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„stadt_potenziale 2011“: Zehn Siegerprojekte gekürt

Zum vierten Mal vergeben: Mit 70.000 Euro eine der höchstdotierten Kunstförderungen der Stadt Innsbruck.
Mit 70.000 Euro eine der höchstdotierten Kunstförderungen der Stadt Innsbruck, die „stadt_potenziale - Kunst- und Kulturinnovationsförderung“, wurde heuer zum vierten Mal vergeben. Im Rahmen eines Pressegesprächs am 7. Februar im Plenarsaal des Rathauses gaben Kulturstadträtin Univ.-Prof. Dr. Patrizia Moser, Projektleiterin Mag.a Birgit Neu (Abteilungsleitung Gesellschaft, Kultur, Gesundheit und Sport), Kulturamtsleiter Horst Burmann und Mag.a Ingeborg Erhart (baettlegroup für art) die zehn Siegerprojekte bekannt.

„Diese Förderung ist eine optimale Möglichkeit, auf aktuelle Strömungen zu reagieren“, betonte Kulturstadträtin Moser. „Die eingereichten Projekte zeichnen sich auch heuer wieder durch ihre große Vielfalt aus. Ich freue mich, den 2007 durch Hilde Zach begonnenen Dialog mit den Kulturschaffenden weiterführen zu dürfen.“

Um ein möglichst großes Publikum zu erreichen, werde auf die gute Vernetzung untereinander gesetzt: „Alle Projektergebnisse werden im Lauf des kommenden Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt. Dann wird das facettenreiche kreative Potenzial, das in Innsbruck vorhanden ist, aufs Neue sichtbar“, betonte Projektleiterin Neu.

Eine unabhängige, überregionale Fachjury entschied in einer öffentlichen Sitzung am 2. Februar über die Preisträger und die Höhe der Förderungen. Als Jurymitglieder fungierten heuer Andrea Maria Dusl, Hans Oberlechner und Jürgen Tabor, die bei der Entscheidung „großes Augenmerk auf die Vermittlung und den Austausch mit dem Publikum sowie auf die Nachhaltigkeit der Projekte“ legten.

Die zehn Siegerprojekte
Die unterschiedlichen Projekte reichen von der Beschäftigung mit Musik, Film, bildende Kunst und Kunstperformances bis hin zu gesellschafts- und kulturkritischen Aktionen an unterschiedlichen Standorten in Innsbruck.

So möchte die Künstlerin Milena Meller im Rahmen ihres Projektes „weites feld“ beweisen, dass „New York gleich spannend ist wie Neu-Arzl“. Bei einem zweitägigen Demokratie-Kongress Ende April wird der Begriff Demokratie hinterfragt (ein Projekt der Michael-Gaismair-Gesellschaft) und der Frage „wem gehört die stadt?“ wird in einem Weblog nachgegangen. Im Projekt „sInnfonia“ verleihen Manuela Kerer und Florian Hackspiel Innsbruck und seinen BewohnerInnen ihren ganz spezifischen Klang. Melanie Hollaus begibt sich auf eine filmische Spurensuche in die ehemalige Bocksiedlung in der Reichenau und bisher ungezeigte Filme und Workshops für Schulen stehen bei einem Filmfest des Vereins rejected am Programm. Weitere Projekte werden sich der Aufarbeitung der Innsbrucker Musikszene in den frühen 70er Jahren sowie dem Thema „Einkaufen in Innsbruck in der Nachkriegszeit“ (Projekt „Aus der Zeit“) widmen. In der Kochinstallation und Verzehrperformance „Volksküche“ wird „Kultur zur Ware“. Die Kulturarbeit und die meist prekären Arbeitsverhältnisse von Kulturschaffenden werden im Projekt „arbeit_raum“ im Rahmen eines „Co-Working-Space“ thematisiert.
07. Februar 2011