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2. Sitzung des Planungsverbandes Innsbruck und Umgebung

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer einstimmig zur Vorsitzenden gewählt.
Im Tiroler Raumordnungsgesetz 2006 ist festgehalten, dass durch die insgesamt 37 Planungsverbände des Landes Tirol die Mitwirkung der Gemeinden an der Erfüllung der Aufgaben der überörtlichen Raumplanung gewährleistet sein muss. Gleichzeitig sollen die Gemeinden bei der Erfüllung der Aufgaben der örtlichen Raumplanung unterstützt werden.

In diesem Sinne wurde am 25. Februar 2009 in einer konstituierenden Sitzung der Planungsverband Innsbruck und Umgebung gegründet. Er umfasst die Landeshauptstadt Innsbruck sowie die sechs umgebenden Planungsverbände 14 (Seefelder Plateau), 15 (Telfs und Umgebung – Salzstraße), 16 (Hall und Umgebung), 17 (Völs – Kematen und Umgebung – Sellrain), 18 (Westliches Mittelgebirge) und 19 (Südöstliches Mittelgebirge).

Am 26. Jänner 2011 kamen auf Einladung des Altersvorsitzenden Bürgermeister Edgar Kopp (Rum) die Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Innsbruck sowie 32 weitere Bürgermeister und eine Bürgermeisterin der insgesamt 42 im Planungsverband Innsbruck und Umgebung vereinten Gemeinden zur 2. Sitzung der Verbandsversammlung des Planungsverbandes Innsbruck und Umgebung im Plenarsaal des Innsbrucker Rathauses zusammen.

Auf der Tagesordnung standen die Wahl des Vorsitzes, des Stellvertreters sowie die Wahl der sechs weiteren Mitglieder und Ersatzmitglieder des Verbandsausschusses und die Wahl des Überprüfungsausschusses. Der Wahlvorgang wurde von Bürgermeistern Edgar Kopp und Dr. Wolfgang Gold (Geschäftsstelle des Planungsverbandes in der Stadtplanung Innsbruck) geleitet.

Innsbrucks Planungsreferentin Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer wurde, wie auch ihr Stellvertreter, der Bürgermeister von Hall, Mag. Johannes Tratter, entsprechend dem Wahlvorschlag einstimmig von allen anwesenden Gemeindevertretern gewählt.

Zu den sechs weiteren Mitgliedern des Verbandsausschusses wurden gewählt:
Bürgermeister Johannes Marthe, Reith b. Seefeld, Obmann des Planungsverbandes 14 (Seefelder Plateau)
Bürgermeister Christian Härting, Telfs, Obmann des Planungsverbandes 15 (Telfs und Umgebung – Salzstraße)
Bürgermeister Erich Ruetz, Völs, Obmann des Planungsverbandes 17 (Völs – Kematen und Umgebung – Sellrain)
Bürgermeister Rudolf Nagl, Axams, Obmann des Planungsverbandes 18 (Westliches Mittelgebirge)
Bürgermeister Josef Kofler, Sistrans, Obmann des Planungsverbandes 19 (Südöstliches Mittelgebirge)
GR Ing. Martin Krulis, Innsbruck, Bauausschuss-Obmann

Die acht Ersatzmitglieder sind:
Bürgermeisterin Isabella Blaha, Scharnitz, Obmann-Stellvertreterin des Planungsverbandes 14 (Seefelder Plateau)
Bürgermeister DI (FH) Josef Kreiser, Zirl, Obmann-Stellvertreter des Planungsverbandes 15 (Telfs und Umgebung – Salzstraße)
Bürgermeister Edgar Kopp, Rum, Obmann-Stellvertreter des Planungsverbandes 16 (Hall und Umgebung)
Bürgermeister Karl Kapferer, St. Sigmund i. S., Obmann-Stellvertreter des Planungsverbandes 17 (Völs – Kematen und Umgebung – Sellrain)
Bürgermeister Hansjörg Peer, Mutters, Obmann-Stellvertreter des Planungsverbandes 18 (Westliches Mittelgebirge)
Bürgermeister Josef Gatt, Tulfes, Planungsverband 19 (Südöstliches Mittelgebirge)
StR Ernst Pechlaner, Innsbruck, Amtsf. Stadtrat für Verkehrsplanung, Straßen- und Verkehrsrecht, Umwelttechnik und Abfallwirtschaft
GR Mag. Gerhard Fritz, Innsbruck

Der Überprüfungsausschuss setzt sich aus GR Dr. Helmut Schuchter, Innsbruck, GR Mag.(FH) MSc Alexander Holub, Axams und GRin Angelika Mader, Telfs zusammen.

