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Stadtteilausschuss Igls tagte am 9. November 2010

(RMS) Groß war das Interesse der BürgerInnen auch an der gestrigen Sitzung des Stadtteilausschusses Igls, der diesmal im Mehrzwecksaal des Vereinsheimes stattfand. Unter dem Vorsitz von Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer nahmen Vizebürgermeister Franz X. Gruber, Vizebgm. Christoph Kaufmann und Stadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter an der Sitzung teil, sowie die gewählten Mitglieder des Unterausschusses Igls unter der Leitung von Mag. Klaus Defner und Mitglieder des Innsbrucker Gemeinderates.

Nachdem zu Beginn die Beschlussfähigkeit festgestellt wurde, berichteten Vorsitzende Bgm. Oppitz-Plörer und Unterausschuss-Vorsitzender Mag. Klaus Defner über Entwicklungen und umgesetzte Projekte im Stadtteil Igls.
Die vollständige Tagesordnung umfasste insgesamt 13 Punkte, ein zusätzlicher Punkt (Wohnungsnachbesetzung am „Bichl“) wurde auf die Tagesordnung gesetzt.

Sicherer Schulweg: Verkehrsberuhigung Eichlerstraße und Habichtstraße
Der Unterausschuss beantragte erneut, diese beiden Gemeindestraßen im Sinne eines sicheren Schulweges für die Kinder aus Igls und Vill verkehrsmäßig zu beruhigen. Den Ausführungen der Unterausschuss-Mitglieder folgend, benutzen viele die Achse Eichlerstraße und Habichtstraße trotz des gültigen Fahrverbotes (ausgenommen Anrainerverkehr) als „Schleichweg“, wodurch eine Gefährdung der Kinder am dortigen Schulweg gegeben ist.
Vorgeschlagen wurden eine bessere Überwachung des Fahrverbotes und bauliche Maßnahmen, so genannte „Berliner Kissen“. Dabei handelt es sich um gepflasterte, leichte Straßenerhöhungen zur Tempo-Reduktion.

Bgm. Oppitz-Plörer sprach sich für bewusstseinsbildende Maßnahmen aus. Zum einen sollte ein Brief an die Eltern der betroffenen Schulkinder zur Bewusstseinsbildung beitragen und verstärkte Polizeikontrollen die Einhaltung des Fahrverbotes sicherstellen. Eine komplette Durchfahrtssperre im Umfeld der Volksschule soll im Verkehrsausschuss geprüft werden.
Der Antrag zur Überweisung an den Gemeinderat wurde einstimmig angenommen.

Volksschule Igls-Vill: Errichtung neuer Fußwege
Rund um die Volksschule schlug der Unterausschuss die Errichtung von drei neuen Fußwegen vor. Zum einen soll eine von Schulkindern verwendete, verkehrssichere Abkürzung ausgebaut und eine Fußgängerverbindung zum Viller Steig geschaffen werden. Zum anderen erscheint eine barrierefreie Zufahrtsmöglichkeit zum Untergeschoß der Volksschule, in der die Kleinkindbetreuung und die „Zwergenburg“ untergebracht sind, notwendig.

Bgm. Oppitz-Plörer schlug eine erneute Prüfung des Antrages durch die IIG und die zuständigen Ämter vor. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

Landesstraße L9: Vorrangänderung zu einer Vorrangstraße mit besonderem Verlauf
Erneut brachte der Unterausschuss Igls den Antrag ein, die Landesstraße 9 zur Vorrangstraße aufzuwerten, um das Tempo auf der Igler-Straße selbst zu verlangsamen und gleichzeitig Rückstaus in den abgewerteten Straßen (z.B. Hilberstraße) im Ortsgebiet zu vermeiden. Gefährliche, missverständliche Verkehrssituationen an der Einmündung der Bilgeri-Straße (geknickter Straßenverlauf) sollen damit ebenfalls der Vergangenheit angehören.

Die neuerliche Überweisung an den Gemeinderat wurde gemäß Antrag einstimmig angenommen. Gewünscht wird darin die Kontaktaufnahme der Bürgermeisterin mit dem zuständigen Amt der Tiroler Landesregierung.

Geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen in der Patscher Straße
2011 soll die Landestraße 33 (Patscher Landesstraße im Bereich Einmündung Gletscherblickweg und Kreuzung mit L 38 Römerstraße) neu errichtet und ausgebaut werden. Befürchtet wird eine deutliche Geschwindigkeitserhöhung des Verkehrs, der nach Igls hineinfließt – besonders an den beiden stark frequentierten Fußgängerübergängen zum Kurpark (Gletscherblickweg und Igler Hof).
Der Antrag des Unterausschusses schlägt die Errichtung von geschwindigkeitsreduzierenden Maßnahmen vor, etwa Mittelinseln.

Stadträtin Pokorny-Reitter verwies allerdings auf einen Beschluss der Landesregierung, wonach keine weiteren Maßnahmen wie Mittelinseln auf Landesstraßen mehr installiert werden sollen – und wenn unbedingt notwendig, nur auf eigene Kosten.

Der Antrag zur Überweisung an den Gemeinderat wurde einstimmig angenommen. Auch darin wird eine Kontaktaufnahme der Bürgermeisterin mit den zuständigen Stellen der Landesregierung gewünscht.

Vorplatz der Patscherkofelbahn
Erneut war der Vorplatz der Patscherkofelbahn ein zentrales Thema im Stadtteilausschuss. Da nun die damit verbundene Verbauung des Ramsbaches unmittelbar vor der Umsetzung steht, soll die Oberflächengestaltung des Vorplatzes der Patscherkofelbahn nun aufgrund des langen Ankündigungszeitraumes und der unbefriedigenden Verkehrssituation zügig konkretisiert werden.

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer bestätigte ein Budget von 620.000 Euro für 2012, das bereits für die Umsetzung des Projektes reserviert ist. 2011 sollen die Planungen abgeschlossen sein, damit 2012 mit der Umsetzung begonnen werden kann.

Stadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter betonte, dass die gemeinderätlichen Ausschüsse noch miteingebunden werden müssten. Der Antrag an den Gemeinderat, wonach die zuständigen Ämter der Stadtgemeinde Innsbruck mit der Umsetzung betraut werden sollten, wurde dementsprechend umformuliert und einstimmig angenommen.

Investitionskostenzuschuss für die Beleuchtung der Hilberstraße
Dem Unterausschuss unter Vorsitz von Herrn Mag. Defner zufolge ist die Beleuchtung der Hilberstraße in die Jahre gekommen, zahlreiche unterschiedliche Straßenlaternen wurden verbaut und trüben das Erscheinungsbild des Ortskernes. Die erwünschte Umrüstung der Beleuchtung wurde in Absprache mit der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) erarbeitet und resultiert in Mehrkosten von 7.960 Euro (zzgl. MwSt.) gegenüber der Standardvariante.

Der Antrag an den Gemeinderat, die Übernahme der Mehrkosten durch die Stadtgemeinde Innsbruck zu beschließen, wurde zwar einstimmig angenommen, vorstellbar sei laut Bgm. Oppitz-Plörer aber der Zuschuss von höchstens einem Drittel der Kosten – der Rest müsste über externe Partner lukriert werden.

Anfrage zu Status und Umsetzung der Sportspange
Das bereits öfters diskutierte Thema der Sportspange Igls war auch gestern wieder Inhalt einer Anfrage an Bgm. Oppitz-Plörer, ob hier bereits ein Umsetzungs- und Budgetplan erstellt wurde.

Bgm. Oppitz-Plörer erklärte, dass in den nächsten Jahren das Projekt aus Budgetgründen nicht realisiert werden könne. Auch Sport- und Jugendreferent Vizebgm. Kaufmann bestätigte zwar das Interesse der Stadt an der Umsetzung des Projektes, Kostenschätzungen von rund einer Million Euro würden momentan im Vergleich zu anderen notwendigen Vorhaben der Umsetzung widersprechen.

Anfrage zur Errichtung eines Gehsteiges in der Badhausstraße
Im Mittelpunkt stand die Frage, wann mit der Errichtung des Gehsteiges in der Badhausstraße begonnen wird und ob entsprechende Mittel bereits budgetiert wurden.

Bgm. Oppitz-Plörer bestätigte 250.000 Euro, die für dieses Bauvorhaben bereits fix vorgesehen sind. 2012 wird mit dem Bau begonnen.
11. November 2010