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Siegerprojekt gekürt

Architektenwettbewerb zur Errichtung des Zentralbauhofs Rossau abgeschlossen
Bereits im Oktober 2012 beschloss der Stadtsenat, die derzeit auf unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet verteilten Bauhöfe im Gewerbegebiet Rossau zu einem zentralen Bauhof zusammenzufassen. Damit lassen sich gleich mehrere Ziele erreichen: Einerseits werden Synergieeffekte durch die Zusammenführung der Bauhöfe Ost und West erzielt, andererseits wird das freiwerdende Areal in der Bachlechnerstraße (Bauhof West) der Hörimplantate-Firma MED-EL für eine notwendige Erweiterung zur Verfügung gestellt.

Die Ist-Situation
In der „Baustufe 1“ werden bisher alle Maßnahmen umgesetzt, um das Grundstück in der Bachlechnerstraße übergeben zu können. Insbesondere beinhaltet diese Baustufe den Abbruch der bestehenden Kanalbauhalle. Auf dem Areal der IIG-Zentrale werden parallel dazu die notwendigen Bauten für die Zusammenführung der Bauhöfe errichtet. Dazu zählen etwa Lagerboxen und Bürocontainer für den Zeitraum bis zur Fertigstellung des Werkstätten- und Verwaltungsgebäudes. In diesen ersten Bauabschnitt investierte die Stadt Innsbruck rund 1,69 Mio. Euro (brutto).

Im August 2013 lobte die Innsbrucker Immobilien Gesellschaft (IIG) anlässlich des Neubaus des zentralen Bauhofs einen Realisierungswettbewerb aus. In der Jurysitzung vom 29. Oktober wurden nun die unterschiedlichsten Lösungsansätze der zehn geladenen Architekturbüros analysiert und beurteilt. Nach intensiver Befassung und Diskussion der einzelnen Projekte durch die Sach- und Fachjury sowie durch externe Berater wurde das Projekt von „dreiplus Architekten ZT“ (Architekten: DI Stephan Hoinkes und DI Thomas Heil) aus Innsbruck einstimmig zum Sieger gewählt.

„Die Zusammenlegung der Bauhöfe verbessert nicht nur die Effizienz der städtischen Infrastruktur, sondern schafft vor allem auch Platz für Wohnbau, Projekte wie betreutes Wohnen und für wichtige Unternehmen wie MED-EL“, so Bürgermeisterin Mag.ª Christine Oppitz-Plörer. „Mit der Auswahl des Siegerprojektes, das auf allen Ebenen überzeugt, kann die Realisierung des Zentralbauhofs Rossau nun rasch umgesetzt werden.“

Ebenso begrüßt Vizebürgermeister Christoph Kaufmann die Entwicklungen im Bezug auf den Zentralbauhof. Als Ressortzuständigen für Wohnungsservice und Straßenbetrieb freut ihn darüber hinaus besonders die Tatsache, dass die freiwerdende Liegenschaft in der Bienerstraße (Bauhof Ost) für den Wohnbau genutzt wird: „Nicht nur in administrativer Hinsicht bringt der Zentralbauhof zahlreiche Vorteile mit sich, mit den geförderten Wohnungen auf der abgesiedelten Fläche in Pradl entsteht leistbarer Wohnraum für Innsbruckerinnen und Innsbrucker, der dringend benötigt wird.“

Auch IIG-Geschäftsführer Danler zeigt sich erfreut: „Das ist der erste Architektenwettbewerb, in dem ein Mitglied des Innsbrucker Gestaltungsbeirates vertreten war. Mir war wichtig, dass die Jury zu einem einstimmigen Ergebnis kommt und die künftigen Nutzer von diesem Projekt überzeugt sind, was uns auch bei diesem Projekt gelungen ist.“

Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2015 übersiedelt auch der derzeit in der Bienerstraße situierte Bauhof Ost in den neuen Zentralbauhof.

Das Siegerprojekt
Das Projekt zeichnet sich durch eine einfache Schichtung von Werkstatt und Lagerräumlichkeiten sowie die Flächen für Büros, Aufenthaltsräume und Garderoben auf je einer Ebene aus. Der Lager- und Werkstättenbereich wird großzügig durch seitlich angeordnete Einfahrtstore erschlossen. Ein zentraler Innenhof sorgt für gute Belichtungssituationen und geschützte Aufenthaltsqualitäten. Außerdem sind die zum Erschließungsgang transparent ausgebildeten Büroräumlichkeiten einfach und flexibel angegliedert.
07. November 2013