Die Landeshauptstadt Innsbruck ist somit auch Sitzgemeinde. Geschäftsstelle ist die Magistratsabteilung III / Stadtplanung, Stadtentwicklung und Integration. Der Planungsverband bekannte sich einstimmig zu einem dreistufigen Budget mit Basis- und Projektfinanzierung und einem Aktionshaushalt. An der Basisfinanzierung mit einem Gesamtvolumen von ca. 36.000 Euro werden sich zu einem Drittel die Stadt Innsbruck, die übrigen Gemeinden und das Land Tirol beteiligen.

Die neu gewählte Obfrau Mag. a Christine Oppitz-Plörer hob die Bedeutung des Planungsverbandes Innsbruck und Umgebung hervor, und betonte, dass sie sich mit aller Kraft einsetzten werde, um den Planungsverband mit Leben zu erfüllen und lud alle zur engagierten Mitarbeit ein.
Der Planungsverband Innsbruck und Umgebung umfasse 1/3 der Bevölkerung Tirols, 1/3 der Arbeitsplätze und 40 Prozent aller Arbeitsstätten. Auf die Stadt Innsbruck entfallen 50 Prozent der Einwohner des Planungsverbandes. Kooperationen brauche es z.B. im Bereich der Wirtschaft und des Tourismus, der Bildungs-Infrastruktur, der Freizeitangebote, des Verkehrs und der Einwohner-Zuwanderung. Es gebe eine Vielzahl an Verflechtungen – u.a. im Verkehr mit täglich ca. 50.000 Pendlerbewegungen, so Oppitz-Plörer.

Hofrat Mag. Franz Rauter von der Abteilung Raumordnung – Statistik des Landes Tirol, der einleitend die Grüße und Erfolgswünsche von Landesrat Christian Switak überbrachte, bezeichnete Innsbruck als Impulsgeber für das ganze Land und hob die Bedeutung des gegenseitigen Vertrauens und der gemeinsamen Bewältigung der Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft hervor. Es sei eine spannende und lohnende Aufgabe, sich im Sinne einer Zukunftswerkstatt u.a. in den verschiedensten Bereichen des Lebens zusammen zu schließen und einen essentiellen Beitrag zum Zukunftsraum Tirol zu leisten.

In seinem Fachreferat zum Thema Stadtregionen – Stadt/Land-Beziehungen stellte der Innsbrucker Raumplaner DI Friedrich Rauch u.a. Überlegungen hinsichtlich der Schwerpunkte, Strategien und Projekte der Verbandsarbeit und die künftige Zusammenarbeit im Planungsverband an. Zusammenarbeit dürfe nicht an den jeweiligen Gemeindegrenzen aufhören, aktive Bodenpolitik, Verkehrsentwicklung, Nutzung von Bauland, Betriebsansiedelungen seien zentrale Herausforderungen, die gemeinsame Lösungen erfordern. Dramatisch hörten sich seine Aussagen zur Bevölkerungsentwicklung und der Änderung der Altersstruktur an. Die Zahl der über 65-Jährigen werde rasant zunehmen, eine Tatsache die große Herausforderungen für die Gemeinden bedeute. Die Zahl der Singles und Kleinfamilien werde ebenfalls wachsen und der Wohnungsbedarf stärker als die Einwohnerzahl steigen. Um den Verkehr bewältigen zu können, brauche es eine Region der kurzen Wege, eine Siedlungsentwicklung entlang der Trassen öffentlicher Verkehrsmittel und vor allem eine starke Konzentration auf den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel.
27. Jänner 2011