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Start der Schulsozialarbeit am Standort Innsbruck

Projekt in der NMS Olympisches Dorf präsentiert
Die Stadt Innsbruck und das Land Tirol präsentieren ein neues Projekt im Schuljahr 2012/13: Mit der Schulsozialarbeit soll ein adäquates und zeitgerechtes HelferInnensystem im Lebensraum Schule etabliert werden. Im Pressegespräch am 5. November informierten LHStv. Gerhard Reheis, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann und StR Ernst Pechlaner gemeinsam mit Dr. Karin Zangerl (AV Familie, Bildung und Gesellschaft), Direktor Roland Zaggl, Mag.a Karin Hüttemann (Kinderschutzzentrum) und den SchulsozialarbeiterInnen Philipp Bechter, Stefanie Reinthaler und Thomas Schatz sowie der ehemaligen Gemeinderätin und Pionierin Sigrid Marinell über die Details des Projektes.

„Die Schulsozialarbeit trägt zur Verbesserung des Schulklimas im Allgemeinen bei“, ist Stadtrat Pechlaner überzeugt, der sich an dieser Stelle auch bei Vizebürgermeister Christoph Kaufmann sowie allen weiteren Beteiligten für die gute Vor- bzw. Zusammenarbeit bedankte. Auch der ehemals ressortzuständige Vizebürgermeister Kaufmann freute sich über die Einrichtung: „Ich bin froh, dass dieser Meilenstein in der Innsbrucker Bildungslandschaft endlich geglückt ist.“

Präventionsarbeit, Intervention und Beratung
Schulsozialarbeit ist eine Hilfestellung der Jugendwohlfahrt, bei der die SozialarbeiterInnen kontinuierlich an der Schule tätig sind. Sie setzt es sich zum Ziel, durch konkrete Angebote in der Prävention und in der Intervention eine Verbesserung der individuellen Lage einzelner SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern zu erreichen. In Innsbruck wird sie an den Schulzentren Reichenau (Neue Mittelschule Reichenau, Volksschule Reichenau und Polytechnische Schule), Olympisches Dorf (zwei Neue Mittelschulen und Volksschule Neuarzl) sowie Hötting (zwei Neue Mittelschulen) eingerichtet. Insgesamt fünf SchulsozialarbeiterInnen werden ab Dezember eingeschult und mit Jänner unter dem Motto „Offen, freiwillig, vertraulich“ ihre Tätigkeiten aufnehmen. Zu den Aufgaben der SozialarbeiterInnen zählen sozialarbeiterische Beratungen, Präventionsarbeit, Interventionen im Klassenverband bzw. der peergroup, Krisenintervention, Informationsveranstaltungen sowie Gemeinwesenarbeit.

Die Kosten des Projektes werden von der Stadt Innsbruck, dem Land Tirol sowie dem „Lions Club Innsbruck Goldenes Dachl“ getragen. Träger der Schulsozialarbeit ist die Tiroler Kinderschutz GmbH, anerkannter Träger der freien Jugendwohlfahrt.

Warum Schulsozialarbeit in Innsbruck?
Nach dem erfolgreichen Modellprojekt in Imst, wo die Angebote der Schulsozialarbeit schon seit 2008 intensiv genutzt werden, wird von Seiten des Landes Tirol ein flächendeckender Ausbau forciert. Eine Evaluation in den bisherigen Standorten untermauerte einen hohen Bedarf und die große Akzeptanz der Sozialarbeit an den Schulen. Auch LHStv. Reheis zeigte sich von dem Projekt überzeugt: „Schulsozialarbeit ist kein Experiment mehr, bereits in Imst und Jenbach hat sie sich als vernünftige Einrichtung erwiesen.“

Die bestehenden Beratungsstellen (Imst, Jenbach) wurden jeweils sehr stark frequentiert. Es wurde deutlich, mit wie vielen Schwierigkeiten die Kinder schon in den Neuen Mittelschulen konfrontiert sind. Zusätzliche Möglichkeiten der Aussprache und weitergreifende Unterstützung der SchülerInnen sollen zur Entlastung der Jugendlichen, der Eltern wie auch des Lehrpersonals beitragen.
05. November 2012