlegt“, so der Fahrradkulturexperte. Weiters meinte er, dass blinder Fahrradaktionismus oftmals kontraproduktiv sei.

Drei Veranstaltungen der Reihe „Fahrradhauptstadt Innsbruck“ folgen, der nächste Workshop findet am 3. Juli statt.
06. Juni 2013