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Stadt Innsbruck erweitert Kindergärten und Schülerhorte

Neuerungen des Amtes für Kinder- und Jugendbetreuung.
Im Rahmen eines Pressegesprächs gab Vizebürgermeister Christoph Kaufmann gemeinsam mit Amtsvorständin Mag.a Brigitte Berchtold Einblick in die Neuerungen des Amtes für Kinder- und Jugendbetreuung. Die derzeit laufende Umsetzung des Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsgesetzes, das u.a. eine maximale Gruppengröße von 20 Kindern (bisher: 25) vorsieht, bringt zahlreiche Neuerungen. Für das kommende Kindergartenjahr finden am 10. und 11. Februar Tage der offenen Tür und am 23. und 24. Februar die Einschreibungen statt.

Stufenweise Umsetzung des Kinderbetreuungsgesetzes
„Wir starten derzeit im Bereich der Kindergärten eine Ausbauoffensive und werden rund 1 Million Euro investieren“, so Kinder- und Jugendreferent Vizebürgermeister Christoph Kaufmann. Bis zum Herbst 2011 baut die Stadt nun die Kindergärten Lönsstraße und Innerkoflerstraße aus. In Igls wird der Kindergarten um eine Expositur erweitert. Zudem erweitert die Stadt im Rahmen des Möglichen auch bestehende Einrichtungen. So entsteht derzeit in sieben Kindergärten und drei Schülerhorte je eine neue Gruppe. Für die Stadt bedeuten die Erweiterungen auch eine Aufstockung des Personalstandes: Bis Herbst 2011 werden voraussichtlich 16 neue PädagogInnen eingestellt.

Derzeit besuchen 1.968 Kinder die städtischen Kindergärten, 557 Kinder werden in den Schülerhorten betreut. Für das Wohl des Innsbrucker Nachwuchses sorgen 147 ausgebildete Fachkräfte und 63 HelferInnen.

„Stufe für Stufe setzen wir das neue Kinderbetreuungsgesetz um“, so Kaufmann. Bis 2012 sollen rund 40 % der Kindergartengruppen eine Gruppengröße von max. 20 Kindern erreichen. Vorgezogen werden etwa Standorte, an denen die Anzahl der Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache groß ist. Die Personalvertretung werde in die Vorhaben miteinbezogen, um die hohe Betreuungsqualität weiter aufrecht zu erhalten. Die Kosten für den Ausbau aller Standorte werden auf rund 6 Millionen Euro geschätzt.

Auch weitere Punkte des neuen Gesetzes, etwa die Sprachförderung ab vier Jahren, setze die Stadt Innsbruck derzeit schon um, berichtete Amtsvorständin Mag.a Brigitte Berchtold: „Sprachkompetenz kann man nur sehr früh erwerben.“ Beispielsweise gäbe es Projekte, bei denen Hortkinder Kindergartenkindern Geschichten vorlesen.

Ausbau der Sommerbetreuung
Die Sommerbetreuung wird auch im heurigen Jahr weiter ausgebaut. Neu hinzu kommt der Kindergarten Bachlechnerstraße. Im Sommer geöffnet haben damit die Kindergärten Bachlechnerstraße, Innerkoflerstraße, Kinder am Tivoli, Lönsstraße, Mitterweg, Peergründe, Reichenau-Süd und St. Nikolaus sowie die Horte Angergasse, Domanigweg, Kaysergarten und Kinder am Tivoli. „Es ist auch wichtig für den Wirtschaftsstandort Innsbruck, dass wir den Eltern optimale Betreuungsbedingungen für ihre Kinder anbieten“, erläuterte Vizebgm. Kaufmann. Der Personalbedarf sei dadurch hoch. Personal- und Finanzreferentin Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer habe aber großes Verständnis. An die Grenzen stoße man jedoch mit dem derzeit geltenden Dienstrecht.

Alterserweiterte Gruppen werden gut angenommen
„Die 2007 eingeführten alterserweiterten Gruppen, in die Kinder schon ab zwei Jahren aufgenommen werden, haben sich bestens bewährt“, berichtete Mag.a Berchtold. Die große Nachfrage zeige, dass der Bedarf gegeben sei.

Ausbau des Mittagstisches
„Mehr als 130.000 Essen wurden 2010 in den Kindergärten und Schülerhorten der Stadt Innsbruck ausgegeben“, so Vizebürgermeister Kaufmann. Unter Einbeziehung einer Diätassistentin versuche man, qualitativ hochwertiges Essen anzubieten. Zudem gibt es in den Kindergärten und Horten die Projekte „Gesunde Jause“ und „Gemeinsame Jause“, bei der die Kinder gemeinsam kochen. Knapp 30% der Kindergartenkinder essen in den städtischen Einrichtungen, von den Hortkindern sind es knapp 70%.

Weitere Investitionen
Beim weiteren Ausbau der Kindergartenstandorte wird in enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung auch Rücksicht auf die demographische Entwicklung in den einzelnen Stadtteilen genommen. Als Beispiele gelten große Wohnbauvorhaben etwa beim Tivoli Neu oder beim Olympischen Dorf 3. In weiterer Zukunft seien etwa neue Kindergärten in Kranebitten und Pradl geplant, berichtete Vizebgm. Kaufmann.

Weiters werden 2011 rund 40.000 Euro in den flächendeckenden Einbau von Schließsystemen und somit in die Sicherheit der Kinder investiert. Fremde gelangen dadurch nicht unbemerkt in die Gebäude und Kinder nicht unbeobachtet hinaus.

67.173 besuchten Jugendzentren der Stadt
Rund 67.173 Kinder und Jugendliche besuchen jährlich die fünf Jugendzentren der Stadt, die vom Verein Jugendhilfe betrieben werden. Allein 11.250 „kids“ nutzten den Skaterplatz des Jugendzentrums Tivoli. Neu hinzu kam 2010 das Jugendzentrum „Box“ in Igls.
03. Februar 2011