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Nachträgliche Liftanbauten wie beim Sennblock im Saggen erleichtern den BewohnerInnen das alltägliche Leben.
Nachträgliche Liftanbauten wie beim Sennblock im Saggen erleichtern den BewohnerInnen das alltägliche Leben.

Rund 1 Million Euro an Förderungen für seniorInnengerechte Bäder

Zu schmale Türstöcke, Treppenhäuser ohne Lift oder Sanitäranlagen mit Stufen oder hohen Türschwellen – bauliche Barrieren stellen ältere Menschen wie auch Menschen mit Handicap oder Familien mit Kleinkindern häufig vor Herausforderungen. Die Stadt Innsbruck trägt mit zahlreichen Maßnahmen und Förderungen dazu bei, jene Personen zu entlasten, die Hürden des Alltags zu minimieren und ein barrierefreies Wohnen zu ermöglichen.

„Das eigene Zuhause ist ein Rückzugsort, an dem sich jede und jeder Einzelne wohl fühlen soll, auch im Alter“, erklärt Vizebürgermeister Christoph Kaufmann: „Aus diesem Grund setzen wir etwa mit nachträglichen Liftanbauten oder Nasszellenadaptierungen Maßnahmen um, durch die ein langer Verbleib in den eigenen vier Wänden ermöglicht wird.“

 

Warum seniorInnengerechtes Wohnen an Bedeutung gewinnt

Laut einer Bevölkerungsprognose der Österreichischen Raumordnungskonferenz leben im Jahr 2050 etwa 41.300 Personen, die 60 Jahre und älter sind, in der Tiroler Landeshauptstadt. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2010 rund 29.000 Personen. Die Anzahl jener, die 85 Jahre oder älter sind, steigt von 3.038 auf 7.209. Mit Blick auf diese Zahlen kommt den Bemühungen der Stadt Innsbruck, älteren Menschen das Wohnen in den eigenen vier Wänden möglichst lange zu ermöglichen, ein besonderes Gewicht zu.

 

Barrierefreies Duschvergnügen

Um das tagtägliche Leben zu erleichtern, fördert die Stadtgemeinde Innsbruck etwa den Umbau von seniorInnengerechten Nasszellen für ältere InnsbruckerInnen sowie Menschen mit Behinderung bei Vorliegen dauerhafter Mobilitätseinschränkung. 

Seit Start der Aktion Anfang 2009 wurden rund 600 alten- bzw. behindertengerechte Nasszellen gefördert: Für Investitionen von etwa 4.667.000 Euro wurden Fördermittel in der Höhe von etwa 944.000 Euro ausgeschüttet. Über 1.000 InnsbruckerInnen profitierten bisher von dieser Impulsförderung, die unbefristet weitergeführt wird.

 

Schluss mit Stufensteigen

Gerade für ältere Menschen, Menschen mit Behinderung und Familien mit Kleinkindern stellen nachträglich errichtete Aufzugsanbauten eine spürbare und nachhaltige Steigerung der Lebensqualität dar. Der Zugang zu den Wohnungen wird einfacher und komfortabler, wodurch sich auch die Wohnqualität für die MieterInnen erhöht.

 

Die städtische Impulsförderung für den nachträglichen Einbau von Personenliften gibt es seit dem Jahr 2007, die ersten Liftanbauten erfolgten 2008. Seit Beginn der Aktion wurden 110 Personenlifte nachträglich eingebaut bzw. werden momentan errichtet. Für rund 37 Millionen Euro Baukosten leistet die Stadt jeweils auf zwölf Jahre einen Annuitätendienst von jährlich etwa 326.000 Euro. Für rund 1.200 Wohnungen, in denen ca. 2.400 Personen leben, konnte dadurch eine wesentliche Verbesserung des Wohnumfeldes erreicht werden. Der Erfolg gibt der Förderung Recht, und so wird der nachträgliche Lifteinbau im Jahr 2015 fortgesetzt.

 

Positiver Nebeneffekt des Liftanbaus wie auch der Nasszellenadaptierung ist die Belebung der heimischen Wirtschaft. Auch der Wert jener Häuser steigt durch den Anbau von Liften.

 

Besonderes Service vor Ort

Um SeniorInnen und Menschen mit Handicap den Weg zum Amt zu ersparen, bietet das Amt Wohnungsservice eine spezielle bautechnische Förderungsberatung auch vor Ort an. Um das Angebot in Anspruch nehmen zu können, ist lediglich eine Voranmeldung nötig.

 

Verbesserung der Mietzinsbeihilfe

PensionistInnen mit niedrigen Einkommen profitieren von der Verbesserung und Erhöhung der Mietzinsbeihilfe, die auf Anregung der Stadt Innsbruck mit 01. Jänner 2015 vom Land Tirol umgesetzt wurde. BezieherInnen einer Mindestpension erhalten seither mindestens 36 Euro monatlich mehr.

 

Barrierefreiheit auch im öffentlichen Raum

Neben den Umsetzungen und Ausführungen in den Wohnungen und Häusern, setzt die Stadt Innsbruck speziell bei Neu- und Umbauten auf die barrierefreie Gestaltung des Straßenraums für seh- und gehbehinderte Personen. So sind für Gehsteige im Bereich von Kreuzungen und Schutzwegen barrierefreie Absenkungen vorgesehen. Auch taktile Leitsysteme werden zur besseren und einfacheren Orientierung umgesetzt.

 

Kontakt

Wohnbau-Förderungen, Schlichtungsstelle II

Maria-Theresien-Straße 18 (2. Stock)

Tel.: +43 512 5360 2180

Mail: post.wohnungsservice@innsbruck.gv.at AA