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Schwerhörigenzentrum in Pradl neu eröffnet

PRO.ject.EAT hat die Arbeit in der Pradler Straße wiederaufgenommen.
(RMS) Seit 1997 gibt es das PRO.ject.EAR, ein ehrenamtliches Zentrum, das sich für Schwerhörige und Tinnitus-Betroffene einsetzt. Unter der Leitung von Werner Pfeifer war es bis ins Jahr 2011 eine der wichtigsten Anlaufstellen für die wachsende Zahl der Hörgeschädigten in Tirol. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten musste PRO.ject.EAR im vergangenen Jahr seine Tätigkeit aber einstellen.
Durch die Unterstützung des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck wurde jedoch die Wiederaufnahme des Betriebs ermöglicht. Am 20. Februar konnte schließlich in der Pradler Straße das umgebaute und renovierte Zentrum eröffnet werden.

„Ich bin sehr froh, dass Werner Pfeifer sich zum Weitermachen entschlossen und das Schwerhörigenzentrum seine Arbeit wieder aufgenommen hat“, so Sozialreferent Vizebürgermeister Franz X. Gruber im Rahmen der Eröffnungsfeier. „Die Tätigkeit dieser ehrenamtlichen Initiative ist unschätzbar wichtig, nicht nur für die bereits Betroffenen. Gerade auch für junge Menschen ist Aufklärung über die Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs überaus sinnvoll.“ Die Lage mitten im Stadtteil Pradl sei zudem ideal, um die Expertise und das Know-How des Zentrums möglichst vielen Menschen nahe zu bringen, so Gruber weiter.

Vielfältige Hilfestellungen
Die Tätigkeiten des Zentrums sind breit gefächert: Zum einen fungiert es als Treffpunkt für Hörgeschädigte zum Erfahrungs- und Problemaustausch. Als Selbsthilfegruppe stehen dabei auch gemeinsame Freizeitaktivitäten auf dem Programm.
Zum anderen stehen verschiedene technische Hilfsgeräte zum kostenlosen Ausprobieren bereit. Im Rahmen von Fachvorträgen, die vom Zentrum in Kooperation mit verschiedenen Partnern organisiert werden, können sich Betroffene und Interessierte tiefergehend über das Thema informieren.

Die Stadt Innsbruck unterstützt das PRO.ject.EAR bei der Mietzahlung der Büroräumlichkeiten.
21. Februar 2012