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Schutz und Sicherheit für BürgerInnen und Umwelt

Das Gesamtprojekt Hochwasserschutz an Inn und Sill wurde fertiggestellt.
Die letzte Bauphase des Hochwasserschutz-Projektes an Inn und Sill, die im Juli 2012 begonnen wurde, ist abgeschlossen: Der Hochwasserschutz am Inn zwischen Bahnviadukt und Tiflis-Brücke/Sillmündung wurde fertiggestellt, eine Rad- und Fußwegverbindung zur und weiterführend in der Ing.-Etzel-Straße errichtet sowie ein völlig neuartiges Beleuchtungssystem im Bereich Tiflis-Brücke und Mühlauer ÖBB-Brücke installiert. Mit der Fertigstellung dieses Abschnittes wurden drei wichtige Zielsetzungen erreicht: Schutz vor Katastrophen, mehr Sicherheit für RadfahrerInnen und FußgängerInnen sowie verbesserter Schutz der Umwelt.

Die für Tiefbau und Umwelt zuständige Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider und Grünraumstadtrat Mag. Gerhard Fritz stellten am 26. November gemeinsam mit Ing. Gerhard Dendl (Inn-Sill-Koordinator) sowie Vertretern der IKB, der ÖBB sowie der beteiligten städtischen Dienststellen vor Ort die durchgeführten Maßnahmen vor.

„Es freut mich sehr, dass dieses Großprojekt nun abgeschlossen ist und sich das Ergebnis wirklich sehen lassen kann“, so Vizebürgermeisterin Pitscheider. „Gerade mit der neuen Radwegverbindung, die dank des Einsatzes modernster Beleuchtungstechnologie zu jeder Zeit sicher befahrbar ist, werden die BürgerInnen viel Freude haben. Das hier umgesetzte umweltfreundliche Konzept ist sicherlich auch an anderen Standorten im Stadtgebiet gut einsetzbar.“

„Alle städtischen Dienststellen und die Partner von ÖBB und IKB haben ausgezeichnet zusammengearbeitet“, betonte Stadtrat Fritz. „In Hinblick auf die Wohnverbauung konnte damit ein Infrastrukturprojekt verwirklicht werden, das einen deutlichen Mehrwert für die Bevölkerung hat. Erholungsraum ist hier für alle nutzbar und mit der Umwelt im Einklang.“

Abschluss des Hochwasserschutzes
Mit der Herstellung des Hochwasserschutzes zwischen Sillmündung und ÖBB-Brücke wurde der letzte Abschnitt des Gesamtprojektes „Inn-Sill-Hochwasserschutz“, das seit Jänner 2009 realisiert wurde, umgesetzt und der Hochwasserschutz zwischen ÖBB-Brücke und Grenobler Brücke (inklusive Sillmündung) endgültig fertiggestellt.
Der bestehende Damm wurde um bis zu 50 Zentimeter erhöht und rund 600 Kubikmeter Material verbaut. Nun ist auch in diesem Abschnitt die Hochwassersicherheit bei einem 100-jährigen Ereignis gewährleistet.

Durchgehende Radverbindung
Die Rad- und Fußwegverbindung zwischen der Sillmündung und der Ing.-Etzel-Straße schließt eine wichtige Lücke im Inntal-Radwegenetz innerhalb des Stadtgebietes. Zudem besteht nun ein durchgehender Radweg zwischen den Stadtteilen Saggen und Reichenau.

Auf einer Länge von ca. 120 Metern wurde zwischen der Tiflis-Brücke und der nördlich befindlichen Ing.-Etzel-Straße ein getrennter Rad- und Fußweg (jeweils mit einer Breite von 2,50 Metern) errichtet. Ein kleiner Aufenthaltsbereich mit Sitzbänken und Fahrradabstellmöglichkeiten lädt östlich des Bahnviaduktbogens zur kurzen Rast und Entspannung ein.
In der Ing.-Etzel-Straße selbst wird der Rad- und Fußweg als 3,5 Meter breite gemischte Wegverbindung auf einer Länge von ca. 150 Metern weitergeführt, bis zum Zugang des Heimes St. Raphael. Ein Grünstreifen mit Heckenpflanzungen trennt den kombinierten Rad- und Fußweg von der Straße ab. Die bestehende Fahrbahn wurde saniert und in ihrer ursprünglichen Breite erhalten.
Die Arbeiten an den Rad- und Fußwegverbindungen zwischen Tiflis-Brücke und dem Heim St. Raphael wurden gemeinsam mit den erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG durchgeführt.

Innovatives Beleuchtungskonzept der IKB
Im Zuge der Errichtung des neuen Rad- und Fußweges hat die IKB ein zukunftsträchtiges Beleuchtungskonzept realisiert. Dieses beweist eindrucksvoll, dass Energieeffizienz und eine Reduzierung der Lichtverschmutzung mit größtmöglicher Sicherheit im Straßenverkehr in Einklang gebracht werden können.
Mit Hilfe von Sensoren und drahtloser Kommunikation detektiert jede der fünf vorgesehenen Straßenlaternen sich nähernde FußgängerInnen und RadfahrerInnen. Die Beleuchtung wird sowohl vor als auch hinter dem Passanten auf volle Beleuchtungsstärke erhöht und nach dem Passieren wieder automatisch gedimmt. Durch diese intelligente Aufnahme von Umgebungsdaten lassen sich – bei gleich bleibender Sicherheit auf der Straße – Energieeinsparungen von bis zu 80 Prozent erzielen. Derzeit wird die elektronische Dimmung der Beleuchtungsanlage noch eingestellt und feinjustiert.
Etwa 70 Prozent der Leuchten in Innsbrucks Straßen- und Wegenetz werden mittlerweile mit energiesparenden, qualitativ hochwertigen Lampen betrieben. Seit 2003 konnte so – trotz laufender Erweiterung der Schutzwegoffensive – der Energieverbrauch um etwa 30 Prozent gesenkt werden. In Zukunft wird die Umstellung auf LED-Technologie weiteres Einsparungspotenzial mit sich bringen.

Attraktivierung des ÖBB-Viaduktbogens
In Kooperation mit der Stadt Innsbruck, die das Radwegenetz kontinuierlich ausbaut, haben die Österreichischen Bundesbahnen den Durchfahrtsbogen zur Ing.-Etzel-Straße zu einem strahlenden Lichtbogen umfunktioniert – nach Vorbild des bereits adaptierten Durchfahrtsbogen an der Kapuzinergasse. An den Seitenwänden wurden Stahltafeln aufgesetzt, die die Beleuchtungskörper unsichtbar aufnehmen und den Bogen mit speziell entwickelten Reflektoren gleichmäßig und homogen aufhellen. In den Nachtstunden bildet der Bogen so ein weithin sichtbares Orientierungssignal. Die Kosten für die Installation teilten sich ÖBB und Stadt Innsbruck.

Die gesamten Hochwasserschutz-Maßnahmen wurden durch Bund und Land Tirol mitfinanziert bzw. überwiegend gefördert, während die Gestaltungsmaßnahmen alleine von der Stadt Innsbruck finanziert wurden. Für diesen letzten Projektabschnitt beliefen sich die Kosten für die Stadt Innsbruck auf 272.000 Euro. Die IKB investierte in die Infrastrukturmaßnahmen (Leitungen) und die Beleuchtung rund 87.000 Euro.

26. November 2012