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So denkt Innsbruck

Die Ergebnisse der ersten repräsentativen Online-Befragung des Umfrageportals „Meine Stadt. Meine Meinung.“ sind da.
Mitbestimmen, Mitreden, Mitgestalten: Im Rahmen des österreichweiten Pilotprojektes „Meine Stadt. Meine Meinung“ werden vierteljährlich repräsentative Befragungen vom Innsbrucker Meinungsforschungsinstitut IMAD durchgeführt. Die Ergebnisse des „Innsbruck-Stadt-Panel“ dienen den politischen VerantwortungsträgerInnen als Grundlage für Entscheidungen.

Die erste Umfrage fand im März statt – jetzt liegen die Ergebnisse vor: Abgefragt wurde die Zufriedenheit mit unterschiedlichen Lebensbereichen der Stadt. 416 InnsbruckerInnen zwischen 16 und 88 Jahren haben teilgenommen. Die vorliegende Studie bildet ein Abbild der Grundgesamtheit der Innsbrucker Bevölkerung. Die Schwankungsbreite beträgt +/- 4,8 Prozent.

„Mit dem Umfrageportal „Meine Stadt. Meine Meinung.“ schlägt die Stadt Innsbruck ein neues Kapitel in Sachen Bürgerbeteiligung auf. Die Stadtregierung hat sich für die kommenden sechs Jahre im Arbeitsübereinkommen darauf verständigt, dass der Bürgerbeteiligung noch mehr Raum gegeben wird“, so Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer: „Es ist unser Ziel, die Menschen unserer Stadt dazu zu motivieren, an demokratischen Entscheidungsprozessen teilzunehmen sowie sie stärker einzubeziehen. Dass nun die ersten Ergebnisse dieser Repräsentativ-Studie vorliegen, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.“

InnsbruckerInnen schätzen die Lebensqualität
Über 88 Prozent der Befragten sind mit der Lebensqualität in Innsbruck eher zufrieden, rund jede/r Zehnte eher weniger.

In diesem Zusammenhang wurde auch die Zufriedenheit mit der jeweiligen Stadtteilentwicklung in den letzten Jahren abgefragt: Knapp zwei Drittel sind damit sehr zufrieden (14,2 Prozent) bis zufrieden (49,8 Prozent). Nur jede/r Dritte ist weniger (28,2 Prozent) bis gar nicht zufrieden (7,8 Prozent). Das sind vor allem Personen, die mit der Lebensqualität weniger zufrieden sind und Haushalte mit mehr als zwei Kindern.

Handlungsbedarf sehen die InnsbruckerInnen vor allem in den hohen Miet- und Wohnkosten bzw. im geringen Angebot an leistbaren Wohnungen. Weitere Störfaktoren sind zu hohes Verkehrsaufkommen, ein fehlendes ganzheitliches Radwegenetz und auch das Baustellenmanagement.

Die besten Beurteilungen gab’s für die Bereiche Soziale Leistungen (73,4 Prozent), Sport- und Freizeitangebot (72,6 Prozent), Sicherheit (60,9 Prozent) und Kinderbetreuung (59,1 Prozent). Schlecht beurteilt wurden die Bereiche Wohnungsmarkt (52,7 Prozent), Verkehrssituation (39,5 Prozent), das Angebot für Kinder und Jugendliche (19,2 Prozent) und die bauliche Entwicklung (15,9 Prozent).

Für das politische Stadtgeschehen in Innsbruck interessieren sich 36,1 Prozent sehr und weitere 48,9 Prozent geben an, dass sie interessiert sind. Mehr als jede/r Zehnte ist am politischen Geschehen weniger interessiert und 3,4 Prozent gar nicht. Frauen und bis 25-Jährige geben überdurchschnittlich oft an, dass sie wenig Interesse am politischen Stadtgeschehen haben.

63,4 Prozent der InnsbruckerInnen fühlen sich über die Tätigkeiten und Leistungen der Stadt ausreichend informiert, mehr als jede/r Dritte (36,6 Prozent) fühlt sich zu wenig informiert.

In der Bürgerbeteiligung steckt Potenzial
Zusammengenommen empfindet ein Viertel der Bevölkerung die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung als sehr hoch (Zwei Prozent) bzw. hoch (22 Prozent). Somit sehen drei Viertel der Befragten die bisherigen Möglichkeiten als gering (69,3 Prozent) bis sehr gering (6,7 Prozent) an.

Eine Form der Bürgerbeteiligung in der Stadt Innsbruck ist die „Frage der Woche“. Hierbei wird zu aktuellen Themen ein Stimmungsbild zu stadtrelevanten Fragestellungen abgebildet. Auf der Website www.innsbruckinformiert.at haben alle BesucherInnen – ohne Registrierung – wöchentlich die Möglichkeit, die jeweilige Frage zu beantworten. Die Ergebnisse und die Kommentare der jeweils ressortzuständigen PolitikerInnen finden Sie auf der Homepage im Menüpunkt Stadtmeinung und monatlich im „Innsbruck informiert“. Ein regelmäßig erscheinender Newsletter weist auf die Ergebnisse und aktuelle Ereignisse im Rahmen des gesamten Umfrageportals hin.

Dieses Umfragemodul geht mittlerweile in die 26. Runde, ist jedoch mit einer Repräsentativstudie nicht zu vergleichen, da ein heterogenes TeilnehmerInnenfeld nicht gewährleistet werden kann.

Im Rahmen des ersten „Innsbruck-Stadt-Panel“ wurde diese neue Form der Bürgerbeteiligung in Innsbruck auch abgefragt: Rund neun von zehn Befragten beurteilen diese neue Maßnahme der Stadt Innsbruck mit sehr gut bis gut. Von den registrierten PanelteilnehmerInnen beantworteten bisher 24,3 Prozent regelmäßig die Frage der Woche. Ein weiteres Viertel nimmt ab und zu daran teil und 18,5 Prozent haben zumindest einmal daran teilgenommen.


Mitreden und Mitgestalten – Ihre Stimme zählt nicht nur am Wahltag
Das Umfrageportal „Meine Stadt. Meine Meinung.“ soll künftig noch weiter ausgebaut werden, um „eine moderierte Mehrwegkommunikation zu ermöglichen“, erklärte Bürgermeisterin Oppitz-Plörer. Nur so könne sichergestellt werden, dass sich die gemeinsamen Entscheidungen noch stärker als bisher an den Bedürfnissen der Menschen unter dem Aspekt der Vielfalt orientieren.

Bereits Ende Juni findet die zweite große Befragung im Rahmen des „Innsbruck-Stadt-Panel“ statt. Um daran teilzunehmen, können Sie sich auf www.innsbruckinformiert.at/meinung registrieren. Alle Daten unterliegen den Richtlinien des Österreichischen Datenschutzgesetzes, vollkommene Anonymität bei der Auswertung ist garantiert. Bereits registrierte TeilnehmerInnen werden automatisch zur neuen Umfrage eingeladen. Unter allen Registrierten werden laufend attraktive Sachpreise verlost. Erste GewinnerInnen freuten sich beispielsweise bereits über ein e-Bike der Innsbrucker Kommunalbetriebe bzw. einen Alpenrundflug vom Flughafen Innsbruck.

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck.
31. Mai 2012