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Gaben einen Überblick über die Sicherheit in der Stadt und im Magistrat: Amtsleiter Elmar Rizzoli (Allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen), Vizebürgermeister Gruber und Sozialamtsleiter Markus Warger (v.l.).
Gaben einen Überblick über die Sicherheit in der Stadt und im Magistrat: Amtsleiter Elmar Rizzoli (Allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen), Vizebürgermeister Gruber und Sozialamtsleiter Markus Warger (v.l.).

Die Sicherheit aller im Fokus

Stadt Innsbruck setzt laufend Maßnahmen im Stadtgebiet und im Magistrat

Ein hohes subjektives Sicherheitsgefühl aller, die sich in der Tiroler Landeshauptstadt aufhalten, hat oberste Priorität. Die Verantwortlichen der Stadt Innsbruck sind stets bemüht, dieses durch unterschiedliche Maßnahmen auf einem hohen Niveau zu halten. So auch in den Dienststellen des Magistrats.

„Nur wenn sich die Menschen sicher fühlen, können sie sich auch wohl fühlen“, erklärt der ressortzuständige Vizebürgermeister Franz X. Gruber und führt weiter aus: „Es geht dabei sowohl um den öffentlichen Raum als auch um den Stadtmagistrat. Parteien und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen sich sicher fühlen.“ Besonders nach einem tragischen Vorfall im benachbarten Vorarlberg stand der Schutz von MitarbeiterInnen in öffentlichen Einrichtungen kürzlich im Fokus.

Die Evaluierung einer möglichen Gefährdung der städtischen MitarbeiterInnen zählt zum Aufgabengebiet des Amts für Allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen. Amtsleiter Elmar Rizzoli erläutert: „Es gibt Dienststellen mit Parteienverkehr, bei denen das Risiko etwas höher eingeschätzt wird. Dort haben wir in den vergangenen Jahren bereits Notfallknöpfe installiert, die im Anlassfall betätigt werden können. Außerdem werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter speziell geschult – sowohl im Verhalten als auch im Bereich Deeskalation.“

Sicherheitsschleuse im Sozialamt

Laut interner Evaluierung sind Bedienstete im Sozialamt am ehesten einer Gefährdung ausgesetzt. Deshalb ist dort eine Sicherheitsschleuse in Planung. Bis Ende kommender Woche wird sie umgesetzt. Sozialamtsleiter Dr. Markus Warger erklärt: „Während der Zeiten des Parteienverkehrs – also zwischen 07.30 und 12.30 Uhr – wird diese Schleuse von zwei Personen der Mobilen Überwachungsgruppe (MÜG) bedient. Menschen, die in das Sozialamt kommen, werden durchleuchtet und im Bedarfsfall abgetastet und ihre Taschen werden kontrolliert. Das Prozedere ist vergleichbar mit den Zugangskontrollen am Flughafen oder bei Gericht.“ Zusätzlich sind auch in diesem Amt Notfallknöpfe in den Büros installiert und es werden regelmäßig Sicherheitstrainings mit einem Polizeitrainer durchgeführt. „Wir setzen aber vor allem auf Deeskalationstrainings – damit es gar nicht so weit kommt, dass andere Maßnahmen greifen müssen“, erklärt Amtsleiter Warger.

Durch die Besetzung der Schleuse durch MitarbeiterInnen der MÜG entsteht ein weiterer Sicherheitsvorteil: Im Anlassfall können diese direkt zu Situationen gerufen werden, bei denen sie unterstützen können. „Uniformierte Sicherheitsorgane beim Eingang haben zudem oftmals eine positive Wirkung auf mögliche Unruhestifterinnen und -stifter“, weiß Rizzoli. Auch die Installation von stillen Alarmen im Sozialamt wird derzeit geprüft.

Der Innsbrucker Weg: Sicherheit mit sozialer Dimension

In enger Zusammenarbeit mit der Polizei ist die MÜG in Innsbruck im Einsatz für die Sicherheit. Sie ist sieben Tage die Woche rund um die Uhr einsatzbereit und erfüllt ein breites Aufgabengebiet. So fallen beispielsweise die Überwachung der Einhaltung ortspolizeilicher Verordnungen, wie der Park- und Spielplatzordnung oder die Alkoholverbotsverordnung, sowie unterschiedlicher Landes- sowie Bundesgesetzte in ihr Aufgabengebiet. Die Einsatzzahlen aus dem vergangenen Jahr zeigen, dass die MÜG gebraucht wird: Knapp 100 Mal öfter wurde die MÜG zu Einsätzen gerufen als 2017.

Immer wieder gibt es Plätze in der Landeshauptstadt, die besondere Aufmerksamkeit erregen. „Sowohl die Kapuzinergasse als auch die Umgebung der Mentlvilla in Wilten sorgen aktuell beispielsweise vermehrt für Bedenken bei Bürgerinnen und Bürgern“, weiß Vizebürgermeister Gruber: „In diesem Zusammenhang wurden bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Die Mentlgasse wird intensiv bestreift, der Bahnhofssozialdienst der Caritas ist mit Sozialarbeiterinnen und -arbeitern vor Ort täglich im Einsatz und in der nächsten Gemeinderatssitzung wird ein Alkoholverbot für diese Gegend behandelt. Darüber hinaus werden die Innsbrucker Kommunalbetriebe die Beleuchtungssituation in diesem Bereich weiter verbessern. Neue Sozialeinrichtungen wie die Katharinastube oder die Nobertistube beim Stift Wilten haben ihre Tätigkeit zudem aufgenommen. Auch in der Kapuzinergasse werden laufend Kontrollen durchgeführt und an der Entflechtung des Klientels gearbeitet. Unter anderem ist auch das neue ISD-Stadtteilzentrum ein Anlaufpunkt für Anrainerinnen und Anrainer.“ (DH)