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Sillmündung Neu eröffnet

Harmonisches Miteinander von Mensch, Natur und Infrastruktur.
Die neue Sillmündung zeigt, wie es geht – ein harmonisches Miteinander von Mensch, Natur und Infrastruktur. In nur zwei Jahren bietet die von Lebensministerium, Land Tirol und Stadt Innsbruck finanzierte Hochwasserschutzmaßnahme Sicherheit für Siedlungen an der Sill und am Inn. Im Rahmen eines öffentlichen Picknicks wurden diese vielfältigen Maßnahmen nun eröffnet.

Schutzmaßnahmen bestellt – viel mehr bekommen
„Wir haben hier mit öffentlichen Mitteln ein Hochwasserschutzprojekt finanziert – bekommen haben wir ein Projekt, das den Wohnraum an der Sill und am Inn schützt. Welches zugleich auch Erlebnisraum für Sportbegeisterte, Erholungssuchende und Naturinteressierte ist und Lebensraum für Tiere und Pflanzen am Fluss. Eine sehr gute Investition, mit der wir Österreich wiederum einen weiteren Schritt sicherer machen und einen attraktiven Lebensraum schaffen“, zeigt sich Bundesminister Niki Berlakovich über das Ergebnis des zweijährigen Projektes sehr zufrieden. Der Einsatz öffentlicher Mittel habe sich mehrfach rentiert, ist er überzeugt. Auch der für Katastrophenschutz zuständige Landeshauptmannstellvertreter Anton Steixner ist sehr erfreut, decken sich doch die Aktivitäten an der Sillmündung mit jenen des integrativen Hochwasserschutzes, den er in den vergangenen Jahren vor allem am Inn aktiv vorangetrieben hat. Sicherheit vor Hochwasser und eine ökologische Aufwertung des Flusses gehen dabei Hand in Hand. „Schon lange sind die Zeiten vorbei, in welchen Stadtentwicklung als Einzeldisziplin gesehen wird. Die Gestaltung eines Stadtviertels geschieht heute in der Zusammenschau komplexer Ansprüche an Wohn- und Lebensraum und gesellschaftlicher Entwicklungen. Das gesamte neugestaltete Areal ist mit der Sillmündung NEU ein europaweit vielbeachtetes Vorzeigeprojekt“, weiß die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und ist erfreut, wie sehr der neue Fahrradweg und die neuen Plätze von den Menschen angenommen werden. „Mit den Maßnahmen der Sillmündung NEU setzen wir einen großen Schritt zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinien, den ökologischen Zustand der Gewässer zu verbessern“, freut sich Landeshauptmannstellvertreter Hannes Gschwentner.

Aktive Stadtentwicklung – Interessen verstehen, verknüpfen und Großartiges schaffen
In nur sehr wenigen Jahren ist am ehemaligen Lodenareal ein völlig neuer Stadtteil entstanden, der die Lebensbedürfnisse der Menschen mit den Anforderungen der Zukunft ideal verbindet. Die Errichtung der größten Passivhaussiedlung Europas, der Bau des olympischen Dorfes für die Youth Olymic Games (YOG 2012) und der Aufbau einer erfolgreichen Nachbarschaft sowie die Gestaltung der neuen Sillmündung. Neben den Grünflächen im Siedlungsbereich konnten auch Erholungsräume entlang der Sill geschaffen werden, die einen Aufenthalt im Grünen mitten in der Stadt schaffen. „Der Trenndamm zwischen Altarm und Inn ist mit standortgerechten Laubgehölzen dicht bepflanzt. Dies bewirkt neben den ökologischen Erfordernissen auch eine Verbesserung des Sichtschutzes vom neuen Wohngebiet zur Hauptverkehrsstraße Haller Straße“, informiert Vizebürgermeister Franz X. Gruber.

Sicherer Wohnraum und attraktive Naherholung
„Die bewegte Hochwassergeschichte an der Sill ist ein Beleg dafür, dass die Verbesserung des Hochwasserschutzes entlang der Sill und beim Mündungsbereich am Inn eine Investition in die Sicherheit der Bevölkerung in Innsbruck ist“, weiß Stadträtin Marie-Luise Pokorny-Reitter. Hochwasserschutz hat viele Gesichter – einmal sind es Mauern mit dicken Flussbausteinen, ein anderes Mal ist es ein wohlgestaltetes grünes Ufer. „Im Bereich der Sillmündung wurden verschiedene neue Methoden der Flußgestaltung und des Hochwasserschutzes angewendet. Der Hochwasserschutz für ein Laienauge nicht mehr erkennbar, man sieht nur ein schön gestaltetes Ufer und einen ökologischen Altarm der Sill“, bestätigt Landeshauptmannstellvertreter Anton Steixner. Gerade im Bereich der Sillmündung ist der hocheffiziente Hochwasserschutz für ein Laienauge gar nicht mehr erkennbar, denn der Besucher sieht nur ein schön gestaltetes Ufer und einen ökologischen Altarm der Sill. Eine Rampe mit einem Höhenunterschied von über zwei Metern soll ab Sommer 2012 eine stehende Welle für KajakfahrerInnen und SurferInnen bilden.

„Es war mir immer ein Anliegen, Sport und Naherholung für die Innsbrucker Bevölkerung in ihrer Stadt zu ermöglichen. Mit der Kajakrampe entsteht hier in diesem neuen Wohngebiet ein hervorragendes Naherholungs- und Freizeitzentrum“, zeigt sich Vizebürgermeister Christoph Kaufmann sichtlich stolz. KajakfahrerInnen und SurferInnen, egal ob AnfängerInnen oder Profis, können diese Welle erobern. Geduld ist jedoch gefragt – wie auch in der Natur: Das Warten auf die perfekte Welle lohnt sich!

Stolz auf vorbildliche Zusammenarbeit und Projektmanagement
Die Abwicklung eines solchen komplexen Projektes mit den verschiedensten technischen, ökologischen und gestalterischen Ansprüchen ist kein einfaches Unterfangen. „Ich bin sehr stolz – wir haben dieses multifunktionale Projekt innerhalb der geplanten Projektzeit und im geplanten Kostenrahmen umgesetzt. Das geht nur mit einer effizienten Projektbearbeitung durch die MitarbeiterInnen des Lebensministeriums, der Stadt Innsbruck und des Landes Tirol sowie alle beteiligten Firmen unter Führung eines zielorientierten Projektmanagements“, spricht die Innsbrucker Bürgermeisterin ihren Dank aus.
19. September 2011